Verraten und verkauft

Pedro Juan Caballero: Während die Polizei einen Ausbrecher suchte, der nicht einmal geflohen war, wurde ein anderer, der sich stellte, geschlagen wurde, weil er sagte wie der Ausbruch wirklich ablief, entwickelt sich alles zu einem riesigen Skandal. Alles wirkt verraten und verkauft.

Obwohl die Polizei zwanghaft versucht die Flüchtigen einzufangen, gehen ihnen nur kleine Fische ins Netz. Einer der sich stellte, sprach zu viel mit der Presse. Javier Benítez Vera erklärte aus dem Tunnel geflüchtet zu sein, während die PCC Größen durch den Hauptausgang spazierten, was auf Wärter als Komplizen schließen lässt. Da dies wohl auch auf Videobändern zu sehen ist, die niemals ans Licht kommen werden, wurde der Geständige so lange gefoltert, bis er die Version änderte und alles widerrief. Jetzt, so Benítez Vera, verließen alle das Gefängnis durch den Tunnel und keiner der Wärter half dabei.

Entschuldigung, aber was soll so eine Märchenstunde? Jetzt reinen Tische zu machen wäre von Grund auf notwendig, ansonsten gewinnt der Gedanke mit der Amtsenthebung noch an Fahrt. Wem ist damit geholfen?

Wochenblatt

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7 Kommentare zu “Verraten und verkauft

  1. Ich sage es nochmal, Georgien hat seine Korruption in den Griff bekommen, indem es einmal ALLE Polizisten und viele Staatsdiener entlassen hat.
    Das sollte Paraguay auch machen. Denn es ist unglaublich, was sich in diesem Dreckloch abspielt.

    1. jeder Staat der zu viele Polizisten hat, kauft sich die Verbrechen ein……. fuer jeweils 400 Buerger darf es nur einen Polizisten geben…. wenn das Verhaeltnis zu Gusten der Polizei steigt, steigt die Kriminalitaet in Potenz…. das gleiche habe ich in Rumaenien erlebt, da hatte die Polizei sogar jeden Tag eigene Fernsehzeiten…. und haben nur angegeben…….

  2. Und wie sollen die frittengefressenen Drogenbosse sonst in den Freigang gelangt sein? Etwa durch diese 25×25 cm Loch?
    Es freut mich jedoch, dass der Paragauy schon über die Technologie verfügt Videos auf Bänder aufzunehmen. Die kann man mit einer Schere einen Teil wegschneiden und wieder mit Klebeband zusammenkleben.

  3. Wenn jemand die Wahrheit sagt wird er gefoltert! Sollten nicht die Folterer eingesperrt werden und nie wieder Staatsbedienstete werden duerfen? Als Ausgleich fuer die illegale Folterung sollte er entlassen werden – ggf sogar mit Personenschutz – und der Rest der Beteiligten fuer viele Jahre gesiebte Luft schnuppern lassen.
    Wie soll man in Paraguay denn Staat und Justiz vertrauen bei solchen Vorkommnissen?

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