Von Hilfsbereitschaft kein Spur

Itauguá: Seit mehreren Jahren schon wohnt eine alleinerziehende Mutter im Alter von 70 Jahren mit ihren drei schwerbehinderten Kindern im Alter von 27, 31 und 41 Jahren in einem Haus, was mehr als einfach eingerichtet ist. Nachdem eine staatliche Organisation (Defensoría del Pueblo) den Wohnort begutachtet hat suchte sie örtliche Unterstützung bei der Stadtverwaltung und dem Krankenhaus. Nach mehr als 10 Tagen ohne jegliche Reaktion von beiden Stellen ist festzustellen, dass die Verteidiger behinderter Menschen nirgends für ernst genommen wurden. Erst vor wenigen Monaten starb ein viertes Kind der betagten Alleinerzieherin wegen fehlender medizinischer Behandlung.

Obwohl der Mutter an dem Zustand der Situation eine Mitschuld gegeben werden kann zeigen sich auch die Behörden, sei es staatlich oder städtisch, was sie bereit sind für ihre Bürger zu tun. In diesem Sinne wird daran erinnert, dass am 10. Mai, der erste Jahrestag zur Ernennung von Horacio Cartes als Präsident gefeiert wird. Dieses Fest soll laut parteiinternen Angaben 5 – 6 Milliarden Guaranies kosten, wovon 300.000 US-Dollar, rund 1,35 Milliarden von Cartes selbst gedeckt werden sollen. Mit etwas Wille würde des Geld auch in karitative Kanäle fließen, ohne Zwischenfilter.

(Wochenblatt / SNT)

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8 Kommentare zu “Von Hilfsbereitschaft kein Spur

  1. Bis zum nächsten WAhlkampf ist es noch lange hin. Warum also soll unser Präsident sein hart verdientes Geld armen Menschen geben?

  2. Es ist schade, daß die Stadtverwaltung oder auch eine karitative Stelle hier nichts unternimmt.
    Behinderte sind Menschen wie alle anderen auch.
    Und deren Vertreter sind auf jeden Fall ernst zu nehmen mit Ihrem Anliegen.
    Ich hoffe, dass hier doch noch etwas geschieht – ohne Zwischenfilter (Abkassierer), wie schon oben geschrieben.

  3. Was diese Frau seinerzeit gebraucht haette, waere eine aerztliche Beratung in der man ihr klar gemacht haette, dass man mit so offensichtlich beschaedigter Erbmasse keine Kinder auf die Welt bringt. Da die Kinder nun einmal da sind, sollten sie wohl auch etwas Hilfe erhalten, nur fehlt in Paraguay einfach komplett das Verantwortungsbewusstsein, sowohl beim Staat als auch beim Buerger selbst.

    1. Steht doch da wie alt „die Kinder“ sind! 27, 31 und 41 Jahre….. Man kann nur hoffen das „die Kinder“ nicht weitere behinderte Kinder produzieren

  4. Und wer soll da wie helfen? Es gibt in Paraguay ueberhaupt keine Einrichtungen fuer Schwerstbehinderte. Ausserdem haette man vielleicht vor vielen Jahren die Frau mal drauf hinweisen sollen aufzuhoeren behinderte Kinder in die Welt zu setzen

  5. So, so auch hier ist also der Präsident mitverantwortlich….
    Habe ich nicht irgendwo gelesen, dass er Dinge selbst finanziert, die vorherige Präsidenten aus der Staatskasse bezahlt bekamen? Da wäre z.B. seine Fluggelegenheit. Jetzt zahlt er einen nicht unerheblichen Teil seiner Feier. Das hat bisher keiner gemacht. Ok, er hat das Geld, aber müssen müßte er nicht.
    Also Leute, hört auf zu meckern.
    Nun zu der „mitschuldigen“ Frau. Wir leben in einem katholischen Land. Verhütung und erst Recht Abtreibung sind verboten. Was sollte sie also machen? Abends im Bett „nein“ sagen? Das hätte der Mann/Partner verboten.
    Also laßt die KIrche im Dorf und urteilt nicht nach europäischen Massstäben.
    Finanzielle und menschliche Hilfe wären auf jeden Fall angebracht. Vielleicht wohnt ja jemand in der Nähe, der vielleicht mal mit ihr zu einem der Ämter gehen würde anstatt nur zu kritisieren.

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