Und keiner interessiert sich für den Schützen

Asunción: Die Ermittlungen zum Fall des schießwütigen Polizisten in Zivil, der vor der ANR Zentrale versuchte Demonstranten mit scharfen Schüssen fernzuhalten, geriet unerklärlicher Weise ins Stocken, während Personen von denen keine Videoaufzeichnungen existieren hinter Gittern sind.

Die Generalstaatsanwältin Sandra Quiñónez, versicherte gestern, dass ihre Staatsanwälte minutiös im Fall des Polizisten Jorge Romero ermitteln. Ob dahingehend etwas mit ihm passiert ist dennoch unklar.

Am 17. März, noch bevor Unbekannte ein Eckteil der Zentrale der Colorado Partei in Brand setzten, lief Romero wie wild geworden vor dem Gebäude herum und schoss auf alle die sich annäherten. Damals war nicht klar, dass er einer von 10 Polizisten ist, die mit dem Schutz der Zentrale beauftragt sind.

Die Richterin Hilda Benítez ordnete Untersuchungshaft von drei Jugendlichen (Vivian Genes, Luis Trinidad und Pedro Areco) an, die vermutlich an dem Brandanschlag beteiligt waren. Laut eigener Aussage waren sie nicht einmal in der Nähe. Obwohl es viele Videos und Fotos vom Brand und den Ausschreitungen gibt, zeigt kein einziges die Inhaftierten davor, was eher an Mangel als auf stichfeste Beweise schließen lässt.

„Ich respektiere die Arbeit, die die Staatsanwälte machen, weil sie einen ziemlich sorgfältigen Job machen, und sie berichten von all den Verfahrensaktivitäten, die sie unternehmen, sagte die Generalstaatsanwältin, als sie im Justizpalast befragt wurde.

Zur Kritik an der Staatsanwaltschaft, die angeblich viele Personen angeklagt hatten sagte Sandra Quiñónez, dass friedliche Demonstranten nicht angeklagt wurden, daher gab es keine „willkürlichen Maßnahmen“.

Wochenblatt / Última Hora

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

1 Kommentar zu “Und keiner interessiert sich für den Schützen

  1. Im Fall der 3 unbeteiligten Jugendlichen, die scheinbar willkürlich inhaftiert wurden gehe ich davon aus, das diese als bezahlte Organisatoren der Proteste gesehen werden. Die Staatsanwälte und Richter sind aber zu feige das offen zu sagen?