Viehzüchter rodet 3.000 Hektar und wird hart bestraft

Filadelfia: Das Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Mades) berichtete, dass der Viehzuchtbetrieb San Miguel mit einer Höchststrafe für die Rodung von 2.974 Hektar in Filadelfia bestraft wurde. Die Geldbuße für jeden Hektar beträgt etwas mehr als 500.000 Guaranies.

Der Betrieb San Miguel, im Besitz von Miguel Angel Garcia, wurde mit 20.000 Tageslöhnen des Mindestlohns für eine Verletzung des Gesetzes 294/93 bestraft. Nach Angaben des Umweltministeriums wurden 2.974 Hektar gerodet.

Die Geldbuße in Höhe von ca. 1,6 Mrd. Guaranies ist die vom Ministerium Mades verhängte Höchststrafe für schwere Vergehen im Umweltsektor.

Nach Angaben der Rechtsberater der Umweltbehörde hat der Eigentümer eine Frist von 10 Tagen, um das entsprechende Bußgeld zu zahlen. Andernfalls wird Mades den Fall bei den Justizbehörden vorlegen.

Die Rodung wurde entdeckt, nachdem die Inspektoren von Mades im Februar letzten Jahres eingegriffen hatten.

Die Verletzung des Umweltgesetzes wurde für die Anpflanzung von Weideland als Teil der Infrastruktur vorgenommen, um die Durchführung der Viehzucht weiter voran zu treiben, ohne dass eine von der Behörde Mades ausgestellte Umweltgenehmigung oder ein anderer Nachweis über die Änderung der Landnutzung vorliegt. Das führte zur Eröffnung einer Zusammenfassung und endete mit der Sanktion.

In Artikel 4 des Gesetzes 294/93 heißt es, dass man mit einer Haftstrafe von drei bis acht Jahren und einer Geldstrafe von 500 bis 2.000 gesetzlich festgelegten Mindestlöhnen für verschiedene nicht spezifizierte Tätigkeiten bestraft werden kann, einschließlich solcher, die Abholzung, Verbrennung von Wäldern oder Handlungen durchführen, die das Ökosystem ernsthaft schädigen.

Es wurde weiter betont, dass die Verpflichtung zur Wiedergutmachung der von den Tätern verursachten Umweltschäden unabhängig von den verhängten Bußgeldern und / oder Strafen in der Regel immer festgelegt ist.

Wochenblatt / Ultima Hora

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5 Kommentare zu “Viehzüchter rodet 3.000 Hektar und wird hart bestraft

  1. Ist das ein Übersetzungsfehler, oder soll das ein dummer Witz der Regierung sein? 500.000 GS Geldstrafe je Hektar brandgerodeter Fläche. Das bezahlt doch ein Grundbesitzer aus der Portokasse und steht in keinerlei Verhältnis zum künftigen Ertrag je Hektar Fläche bei landwirtschaftlicher Nutzung. Kein Wunder, daß eine solche „Strafe“ keine abschreckende Wirkung zeigt. Aber das ist ja wohl auch so beabsichtigt. Und daß jemals ein Brandroder deshalb im Gefängnis gelandet wäre hat man auch noch nie gehört. Ein solches Gesetz dient doch nur als Alibi gegenüber internationalen Verpflichtungen zur Einhaltung von Wald- und Naturschutz. Sprücheklopfer und Täuscher haben eben hier das Sagen.

    1. Wenn die internationalen Beobachter auf diese Täuschung hereinfallen und nicht erkennen oder bewusst nicht erkennen wollen, dass rd. 73 € Geldbuße pro ha ein reines Alibi sind liegt die Schuld auch in diesem Bereich. Die Geldbußen für so manches läppische Verkehrsdelikt liegen wesentlich höher.
      Auf die Lügenrede des ehemaligen Präsidenten HC auf dem Weltklimagipfel 2015 reagierte nur der WWF mit Empörung, von den teilnehmenden Politikern kam Schweigen: https://wochenblatt.cc/reaktionen-auf-den-klimagipfel/ und https://wochenblatt.cc/cartes-rede-auf-dem-klimagipfel/
      Auf derartigen Konferenzen legen Politiker keinen Finger in offene Wunden sondern verbreiten ihre heiße Luft um danach
      mit den unverbindlich vereinbarten Luftschlössern zufrieden und vollgefressen wieder heimzureisen.

  2. Kuno Gansz von Otzberg

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    Also 2000 Mindesttagesloehne x 80000 Gs/Mindesttageslohn = 160 Millionen Guaranies pro Hektar x 2974 Hektar = 475 Milliarden 840 Millionen und ein paar Zerquetschte Guaranies. Dieses waere die Hoechststrafe.
    Das sind in etwa 67.9 Millionen Euro.
    Und dann kann der Richter noch den Tageslohn erhoehen je nachdem der Umweltsuender reich ist – oder verdient er pro Tag ein Mindesttagegeld? Nein er fakturiert sicherlich nicht 2.1 Millionen Guaranies pro Monat. Deshalb ist der Mindesttagelohn immer die unterste Schwelle und nie die hoechste. Der Himmel ist die Obergrenze bei der Verrechnung des Tageslohnsatzes.
    Es waere ja ein leichtes dann 20 Jahre lang ungehindert 5 Millionen Hektar zu roden und dann 1.6 Milliarden Gs Strafe zu zahlen.
    Der Richter muss entweder diese Klagen fraktionieren oder den Tageslohnsatz anpassen.
    Also die Strafe sollte bei 475 Milliarden Gs (rund 67 Millionen Euro) und ein paar Zerquetschte liegen – aber so wie dieses buendelt mn die Strafe bis man alles gerodet hat und zahlt dann schnell eine geringe Summe von 1.6 Milliarden Gs. Der Richter hat beide Augen zugedrueckt…

    1. Kuno Gansz von Otzberg

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      Addendum.
      Ja @simplicus hat recht. Diese 1.6 Milliarden zahlt ein Viehzuechter aus der Spesenkasse (ein Urlaub weniger auf den Cayman Inseln).
      Wenn jedes Rind rund 500 Kg wiegt und der Viehzuechter 5000 Gs pro Kilogramm Lebendgewicht bekommt so sind das 2.500.000 Gs was er pro Rind verdient. Daher 1.600.000.000 Gs Strafgeld / 2.500.000 Gs Einnahmen pro Tier = 640 Rinder was er dafuer verkaufen muss. Und 2974 Rinder kann er auf diesen Neurodungen von 2974 Hektar halten. Das heisst diese Strafe stellt in etwa die Produktion von rund 2.5 Monaten des Viehzuechters dar. Also nach 2.5 Monaten Viehhaltung (im Wert dessen) hat er die Strafe abgebrummt. Gesetzt der Fall er Haelt und verkauft 2974 Rinder pro Jahr so haben die alle 1 Kaelbchen geboren und somit hat er wieder naechstes Jahr 2974 Rinder stehen wenn er davon 640 heute verkauft. Die Strafe kostet ihn also gerademal 2.5 Monate Viehproduktion. Waehrend 475 Milliarden eine eher viel realistischere Strafe darstellt denn dann wuerde er 2974 Rinder pro Jahr x 5000 Gs = 14.8 Milliarden pro Jahr einnehmen mit den 2974 Rindern. Er nimmt also 14.8 Milliarden ein, muss aber 475 Milliarden abzahlen was ihm dann rund 32 Jahre dauern wuerde (475 Mille durch 14.8 Mille pro Jahr = 32 Jahre). Das waere ein saftiger Knochen fuer den Ganadero bei dem ich raten wuerde schon jetzt anfangen zu kauen – vielleicht hat man den dann in 32 Jahren durchgekaut. So wie dieses wie im Artikel zahlt er nur 2.5 Monate waehrend er eigentlich 32 Jahre zahlen muesste.

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