Über Nacht Land besetzt

Caacupé: Es kann schnell gehen, so wie am vergangenen Sonntag. Über Nacht besetzten etwa 50 Personen, darunter Kinder, ein Grundstück. Nun kämpft der angeblich rechtmäßige Besitzer und seine Kinder verzweifelt gegen die Eindringlinge.

Das besetzte Grundstück liegt bei Kilometer 56,5 an der Strecke zwischen Caacupé und Tobati, Compañia Almada. Es gehört Mercado Pino und seinen Söhnen, laut den Grundbuchaufzeichnungen.

Sie behaupten, dass ihr Areal aus einem Teil von 115 Hektar stamme, das von der Kommission 12 de Mayo für Menschen ohne Landbesitz an sie überschrieben worden wäre.

In der Zwischenzeit haben sich die Landbesetzer schon in Zelten häuslich eingerichtet, denn sie bezweifeln die Rechtmäßigkeit der Überschreibung.

Gustavo Sosa, Staatsanwalt, untersucht den Fall. Er erwähnte, dass es Dokumente von beiden Parteien gebe, die nun geprüft werden und dann eine Entscheidung erfolge.

Quelle: ABC Color

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6 Kommentare zu “Über Nacht Land besetzt

  1. Die gewaltsame Besetzung eines Grundstückes ohne rechtmäßiges Gerichtsurteil ist ein krimineller Akt. Ein solches Handeln darf in einem Rechtsstaat nicht einmal für ein paar wenige Stunden hin genommen werden, ohne daß die Exekutive sofort mit aller Macht eingreift. Ist das nicht so, funktioniert im besten Fall das Rechtssystem nicht, Man will ja nicht gleich von einem rechtsfreien oder gar Willkürstaat sprechen. Doch verantwortliche Politiker sollten endlich grundsätzliche Regeln schaffen, daß sich solche Willkürakte, wie eine Landebesetzung, nicht mehr wiederholen können. Das wäre im Interesse Paraguays, nicht nur im Hinblick auf Rechtssicherheit für Investoren dringend notwendig.

    1. Hat hier irgend jemand behauptet, dass das paraguayische Rechtssystem funktioniert?
      Und wie oft wird in Europa eine Immobilie durch Linke besetzt?
      Aber recht hast Du natürlich!

  2. Wenn arme Campesinos unrecht tun, wird sofort nach dem Rechtsstaat gerufen,
    dass sich die Reichen und die Politiker tag täglich die Taschen aus der Staatskasse füllen interessiert keinen. Manni, auch das ist für Investoren wichtig.

    1. “Arme Campesinos”? Das sind höchstens “arme Mißbrauchsopfer” die von bestimmten Gruppen und Politikern für ihre Zwecke mißbraucht werden! Natürlich sollten sich Investoren dafür interessieren, denn eines Tages könnte sie eine solche “Landbesetzung” auch treffen.

    2. Nur schon der Ausdruck Campesinos ist witzig! Sprich mal mit einem von denen, die haben keine Ahnung von Landwirtschaft. Besetzen, Bäume fällen, bezahlt werden, ev. von Senavitat ein Haus kriegen, dieses verkaufen, und die nächste Besetzung an die Hand nehmen. Das ist hier der Rythmus. Wer mal damit zu tun hatte, dem ist bloss noch zum Weinen zumute.

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