Unter anderem wegen fehlendem Nachdruck Paraguays

Bogotá: Kolumbien steigt offiziell aus dem Unasur-Staatenbündnis aus, weil dieses es vermied eine klare Stellungnahme gegen die Repression in Venezuela zu formulieren. Weitere Länder werden folgen.

Kolumbien, Brasilien, Ecuador und Peru sind die Länder, die unter den venezolanischen Migrantenströmen am meisten leiden. Einfach gesagt sind sie nicht darauf vorbereitet.

Der kolumbianische Präsident Iván Duque, der erst kürzlich zur Amtsübergabe in Asuncion zu Besuch war, kündigte an, die Union der südamerikanischen Staaten darüber in Kenntnis gesetzt zu haben, dass sich Kolumbien daraus zurückzieht, weil dieser Block die brutale Behandlung der venezolanischen Regierung gegenüber seinen Bewohnern nicht kritisierte.

„Ich möchte die Kolumbianer darüber informieren, dass ich heute den Außenminister klare Anweisungen gegeben habe eine Karte an die Unasur zu schicken, in dem wir die Behandlung denunzieren und dass wir in sechs Monaten kein Mitglied der Organisation mehr sein werden. Auch Argentinien, Brasilien, Chile, Paraguay und Peru hatten ihren Austritt angekündigt.

Aus Venezuela flohen bisher 2,3 Millionen Menschen vor leeren Regalen, der repressiven Politik und aussichtloser Zukunft bei gleichbleibendem, politischem System. Die Inflation erreichte laut Internationalem Währungsfond 1.000.000 % und das Bruttoinlandsprodukt sinkt nach 16,5% in 2016 und 14% in 2017 nun um 18% in 2018.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Unter anderem wegen fehlendem Nachdruck Paraguays

  1. Charlotte Sauerhering

    Antworten

    Venezuelander könnten ja nach Paragauy einwandern und sich als Lehrer betätigen, Venezuelander sind gemäß Statistik in schulischer Bildung noch vor Paragauy, auf dem zweitletzten Platz in Südamerika.
    Auch Korruption könnten Venezuelander in Paragauy lehren, schließlich sind Venezuelander gemäß Statistik noch einen Platz vor den Paragauy, auf dem ersten Platz Südamerikas.

  2. Der Schritt Kolumbiens ist absolut richtig und setzt ein Zeichen. Man fragt sich aber schon, warum andere südamerikanische Länder, wie Paraguay, sich nicht dazu aufraffen konnten klare Front gegen dieses verbrecherische, kommunistische Regime in Venezuela zu beziehen.

  3. Es genügt einfach nicht, etwas zu wissen, ohne Hintergrundinformationen zu haben.
    Immer wieder melden sich „gewissenhafte Journalisten“ zu Wort und prangern den venezolanischen Präsidenten an. Dass zur Untertützung Maduros mehrere Millionen menschen auf die Straße gehen, wird dabei kaum erwähnt. Genau wie die Gewaltaktionen der oppositionellen Protestler, deren Anführer in der Opposition von den USA finanziert werden.
    Natürlich ereignet sich das Ganze per Zufall in einem Land, das die größten Ölreserven der Welt hat. Auch die Tatsache, dass die von den USA unterstütze Opposition Venezuelas diese privatisieren will, wurde zu keinem Zeitpunkt hinterfragt. Wem nützen die Proteste und was geschieht in Venezuela wirklich?
    Die hungernden Menschen in Venezuela protestieren sei Jahren gegen den korrupten Diktator Maduro. Das ist der gängige Narrativ in den Medien der USA und Europas.
    Die USA boykopttieren Venezuela, und auf Druck der USA auch die EU und die Länder Lateinamerikas. Selbst Medikamente, obwohl bezahlt, wurden nicht geliefert.

    Quelle: der schweizher Wirtschaftswissenschaftler Peter König, langjähriger Mitarbeiter der Weltbank und damit „Insider“.
    Es ist überall das Gleiche. Den USA geht es nie und nimmer um Menschenrechte. sondern der Zugriff auf Rohstoffe wie auch im Irak, Libyen und anderswo. Genauso verhält es sich mit dem Iran. Es geht nicht um Atomwaffen, sondern um den Zugriff auf das Erdöl. Alles andere ist gelogen.

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