Unter Tränen verabschiedet sich der scheidende Bildungsminister

Asunción: Der scheidende Bildungsminister Eduardo Petta verabschiedete sich unter Tränen von der Institution, die zweieinhalb Jahre unter seiner Verwaltung stand und übergab die Leitung an Juan Manuel Brunetti.

Brunetti übernahm gestern als neuer Leiter des Ministeriums für Bildung und Wissenschaften (MEC) die Nachfolge des scheidenden Ministers Eduardo Petta in einer feierlichen Übergangszeremonie.

Petta hielt eine Rede, in der er sich von der Institution verabschiedete und eine Reihe von Aufträgen an den neuen Minister empfahl. Er sagte ihm persönlich, sein “intimster Wunsch” sei, dass Brunetti ernten kann, was er und sein Team während der zweieinhalb Jahre unter seinem Management “gesät” haben.

Einmal, als er seine Person nannte, die das MEC geprägt hatte, brach seine Stimme ab, er hielt seine Tränen zurück und schwieg einige Sekunden. Dann kehrte er zu den Worten zurück, übergab “seine Amtsgeschäfte“ und bat die Bürger um Vergebung, wenn noch etwas zu tun sei und er es nicht getan habe. „Aber wir hatten nie schlechte Absichten”, sagte Petta.

Zuvor hatte er sein Management vor allem bei der Covid-19-Pandemie, näher erläutert. Er rühmte sich, den virtuellen Unterricht eingeführt und paraguayischen Familien mit Lebensmittelpaketen geholfen zu haben, die anstelle von Schulessen als Sozialhilfe geliefert wurden.

„Wir haben alle Anstrengungen unternommen und wirklich werden diese Erfolge in der Lage sein, sie in ihren Händen zu halten, um zu vermitteln, was getan wurde, denn darum geht es, tiefe Prozesse in der Bildung freizusetzen”, sagte er zu Brunetti.

In seiner letzten Rede wies Petta den neuen Minister an, gefährdete Bildungsgemeinschaften bei der Entscheidung über die neue vollständige Aussetzung des Präsenzunterrichts zu berücksichtigen.

Er betonte, dass er sich weder der politischen Klasse noch individuellen Interessen gebeugt habe und forderte Brunetti auf, sich dieser Realität zu stellen.

Er empfahl sogar, jeden Morgen auf die Titelseiten von Zeitungen zu schauen – wie er es “tat” -, um über historische Mängel im Bildungsbereich zu berichten.

Petta war einer der am meisten umstrittensten Minister der Regierung von Mario Abdo Benítez, da er sich während seiner Amtszeit als nicht arbeitsfähig erwies.

Mit einer arroganten Haltung und einer Handlungsweise wie ein Staatsanwalt führte er während der Pandemie einen Rückschlag im Bildungsmanagement durch, der nach Ansicht von Fachleuten der schlimmste Misserfolg in der Bildung nach der Ära von Alfredo Stroessner ist.

Der Senat stimmte sogar dem Misstrauensvotum gegen ihn zu und schlug vor, ihn aus dem Amt zu entfernen. Das Unterhaus sprach ihn jedoch frei.

Das Staatsoberhaupt verteidigte ihn lange Zeit mit aller Kraft, gab aber am vergangenen Wochenende dem öffentlichen Druck nach, um die politische Krise zu besänftigen und einen neuen Amtsenthebungsversuch zu vermeiden.

Wochenblatt / Ultima Hora

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3 Kommentare zu “Unter Tränen verabschiedet sich der scheidende Bildungsminister

  1. Würde ich auch Tränen haben weg vom Trögchen des Steuerzahlers. Immerhin hat er bei Amtsantritt gesagt, dass alle vor ihm Nilpen waren, dass er nun aber da sei und alles besser werde und hiesig Bildungsmisere noch viel besser gemacht hat. Einer der Fähigsten, den sie hier haben, der wir uns bald wieder begegnen, vielleicht 2023 als Präsident.
    Der hiesig Bonsai-Mister vom Mysterium für Bildung, Kultur und Erziehung hat es doch tatsächlich geschafft, dass hiesig LehrerInnen wöchentlich ein paar Hausaufgaben waya Whutsupp versenden zu können in der Lage sind. Bei vollem Gehalt natürlich, ohne auch nur Auslagen für Mobilität und Verpflegung.
    Nicht einmal auf die “übrig” gebliebene Milch zuhanden der Kinder musste die Family der LehrerInnen verzichten. Einfach bei einem Viertel des 7 bis 11 Uhr täglich Arbeitspensums. Der Erschaffer des Bedingungslosen Grundeinkommens für Lehrer sozusagen. Haben alle LehrerInnen bei vollem Gehalt noch genügend Zeit um Privatunterricht zu geben. Selbstverständlich steuerfrei. Da können hiesig LehrerInnen noch üben, selbst ihre hiesig 7 bis 11 Uhr täglich Schul vielleicht abzuschließen. Vielleicht werdens dann sogar hiesig Mister oder Misterin vom hiesig Mysterium für Bildung, Kultur und Erziehung. Sogar die Vierbeiner, die ihre kleinen Herrchen und -innen zur Schule begleiten können vom Pausenhof aus den Unterricht mitverfolgen. Gibt sogar Spezialtoiletten für Vierbeiner gleich neben der Feuerstelle. Und wenns Hunger haben gibt es noch feine, gesunde Leckereien wie Caramelos, Amburguesas, Empanadas uwm. in der Schulkantine. Naja, mir sagte mal eine Eingeborene, die hiesig Schule sei nicht zum Lernen da, sondern um die Kinder zu sozialisieren. Naja2, mit viel Vorbereitung zum Frühlingsbaile, Fila-Stehen und Chesus danken, dass alle gesund seien und es für alle etwas zu Essen auf dem Tisch gäbe, Militärparada zum Nationalfeiertag und viel Fußball werdens durchaus auch alle sozialisiert. Und das alles in kardinal 7 bis 11 Uhr täglich Schul. Wenn es nicht regnet, nicht zu viel calor, nicht zu viel frio, das Dach nicht leckt, die LeherInnen nicht streiken oder in Reunion sind. Aber welchen Lehrer interessiert es schon, ob die Schüler auch zur Schule kommen. War halt gerade das Möfi defekt, der Papa noch blau, oder Windhöschen bis zu 2 km/h.

    1. Ja, wirklich auch nichts getan hat.
      Niemand tut hier was, was ihm letztedlich die Karriere kosten könnte.
      Der Sumpf ist sowas von tief, einfach unvorstellbar!
      Da helfen nur noch Hanfseile an Laternen und Bäumen.

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