Vor- und Nachteile der Möglichkeiten den Ypacaraí See zu reinigen

San Bernardino: Gewässerspezialisten, Biologen und Chemiker haben sechs Möglichkeiten bekanntgegeben, wie man den See reinigen kann. Es sprechen einige Gründe dafür, andere dagegen. Der Staat wird ein bis zwei Möglichkeiten, eventuell kombiniert auswählen und durchführen.

Während die Wasseroberfläche des Ypacaraí Sees mehr als 2 Millionen Ciano Bakterien auf einen mm³ zählt, befinden sich auch alle Typen von Metall in dem Gewässer.

Fünf Monate nach dem die Ciano Bakterien nachgewiesen wurden, zumindest offiziell, wurden diverse Formeln ausgearbeitet, um den See zu reinigen. Ausländische Wissenschaftler wurden eingeflogen und um Rat gebeten.

Möglichkeit 1: Wie Marinus Pool und Alberto Boccato aus Italien erklärten wäre eine Ausbaggerung notwendig und würde dabei die giftigen Algen verschwinden lassen. Das Problem jedoch ist laut einem Wissenschaftler, der nicht namentlich genannt werden will, dass auch Chrom und Arsen aus dem Boden freigesetzt wird, was erneut die Gesundheit der badenden Bevölkerung schädigt.

Möglichkeit 2: Tecnosoles

Diese Alternative sind Gesteinsinseln, die die Giftstoffe aufnehmen. Diese Variante wurde von Spaniern entwickelt. Die Effektivität ist ebenso wenig klar wie die Dauer. Es kann sein, dass diese Variante nur die Anzahl senkt jedoch nicht eliminiert.

Möglichkeit 3: Die Öffnung des Rio Salado

Der Staat schaut auch auf diese Möglichkeit, den Abfluss komplett zu öffnen. Diese Variante kann jedoch nur mit viel fallendem Regen funktionieren, damit nicht andere Teile des Abflusses vergiftet werden.

Möglichkeit 4: Umleitung des Yukyry Baches

Die Umleitung des kontaminierten Baches würde zwar einerseits den See von Giftstoffen entlasten jedoch würde der Rio Salado und sogar der Rio Paraguay damit belastet werden. Als reinigender Zufluss ist er nicht geeignet.

Möglichkeit 5: Reinigung der Oberfläche

Mit der Reinigung der Seeoberfläche würden dem Gewässer viele Giftstoffe genommen, was vorteilhaft wäre. Der Nachteil an dem ersten Schritt ist die Deponierung der giftigen Algen und ihre endgültige Eliminierung.

Möglichkeit 6: Einbringen von Wasserstoffperoxid

Diese Variante der Sauerstoffzufuhr wurde letzte Woche schon in Areguá ausprobiert und verhalf zumindest um eine Verminderung des lästigen Geruchs. Inwiefern es eine echte Lösung zur Rekuperation des Sees ist, bleibt fraglich.

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6 Kommentare zu “Vor- und Nachteile der Möglichkeiten den Ypacaraí See zu reinigen

  1. Mann ! ! ! Es hat doch alles keinen Sinn wenn nicht die Verursacher gestoppt werden , die ihren Mist in den See direkt oder indirekt einleiten !
    Danach können doch erst die im Artikel genannten Maßnamen aktiviert werden um zu wirken ! Oder sehe ich das alles falsch.?

  2. Das Einzige was klar ist, dass überhaupt nichts klar ist und keiner weiss was zu tun ist. Und das wiederum wird zu dem führen, was viele befürchten, dass überhaupt nichts getan wird.

    Man versucht alles zu tun oder nicht zu tun, aber nur das Einzige nicht was getan werden müsste, nämlich die Zuflüsse von Abwässern zu befreien.

    Würde der See alleine vom Gerede sauber werden, dann hätte das Wasser bereits Trinkwasserqualität.

    1. Ich fand die Lösung mit dem H2O2 super genial. Das war vielleicht 0.02% oder weniger Ausschlag in Bezug auf die Wassermenge und kommt dem Sinn gleich in der Toilette mit Antibakteriellem Duftspray das „Problem“ zu beseitigen anstatt zu spülen 🙂

  3. Achso, darf man das überhaupt noch Wasser nennen wenn da 0% Sauerstoff drin ist? Ergibt das nicht Wasserstoff + unbekanntes alles andere in flüssiger Form? Wäre das dann wirklich reiner Wasserstoff, müsste man nicht ein Rauchen verboten Schild aufstellen?

  4. Wäre das Gänze nicht so traurig, man müsste darüber lachen. Ich stell mit gerade vor, es kommt zu einer chemischen Reaktion und der See beginnt in die Luft zu fliegen. Ist natürlich als Spass gemeint.

  5. So unrealistisch ist das aber gar nicht. In einigen Industriestädten in den USA war es früher keine Seltenheit, dass verseuchte Flüsse gebrannt haben und gelöscht werden mussten, damit Brücken und Schiffe nicht beschädigt werden. Da haben auch die ganzen Fabriken ihren Dreck reingeleitet. Wenn in den See weiter irgendwelche chemischen Abwässer reingekippt werden, kann auch dieser je nach Zusammensetzung irgendwann mal leicht entflammbar werden und anfangen zu brennen wenn einer seine Zigarette reinwirft. Das ist alles nur eine Frage der Konzentration der vielen Gifte und Chemieabfälle…

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