Vorbeugen ist besser als …

Asunción: Ab dem heutigen Donnerstag gilt ein Verbot bezüglich Antibiotika. Obwohl die Pharmaindustrie dagegen ist, wird Selbstmedikation nun schwieriger.

Bis gestern Abend konnte man in den Apotheken des Landes noch reinen Gewissens Antibiotika erwerben. Wenn man jetzt welches haben möchte, muss man ein ärztliches Rezept vorlegen, wie auch in anderen Ländern dieser Welt. Da viele Erkrankte sich die Konsultierung sparen und gleich direkt zur Apotheke gingen um Antibiotika zu kaufen, war der Absatz recht hoch.

Das Gesundheitsministerium erkennt jedoch einen anderen wichtigen Grund für das Verbot. Bei zu häufiger Einnahme von Antibiotika wird man resistent gegen diese, was dahingehend schlecht ist, dass danach Ausweichpräparate geordert werden müssen, die weitaus teuer sind. Wird jemand stationär behandelt und ist resistent gegen gängige Antibiotika geht dies zu Kosten des Staates.

Inwiefern das Verbot tatsächlich umgesetzt wird, kann man erst in ein paar Wochen sagen. Zu Beginn ist davon auszugehen, dass man sich daran hält.

Wochenblatt / Última Hora

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13 Kommentare zu “Vorbeugen ist besser als …

  1. Consulta / Turno 200.000 bis 440.000, Antibiotico ca. 36.000 bis 150.000. Die Weißkittel werden sich freuen.

    1. Das mag sein, sind aber trotzdem 80- 120 mil mehr, als man ausgeben will /kann. Die Ärzte verschreiben dann auch nur Antibiotika. Das nächste ist die lange Wartezeit, die man verbringt um zu einer Consultation zu kommen, wo nur Antibiotika verschrieben wird, weil der Doctore nicht weiter weiß.

      1. Ich würde gar nichts für ein Rezept bezahlen wenn ich in das Sanatorio gehe wo ich versichert bin.
        Aber trotz Terminvereinbarung dauert das mit Hin- und Rückfahrt 3 Stunden. Für was?
        Verschrieben wird sowieso bloß Breitbandantibiotikum oder das was ich mir vorstelle.

        1. Anton, gut wenn du versichert bist, und für den Besuch beim Arzt ( Rezept ) nichts bezahlen musst, aber Du hast die Zeit im Hospital / Bus verbracht , und in der Apotheke musst Du doch bezahlen, für Antibiotika.

          1. Eben, die verplemperte Zeit regt mich auf.
            Kostenlose Medikamente gibt es nur bei IPS.
            Mir ist keine Privatversicherung bekannt die Medikamente bezahlt.
            Nachdem ich mich in einer Langzeitkur mit einem bestimmten Antibiotika befinde, habe ich mich rechtzeitig eingedeckt. Die Symptome die einen Abbruch erfordern könnten, kann ich täglich selbst kontrollieren. Auch die Augentropfen habe ich mir noch besorgt (zur Behandlung der Folgeeffekte einer 17 tägigen Bestrahlung der Augenhöhle) Wenn mir die ausgehen lasse ich mir das Rezept von meiner Tierärztin ausstellen, wenn mein Hund seinen nächsten Haarschnitt bekommt.

    2. Auch bei 80.000 -120.000 für Augenarzt ist dessen Honorar 2 – 4 mal höher als der Preis der Augentropfen.
      Es gibt auch Krankheiten die dort nicht behandelt werden können.

  2. Ob man Antibiotika wirklich immer braucht ist eine Frage.Mit Kräutern und einigen anderen kommt man auch hin.
    Hühnerbrühe,Kamillentee,Chinalauch macht es auch. Ohrentropfen oft nur reiner Alkohol, Ohrenspühlung ist vielfach auch nur Peroxid 3,5%. Wer wirklich was hat geht auch mal zum Arzt.
    Den muss man erst mal finden, der Tierarzt ist vielfach besser und macht es genauso.
    Nebenbei der Tierarzt kann auch Verschreiben.

    1. nimmste die Hühnerbrühe als Augentropfen – kannste gut gucken hinterher, vor allem wenn sie schön heiß und fettig war 🙂

  3. Da freuen sich aber vor allem die Ärzte, die sehr zufrieden damit sind pro Tag ein paar Leuten die 40.000 Guaranies (ca. 8 Euro) Konsultationsgebühr abgeknöpft und ein Rezept ausgestellt zu haben.

  4. Wir haben hier gar keinen Arzt im Ort. Und so geht es wahrscheinlich in Dreiviertel von Paraguay. Was haben die sich dabei gedacht? Da kann man nur hoffen, dass man so was nicht braucht und im Notfall auf das Wissen der Paraguayer zurückgreifen kann.

    1. Edith, man kann sich nicht auf Paraguayer verlassen, weder auf Ärzte noch auf den normalo der normalo ist der erste, der bei kleinem Husten oder Niesen ins Hospital rennt. Vor 20 Jahren funktionierte das teilweise mit den Indianern, die wussten, welche Kräuter man verwenden kann, für welche Wehwechen. Heute sind Sie mittlerweile soweit mit Zivilisation verstrickt, das es für die heutigen Krankheiten, ( Virusinfektionen, Parasitenbefall usw. ) keine wirksamen Kräuter mehr gibt, da diese mittlerweile auch vergiftet wurden.