Viel reden, nichts tun

Villa Florida: Vizepräsident Juan Afara war bei einer Schuleinweihung zugegen. Dabei beklagte er, dass Politiker, “die viel reden, Menschen täuschen und nichts für das Land tun“. Internationale Organisationen übten aber auch Kritik.

Afara erklärte, die Regierung würde die Bildung in Paraguay vehement unterstützen, während nach den neuesten Untersuchungen von der UNESCO und der IDB das Land immer noch die schlechteste Infrastruktur bei den Schulen in der Region hat.

„Es gibt Führer, die reden und versprechen eine Menge. Was aber wirklich passiert ist gar nichts, so werden die Menschen und die Presse getäuscht“, erklärte Afara im Rahmen der Eröffnungszeremonie auf dem Nationalen Schulgelände Florideño in Villa Florida, vermied aber konkrete Namen zu nennen.

Es müsse, laut Afara, weniger gesprochen und mehr gearbeitet werden. Die öffentliche Politik unter Horacio Cartes fördert Verbesserungen für alle Menschen, unabhängig von politischen Fraktionen.

„Das Land bewegt sich in seiner Entwicklung voran, weil die Regierung ein Engagement für die Bürger macht und so alle Menschen erreichen will“, erklärte Afara. Es gibt Stipendien für Studenten und Lehrer, Schulen und Universitäten werden gebaut und Computer werden bereitgestellt. „Keine andere Regierung hat so viel für das Land im Rahmen der Bildung getan“, betonte der Vizepräsident. Aber, so Afara weiter, seien viele immer noch nicht mit dem zufrieden, was erreicht worden wäre.

Eine Studie der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) und der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung Wissenschaft und Kultur (UNESCO) kommt zu dem Schluss, dass Paraguay in der Schulinfrastruktur und der Ausbildung der Schüler das schlechteste Land in der Region ist.

Quelle: ABC Color

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4 Kommentare zu “Viel reden, nichts tun

  1. Ist das nicht komisch? Da redet Vizepräsident Juan Afara davon, daß „Politiker die viel reden Menschen täuschen und nichts für das Land tun“. Ist dieser Herr nicht auch ein Politiker? Ist er nun die berühmte Ausnahme oder wirft er Nebelkerzen?

    1. Schließlich ist in der „heiligen Schrift“ zu lesen: Eurer Reden sei jaja, nein nein, und was darüber ist, das ist vom Übel.
      Leider weiß ich nicht mehr, in welcher Bibel-Ausführung diese Aussage zu finden ist.

  2. „Keine andere Regierung hat so viel für das Land im Rahmen der Bildung getan“, betonte wer? Aha, der Vizepräsident (der Regierung(?)).
    Als ich noch in Europa lebte und dazu bestimmt war für die nächsten 40 Jahre bis zur Rente täglich die selben Handgriffe und Pendler-Kilometer bis zum Beatmetenhäuschen der Stadt zu absolvieren, bin ich eines Tages vom Unter- zum Oberbeatmeten aufgestiegen worden. Was ich da antraf, man, kann ich Ihnen schreiben, ein Desaster. Alle meine Vorgänger hatten alles falsch gemacht. Das war kaum noch wieder richtig zu stellen. Doch als fleißiges Beatmetchen habe ich viel Heu aus dem Trog des Steuerzahlers erhalten und alles wieder geregelt. Nicht zuletzt aufgrund meines Fleißes und Könnens.
    Doch eines Tages hat mir die täglich stundenlange Diskussion über das Wetter am Kaffeeautomaten mit meinen Mitbeatmeten einfach keinen Lebensinhalt mehr gegeben und so habe ich meine Ärmelschoner an den Nagel gehängt und habe ein Gesuch auf Versetzung in frühzeitigen, lebenslangen Ruhestand auf Kosten des Steuerzahlers gebeten. Und siehe da, seit ich nicht mehr im Beatmetenhäuschen täglich nach dem Rechten sehe wird alles falsch gemacht und alles geht den Bach herab.
    Ich denke, ich werde mich beim Ministerium de Educación für ein Pöstchen als Hautbeatmeten bewerben, damit sie endlich einen fähigen Mitbeatmeten bekommen. Das wird sicher nicht einfach all das was schlecht gemacht wurde wieder in Ordnung zu bringen.

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