USA liefern Anführer der Hisbollah an Paraguay aus

Asunción: Der internationale Verbrecher Ali Issa Chamas, der als einer der Anführer der Hisbollah gilt, wurde vor einer Woche von der Regierung der Vereinigten Staaten nach Paraguay ausgeliefert, um ihn wegen internationalen Drogenhandels vor Gericht zu stellen.

Chamas war 2016 in Paraguay festgenommen worden, als er versuchte, 39 Kilo Kokain vom Flughafen Guarani bei Minga Guasú in die Türkei zu schicken. Das Rauschgift sollte zwischen 500 Kilogramm Rollen Plastikfolie versteckt werden.

Die Staatsanwältin Lorena Ledesma klagte den Libanesen schließlich wegen internationalen Drogenhandels, Vermarktung und Besitz von Drogen an, doch im folgenden Jahr, 2017, wurde er in diesem Fall mit einem opportunistischen Ansatz begünstigt, einer Strategie, die in Wirklichkeit dazu diente, seine Auslieferung an die Vereinigten Staaten zu erleichtern.

Es stellte sich heraus, dass das amerikanische Justizsystem den Bewegungen von Chamas gefolgt war, der als einer der Hauptfinanziers des von der Hisbollah weltweit entwickelten Terrorismus identifiziert worden war.

Offenbar erzielte der Libanese eine Vereinbarung mit der Bundesjustiz der Vereinigten Staaten, die ihm eine leichte Strafe von drei Jahren Gefängnis einbrachte, weil er kollaboriert und aufgedeckt hatte, wie die Struktur der gefürchteten Terrororganisation funktioniert.

Nun, sobald er seine Strafe verbüßt hatte, gaben die USA den Gefangenen nach Paraguay zurück, damit sein Prozess wieder aufgenommen und er 2016 auch für diesen Fall bestraft werden kann.

Der Fahrer des Libanesen Josimar de Vilas Boas Chiquette zum Beispiel wurde zu 15 Jahren und der Manager des Netzwerks, Salvador Bobadilla, zu drei Jahren Haft verurteilt.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “USA liefern Anführer der Hisbollah an Paraguay aus

  1. Dümmster anzunehmender Austerreicher

    „Der Fahrer des Libanesen […] wurde zu 15 Jahren und der Manager des Netzwerks, […] zu drei Jahren Haft verurteilt.“
    Na, ist ja auch logisch man! Ich rate, der Manager konnte Rittersport, die grüne mit 100.000 Nüssen, an hiesig Kindergardenjustiz spenden und der Fahrer nicht. Na, der Fahrer hatte ja auch einen um Faktor 5 besseres Gehalt als der Manager. Ist doch alles logisch, jo man!

  2. Der Libanesen waere besser gefahren, wenn er in die BRD ausgeliefert worden waere statt in die USA. Eine Haft in der brd ist ein legaler Aufenthalt und fuehrt nach wenigen Jahren zu einem Daueraufenhaltsrecht mit allen Sozialleistungen.

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