Trotz Millionen USD an Fonacide-Geldern verstehen 7 von 10 Schülern nicht was sie lesen

Asunción: Seit ihrer Gründung im Jahr 2012 hat die Regierung bereits Gelder für den Fonacide Fond in Höhe von rund 11,6 Billionen Guaranies zugeteilt, etwas mehr als 1.890 Millionen US-Dollar, die an Departementsregierungen und Gemeinden im ganzen Land überwiesen wurden.

Laut dem neuesten PISA-Bericht verstehen jedoch 7 von 10 Schülern nicht, was sie lesen.

Für das Gemeinwohl, aufgrund der Entschädigung durch die Energieübertragung in Ressourcen nach Brasilien, gemäß Anhang C des Itaipú-Vertrags, sind 97% dem Fond Fonacide (Nationalfond der öffentlichen Entwicklung und Investitionen) bestimmt. Von diesen 97% fließen wiederum 30% in das Programm FEEI (Fonds für die Exzellenz von Bildung und Forschung) zur Finanzierung von Initiativen im Rahmen der öffentlichen Politik in vorrangigen Bereichen.

In diesem Sinne geht aus dem FEEI-Bericht hervor, dass der Fond zwischen 2012 und 2018 insgesamt 584.587.673 USD erhalten hat, rund 3,3 Billionen Guaranies. Das bedeutet, dass wiederum 97% für den Fond Fonacide bestimmt waren. Seit dessen Gründung beläuft sich somit die zugeteilte Summe auf etwa 11,6 Billionen Guaranies, also etwa 1.890 Millionen USD.

Wo geht das ganze Geld hin?

Gemäß dem Gesetz Nr. 4758 zur Schaffung des Fonds Fonacide müssen 50% der Mittel, die an die Departements- und Kommunalverwaltungen überwiesen werden, für Infrastrukturprojekte im Bildungsbereich (Bau, Renovierung, Instandhaltung und Ausstattung von Einrichtungen) verwendet werden.

Darüber hinaus sollten 30% für Schulmahlzeiten der Jungen und Mädchen in gefährdeten Sektoren der Grundschulen bereitgestellt werden.

Aber trotz der enormen Fonacide-Gelder (außerhalb des normalen Haushalt des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft – MEC), ist die paraguayische Bildung einer der weltweit schlechtesten, nach dem jüngsten Bericht des Programms für International Entwicklung der Schüler, besser bekannt als der PISA-Bericht.

Laut dem lapidaren PISA-Bericht in Paraguay erreichte die durchschnittliche Zahl der Schüler nicht einmal die Mindestpunktzahl in Mathematik, Naturwissenschaften und Spanisch. 7 von 10 Pennälern verstehen überhaupt nicht, was sie lesen.

Auch in Bezug auf die Infrastruktur sind die Bildungslücken und -bedürfnisse auf Länderebene enorm.

Wochenblatt / ABC Color

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7 Kommentare zu “Trotz Millionen USD an Fonacide-Geldern verstehen 7 von 10 Schülern nicht was sie lesen

  1. Lt. einem anderen Bericht sind es ca. 27% aller Jugendlichen im Alter von 15 Jahren, die nicht die MIndestanforderungen im Lesen der spanischen Sprache beherrschen – oder wie es hier ausgedrückt worden ist, sie verstehen nicht, was sie lesen, wenn man das denn noch lesen nennen kann.
    In Mathematik waren es knapp 8 % aller Jugendlichen im Alter von 15 Jahren, die in der Lage waren, die Mindesanforderungen in Mathematik zu erfüllen.
    Weltweit waren es lt. PISA-STudie jeweils ca. 75 %, die in ihrer Muttersprache ausreichend lesen konnten und die die MIndestanforderungen in Mathematik erfüllten.
    Noch fragen? Aber den ganzen Tag: Gooooool —- Die Verdummung ist gezielt. Je dümmer ein Volk, desto leichter beherrschbar.
    Das sieht man doch in Ansätzen auch schon in Alemanien.

  2. Richtig Franz Josef, die Staatsvampire haben doch gar kein Interesse an gebildeter Bevölkerung, das würde ein Auffallen ihrer Machenschaften ermöglichen?
    Dabei wär eine gebildete, besser verdienende Bevölkerung doch noch mehr ausnehmbar?
    Da sie mehr Geld generieren würde?
    Aber um das zu begreifen, müssten eben auch die Politiker gebildet sein, was ich oftmals kaum erkennen kann.
    Nur gierig, das sind sie alle!

  3. Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.
    (Carl Hilty)
    … aber leider können die meisten Paraguayer weder das Eine noch das Andere. Grausig insbesondere das fehlende Denkvermögen!

  4. Die Gelder des Fonds wurden bestimmt überwiesen. Sind leider nur nicht bei den Schülern angekommen. Egal, kontrolliert eh niemand.
    Ah, und ja, vor Jahren, als ich noch nicht auf der paragauyschen Müllhaldenluft leben durfte, da wäre ich meterhoch in die Luft gegangen, wenn jemand aussagte, es gäbe dumme Menschen. Nun, die Jahre sind vergangen, und ja, es gibt wirklich dumme Menschen.
    Gut, ihren Müll haben sie schon immer verbrannt als die Indianer- und Spanier-Mixups noch durch die Steppen wanderten, aber heute leben sie auf einem Haufen und sparen sich immer noch fürs Bier und einzig Schwudi Iglesias CD.
    Aber in einem Land, in welchem Bier und Streichhölzer mehr kosten als der Onkologe, da muss man gar nicht weiter darüber nachdenken. Nein, Dummheit ist nur der Vorname, sind aber trotzdem alle glücklich und zufrieden hierzulande, Hauptsache nix arbeiten und es reicht trotzdem um 15 Kinder zu ernähren, nebst 2 Mio. Watt P.M.P.O. Ghettoblaster, Smartphone- und SAT-Abo, Airconditioner, Schrottauto, Bier und Streichhölzer. Und natürlich die Schwudi Iglesias CD, für etwas haben die 15 Kinder verzichten müssen. Da werden sie später mal sagen: Gracias Papa por el cancer. Vamos hacer Hamburguesseada?

  5. Hier in Py Guarani als Pflichtfach einzuführen war eine zerstörerische Idee für die Menschen!!
    Denn wir erleben es bei unseren Arbeitern und anderen Einheimischen Pylern. Sie können nur halb spanisch und meist besser Guarani! Das erschwert den Zugang zur Weiterbildung in spanischer Literatur oder auch Lehrfilme, Youtoube und andere Bildungssektoren. Auch wenn die ärmere Bevölkerung studieren will z.b. in Nachbarländern wird das mit Guarani schonmal garnix und schlechtem spanisch in Wort und Schrift- no chance! Das da kein Plan dahinter war….

    1. Ja. Das sehe ich auch so. Zwar finde ich es vollkommen ok, wenn die Schüler und die PYler insgesamt eine Kultur haben und Pflegen, Guaranie als Amtssprache und in der Schule finde ich daher ok.
      Das Problem finde ich aber die Gewichtung. Wenn man schon um 7 Uhr in der Schule sein muss, dann schläft man noch mindestens eine Stunde. Und um 11 Uhr ist die Schule schon aus. Abzüglich Pausen und eine halbe Stunde in der Schlange stehen und der Directora zuhören zu müssen über Patriotismus und Chesus, da komme ich auf etwa 3 Stunden täglich unterricht. Und das bekanntlich, wenn es nicht regnet, nicht zu heiß und überhaupt Bock auf Schule, denn es ist hierzulande so ziemlich jedermann egal, ob die Schüler in der Schule erscheinen oder nicht, selbst der Profe und Directora.
      Nun, drei Stunden täglich für Schule, dann sollte man die Sprache Guaranie etwa 3 Minuten Zeit geben, damit man noch Zeit findet für Unwichtiges wie Englisch und Mathe und sonst noch 2 bis 3 Unwichtigen, denn in den 3 Stunden täglich Grundschule muss auch noch das Üben für Parada und Tanzübungen für Frühlings-, Herbst- und Winterfest, fast drei Monate Sommerferien, moment, rechne das mal schnell nach, aha, ja, das sind ein Viertel Jahr nur Sommerferien. Dann müssen se noch zu jedem Substantiv eine Zeichnung anfertigen. Mein Fazit: Ja, fünf Minuten täglich Guaranie wäre vollkommen ausreichend, damit noch anderes gelernt werden kann. Und ja, ob das Volk zum Nichtskönnen und sich 15-Fach vermehren aufgezogen wird, um der Obrigkeit das große Fressen zu überlassen, indem sie anstatt Infrastruktur bauen wie Müllverbrennungsanlage bauen, aber das Volk sich in ihrem Müll vergiften und versiffen lässt, das ist eine berechtigte Frage.

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