Unfall am Cerro Corá: So musste es ja kommen

Colonia Independencia: Nach dem Tod der zwei Touristen auf dem Gipfel des Cerro Corá, der sich im Gelände der Granja Francisca befindet, erkennt ein Berater des Tourismussekretariats die Verantwortung bei der Betreiberin.

Seit ihrer Einweihung wurde die Granja Francisca mehrere dutzend Male von Ministern und Senatoren der Regierung besucht. Erst vor 4 Tagen war die Ministerin für Tourismus, Sofía Montiel de Afara, vor Ort (Beitragsbild) und sich sehr wohl im Klaren, dass hier mehr Aktivitäten als nur Übernachtungen in Bungalows angeboten wird. Es gibt einen Tierpark, man kann campen, einen Wasserfall besuchen und eben auf den Cerro Corá steigen, wo einmal jährlich ein Berggottesdienst abgehalten wird.

Alejandro Nissen, externer Berater der des Tourismussekretariats (Senatur) erklärte, dass die Granja Francisca nur eine Erlaubnis hätte Übernachtungen anzubieten nicht so jedoch Bergsteigen oder Öko-Abenteuer-Tourismus. Er erklärte, dass die Betreiber (in dem Fall Eva Parini de Jandt) verantwortlich im strafrechtliche Sinne wäre. Ein Hinweis über die Jahre hinweg, dass dies notwendig ist kam weder von der Ministerin oder einem Berater, die des Öfteren vor Ort waren.

Obwohl man sich nun versucht zu distanzieren von Bergwandern und angeblich nichts gewußt haben will, war es die Tourismusministerin, die in der Granja Francisca eine Übereinkunft mit der Stadtverwaltung von Independencia, der Departementsverwaltung sowie der Institution Alter Vida und der chilenischen Stiftung für Bergwandern unterzeichnete. Hier der Facebook Post dazu.

Wochenblatt / ABC Color

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11 Kommentare zu “Unfall am Cerro Corá: So musste es ja kommen

  1. Das kann man wirklich so sagen. Der Staat kümmert sich nicht und der Private will verdienen. Es bleibt für mich aber auch dabei, dass der durchschnittliche Paraguayer relativ ungeschickt sein muss. Vielleicht vergleicht man auch einmal mit Argentinien? Wie viel passiert dort bei Einheimischen und ausländischen Touristen? Dort gibt es ja größere Hügel und einen großen See, der sich Atlantik nennt.
    Wie auch immer, will man hier Sicherheit, dann müsste jeder Tourist von einem Profi bis zum Gipfel begleitet werden womit dies also der teuerste Ausflug der Welt wäre. Das kann man wohl abschreiben

  2. Ab sofort fällt der Berggottesdienst aus. Betreten des Geländes verboten. Zuwiderhandlungen erfolgen auf eigene Gefahr.
    Mitteilung an Senatur, Stadtverwaltung von Independencia, der Departementsverwaltung; Nebenabdruck: Institution Alter Vida und chilenische Stiftung für Bergwandern.
    Grund: Aktueller Anlass, Heranziehung zur strafrechtlichen Verantwortung und damit nicht vereinbares Risiko für den Eigentümer.
    Rechtssicherheit in Paraguay?

  3. Hatte ich es nicht in meinem letzten Kommentar, des Vorberichtes, geschrieben! Handelt es sich um einen Ausländer, dann wird streng und unerbittlich ermittelt und bestraft. Ich wage sehr zu bezweifeln, daß der gleiche Maßstab bei Indigenen angewandt würde. Dann hieße es natürlich, daß Einjeder für sich selbst die Verantwortung trägt. Was lernen wir daraus? AM BESTEN NICHTS TUN FÜR DIE ALLGEMEINHEIT. Es könnte immer zu einer Falle werden! Und nur so nebenbei: Wer ist verantwortlich für all die vielen Schlaglöcher in den öffentlichen Straßen die zu tödlichen Fallen werden? Wer ist verantwortlich für alle die vielen hervorstehenden Eisenteile und offenen Schächten auf den Bürgersteigen? Man könnte da noch viel aufzählen. Es ist eben so, Ausländer sind nur gut um hier zu investieren und ansonsten wäre man froh, sie nicht sehen zu müssen. Ich werde immer mehr ernüchtert und stelle fest, wie gut es doch in Deutschland, Österreich und der Schweiz Flüchtlingen aller Welt und Kulturen haben. Freie Verpflegung und Unterkunft, soziale Unterstützungen aller Art, Teddi- und Gummibärchen werden ihnen in Massen hinterher geworfen und Sonderrechte bekommen sie zu jederzeit durch eine weltweit einmalige Kuscheljustiz. Und ihre Gegenleistung? Na ja, sie bereichern die europäische, veraltete und verarmte Kultur.

  4. Und der Staat baut Strassen und ist ab sofort an allen Unfällen schuld.
    Der Messerhersteller ist für alle Messerstechereinen verantwortlich.
    Und überhaupt ist nur deine Mudder schuld die hat dich ja geboren ohne vorher zu fragen.
    Usw. Jeder bekommt einen Schuldigen für seine eigene Dummheit.
    Das Leben steht aus Risiko, und so bleibt es.

    Und trotzdem mein Beileid und gedenkten der Familie.

  5. Das war abzusehen.
    Wir dürfen gespannt sein, welches Kapital die Hinterbliebenen aus dem Tod ihre Angehörigen schlagen werden.
    Die Eigentümer der Granja sind sicherlich sehr reich ( ist ja in den Augen der Leute jeder, der mehr als einen Mangobaum zum Druntersitzen hat ) und können also mucha plata abdrücken.
    Da hat sich sicherlich einer dieser Winkeladvokaten drangehängt, der für die Kläger auf Provisionsbasis arbeitet.
    Je höher die Entschädigung ausfällt, um so höher sein Anteil.

    1. ein ehem. Zahnmed. aus Deutscheland kaufte mit seiner Frau (eine Paraguaya) das Gelände hinter den sieben Bergen und errichtete ein Feriendomizil. Es wurde ein Beschauliches Plätzchen und von der Obrigkeit viel gelobt. Viele Politiker und solche die es gern währen, schlauchten sich da so manches Wochenende durch. Vor einigen Jahren starb dieser fleißige und redefreudige deutsche Mitbürger und hinterließ Frau und Kind. „Winkeladvokaten“ haben sicher bei Eva kein leichtes Spiel.

  6. Nun konnte ich in den Abendnachrichten hoeren, dass der Ehemann vor 2-3 Wochen auch dort in den Bergen toedlich abstuerzte. Eine seltsame Geschichte.

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