Verkehrsunfälle – Grund für Trauer am vergangenen Wochenende

Asunción: Mal wieder wurde eine Statistik veröffentlicht, bei der klar zum Vorschein kommt, dass Fahren auf paraguayischen Straßen sehr risikoreich ist. Nicht alle Todesopfer sind auch die Verursacher der Unfälle.

Jedes Jahr könnten 500 Menschen mehr am Leben bleiben wenn sie das Wochenende nicht mit Alkohol auf den Straßen verbringen würden.

An den vergangenen zwei Tagen wurden auf paraguayischem Territorium 21 Tote registriert die entweder Unfällen oder Verbrechen zum Opfer gefallen sind. Etwa die Hälfte, zehn, sind Verkehrsunfallopfer.

Während am Samstag vier Menschen bei den besagten Unfällen verstarben waren es am Sonntag sechs, informierte heute Morgen die Pressestelle der Nationalpolizei. Die andere Hälfte setzt sich aus fünf Tötungsdelikten, zwei Selbstmorden, ein Stromschlagopfer, ein Ertrunkener und zwei noch zu klärenden Fällen zusammen.

Ebenso meldete die Straßenpolizei, dass bei diversen Kontrollen im Land erneut 230 alkoholisierte Fahrer registriert wurden, was einerseits wegen den hohen Temperaturen zustande kommt und anderseits wegen dem 100-jährigen Bestehen des Fußballklubs Cerro Porteño, welches letzte Nacht ausgiebig gefeiert wurde. Natürlich ist dadurch der Alkohol nicht zu entschuldigen aber die Mehrheit derer die trinkt und fährt hat nach wie vor kein schlechtes Gewissen, woraus eben registrierte Unfälle resultieren.

(Wochenblatt / Abc)

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5 Kommentare zu “Verkehrsunfälle – Grund für Trauer am vergangenen Wochenende

  1. „hat nach wie vor kein schlechtes Gewissen, woraus eben registrierte Unfälle resultieren.“

    Viele Jahre lang galt 0.8 Promille in Ländern Europas als NICHT alkoholisiert und unbedenklich. Komisch, daß hier in Paraguay plötzlich alles über 0,0 Promille (über 0.4 Promille sogar als Straftat!) als „betrunken“ gewertet wird.

    Wenn jetzt dieser Mini-menge die Schuld an der Verkehrslage gegeben wird, dann frage ich mich, ob das natürliches Unwissen oder absichtliche Dummheit ist?
    Nun ja, mit der Tatsache, daß es keine Fahrschulen gibt, wird es ja wohl nicht zusammenhängen, oder etwa doch?

  2. Ich finde die 0,0 Promille auch etwas stark übertrieben. Besser wären 0,5, d.h. man dürfte wenigstens ein Glas Wein trinken.
    Aber hier in Paraguay macht es wahrscheinlich Sinn, denn die Menschen hier sind wahrscheinlich nicht so diszipliniert wie in Europa. Ich weiss dass dies eine Unterstellung ist und Disziplin immer noch vom Individuum abhängt.
    Sukowsky Kommentar Betreffend Rechtsanwaltlobby leuchtet aber ein. Ich trinke zwar nie Alkohol, aber als ich dies noch tat, war ich bei 0,4 Promille noch lange nicht besoffen.
    Ich bin froh, dass ich hier in PY keinen Tropfen Alkohol trinke, habe mir damit mit Sicherheit schon viele gefährliche Situationen erspart. Obwohl ich Auto und Motorrad fahre, muss ich sagen, so wie manche Motorrad fahren, so erstaunt es mich nicht, wenn sie – mir gerade noch bei für sie rot 5 cm vor der Stossstange hindurch geschlüpft sind – an der nächsten Kreuzung an der Stossstange eines Fahrzeuges kleben.

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