Visa-Geschäftsführer sieht Kryptogeld bald als salonfähig an

Alfred Kelly, Geschäftsführer von Visa sagte kürzlich, dass sich Kryptowährungen als etabliert hätten und nicht nur ein kurzlebiger Wahnsinn sind. Dennoch will er nicht zu viel Werbung dafür machen, da es nicht sein Geschäftsfeld ist.

Kelly, der seit 3 Jahren an der Spitze des Kreditkartenunternehmens steht, sagte „Die Sache an unserem Geschäft, die ich wirklich mag, ist, dass wir keine Gewinner und Verlierer auswählen. Wissen Sie, während Sie und ich heute hier sitzen und miteinander reden, weiß ich nicht, inwieweit Kryptowährungen abheben werden. Werden wir in fünf Jahren sagen, dass es eine Modeerscheinung war und keine große Sache? Oder werden sie extrem zum Mainstream werden?“

Logischerweise will Kelly, „dass das Kreditkartenunternehmen an einem Wachstum teilnimmt, wenn digitale Assets extrem zum Mainstream werden sollten“. Kelly machte diese Bemerkungen, als er mit Fortune-CEO Alan Murray Podcast sprach. Der Visa-Chef argumentierte, „das Unternehmen würde mitten im Krypto-Boom das Beste aus der Geschäftsmöglichkeit herausholen“.

Kelly erklärte, dass ein Unternehmen einen neuen Ansatz bezüglich der Geldbewegung verfolge, da Zahlungen allein zukünftig nicht das alleinige Ziel von Visa sei. Sie wollen unter anderem den Kauf von Bitcoins ermöglichen, wobei sie nicht die ersten aus dem etablierten Segment sind, denn die Investmentbank Morgan Stanley, so der Fernsehsender CNBC, wird seinen Kunden Zugang zu Bitcoin-Fonds anbieten. Damit ist sie die erste führende Bank aus den USA, die diesen Schritt unternimmt. Morgan Stanley verwaltet derzeit über 4 Billionen US-Dollar für seine Kunden. Deren Einstieg in den in en Bitcoin könnte für den Kryptomarkt eine enorme Bedeutung haben.

Die Investmentbank geht bei ihrem Schritt nur auf Kundenwünsche ein, die mehr und mehr nach dieser Möglichkeit zu investieren nachfragen. Der steigende Kurs des Kryptogeldes blieb den Blicken der Finanzdienstleister nicht vorenthalten.

Kein Ahnung ob ein Einstieg über Morgan Stanley notwenig ist oder nicht. Wer jedoch im kleinen Stil beginnen und probieren will, kann auch eine der Handelsplattformen nutzen, öffnen sie ein kostenloses Handelskonto und nach der Freischaltung können sie ihr erstes Geld in Bitcoin investieren.

Einige bekannte Personen aus dem Finanzsektor haben ihre ersten Bewertungen zum Bitcoin auch schon revidiert, wie beispielsweise der amerikanische Investor Howard Marks, ein Skeptiker, der einen Sinneswandel erlebt hat. Der Investor hatte den Bitcoin in den letzten vier Jahren konsequent abgelehnt, weil dieser nicht real sei. Er besann sich jedoch und hat zugegeben, seine Ansicht zum Krypto-Asset könnte falsch gewesen sein. Howard Marks ist Mitbegründer von Oaktree Capital – einer Investmentfirma, die sich hauptsächlich mit belastete Wertpapieren befasst. Der Milliardär gab kürzlich in einem Interview mit Korean Economic Daily zu, dass er sich zunehmend für das Krypto-Asset erwärmt. Er erklärte weiter, dass er es bereute vor 4 Jahren Kryptowährungen als „unbegründete Modeerscheinung“ bezeichnet zu haben. Marks sagte, dass seine abweisenden Bemerkungen zu dieser Zeit eine „Kurzschlussreaktion ohne Informationen“ gewesen seien.

Aufgrund seiner damals schwankenden Kurse wurde der Bitcoin von vielen Anlegern kritisiert und abgelehnt, ganz besonders von denen, die an traditionellen Vermögenswerten Interesse hegen. Der Bitcoin hielt sich im Laufe der Jahre über Wasser und blühte weiter auf, sodass diejenigen, die ihn abgeschrieben hatten, sich jetzt revidieren müssen.

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