Waldrodungen durch Mennoniten

San Pedro: Mennoniten aus Manitoba pachten Agrarflächen und führen dann Waldrodungen durch, um Soja oder andere Kulturen anzubauen. Die Staatsanwaltschaft griff jetzt ein.

Die Staatsanwaltschaft intervenierte auf einem Grundstück in der Gegend von Castillo Cué, Bezirk Tacuatí, Departamento San Pedro, wo es laut der Anzeige zu einer mutmaßlichen Abholzung und dem Abtransport von Baumstämmen kam.

Die Operation wurde vom Staatsanwalt der Einheit gegen Umweltverbrechen aus Santa Rosa del Aguaray, Néstor Narváez geleitet, der feststellte, dass keine Maschinen vorhanden waren, aber es gab Spuren, dass sie dort tätig waren, zusätzlich zu einer großen Anzahl an gefällten Bäumen, einige ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestmaße.

Der Staatsanwalt erklärte, dass die Rodungsarbeiten anscheinend vollständig abgeschlossen seien und forderte den Eigentümer auf, binnen 72 Stunden alle erforderlichen Dokumente vorzulegen.

Der Eigentümer wäre Víctor Ruiz Díaz, aber nach den vorliegenden Informationen würde das Areal von einem mennonitischen Siedler aus dem Viertel Manitoba gepachtet worden sein.

In letzter Zeit pachten eine große Anzahl mennonitische Siedler aus Manitoba Grundstücke und landwirtschaftliche Flächen von kleinen Produzenten in diesem Bereich des Departements für den Anbau von Sojabohnen und Mais. In vielen Fällen führen sie Waldrodungen durch, ohne über alle erforderlichen Genehmigungen zu verfügen.

Die Staatsanwaltschaft für Umweltverbrechen aus San Pedro versucht, trotz fehlender Ressourcen diese illegalen Waldrodungen aufzuklären und zur Anklage zu bringen, da das nördliche Departement eine Fläche von 20.000 Quadratkilometern hat und es zahlreiche Anzeigen zur Entwaldung gibt.

Wochenblatt / Ultima Hora

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8 Kommentare zu “Waldrodungen durch Mennoniten

  1. Das muss dann so laufen. Da das roden sehr teuer kommt und die Maschinenunternehmer wie Bulldozermeister sich eine goldene Nase an der Abholzung verdienen, so ueberlaesst der Hiesige den Mennoniten gegen Pacht sein Waldstueck. Diese roden das welches dann von der Pacht abgezogen wird und wenn erst alle Ausgaben der Neurodung durch die Ernten bezahlt sind, faengt das Pachtgeld an. Das sind laengerfristige Pachtvertraege da sich das Roden ja rausarbeiten (bezahlen) muss. So steht der Eigentuemer als Unschuldslamm da und waelzt die kriminelle Aktivitaet auf die Mennoniten ab. Diese bezahlen oft das Roden mit nur einer Ernte. Danach hat der Verpaechter was er wollte: ein vollkommen gerodetes Landstueck das ihm nicht einen Cent gekostet hat – und pachtet es in ruhe weiter an die Mennoniten die damit immer mehr produzieren.
    Das Pachtsystem Ostparaguays ist weit besser als das Eigentumsystem welches im Chaco vorherrscht – welches zeigt dass die Landpreise in Ostparaguay gut eingestellt sind aber im Chaco weit zu niedrig sind da der Break-even Punkt zwischen Kaufpreis und Pachtpreis nicht gefunden wird. Das Land muss so teuer sein dass niemand mehr sich Land kaufen kann und so das Pachten rentabler ist.

  2. Sieh an, sieh an. Schon wieder die Mennoniten! Wenn man bedenkt, wie gering der Prozentsatz von Mennoniten an der Gesamtbevölkerung in Paraguay liegt, dann ist es schon sehr verwunderlich bis bedenklich, was diese kleine Volksgruppe hier an Umweltschäden verursacht. Hoffentlich erhalten sie eine verdient hohe Strafe, die sich gewaschen hat.

  3. Hallo Leute,habe eine Frage .Ist nicht dieses Thema.Mir fressen die Mäuse die Wurzeln von den Obstbäumen ab.In Deutschland hatte ich mit Buttersäure großen Erfolg damit .Wo bekomme ich es hier.Es ist wichtig,wo ich es kaufen kann.Mit besten Dank .

  4. Sieh an sieh an schon wieder der Neid…wer weiss ob nicht sogar ein rodungsplan vorlag. Wer weiss ob nicht einfach nach sensation gesucht wird unverhältnismässig um ein einseitiges bild zu produzieren.
    Menschen sind sooo unglaubwuerdig…Luege soweit das auge reicht.Wer weiss ob nicht einfach ein jues es in seinem buero langweilig war und er einen besuch in der natur machte…immer die camera bereit und an die frische luft und siehe da…eine story. Und die menschen sind ja sooo gläubig,,,nur die worte gottes dürfen es nicht sein.

  5. @Joss
    Tut’s a Mennonit, isses gut. Tut’s a paraguayer, schreit mn Zeter und Mordio und er muss ins Gefaengnis!
    Sowas wird in der Bibel als Bigotterie typifiziert – kannst das da selber nachlesen. …es sei denn man hat’s nicht so mit dem Lesen.
    In Ostparaguay gilt das 0% Rodungsgesetz.
    Ansonsten gilt:
    Sprüche 20,10 Zweierlei Gewicht und zweierlei Maß, die sind beide dem Herrn ein Greuel!
    Sprüche 20,23 Zweierlei Gewicht ist dem Herrn ein Greuel, und falsche Waage ist nicht gut.
    Zu guter letzt bitte ich dich @Joss um dieses:
    Sprüche 30,7 »Zweierlei erbitte ich mir von dir, das wollest du mir nicht versagen, ehe ich sterbe:…

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