Warum eigentlich nicht?

Asunción: Der Chef der IT Qualitätskontrolle des Wahlgerichts musste gehen weil er Stimmen gegen Geld anbot. Das System sei nicht korrumpierbar, heißt es. Eine tiefgehende Kontrolle wird jedoch nicht zugelassen.

Miguel Ángel Iturburo, der die Arbeit im Wahlgericht kontrollieren sollte, wurde zum fliegenden Händler, indem er Stimmen für Geld anbot. Er nahm zudem einen Kleintransporter im Wert von 25 Millionen Guaranies an, um Jorge Oviedo Matto Stimmen zuzuschanzen. Nach der Wahl offerierte er selbst das Fahrzeug zum Verkauf, da er an Geld mehr Gefallen findet als an dem chinesischem Kleintransporter. Jetzt auf einmal soll jedoch nichts von dem möglich sein, was Iturburo angeboten bzw. geliefert hat. Auch für die Samaniegos war Iturburo nach eigenen Aussagen tätig. Abgesehen davon, dass das Wahlgericht nur Iturburo die Schuld in die Schuhe schiebt untersagte es eine genaue Prüfung der Stimmen des Senators.

Sollten die Stimmen mit den Unterlagen übereinstimmen wäre alles perfekt und Iturburo nichts weiter als ein Scharlatan. Sollte jedoch eine spürbare Differenz erkennbar sein, heißt es schlicht und einfach Wahlbetrug. Doch um diese Möglichkeit von vornherein auszuschließen wiegelt man komplett ab.

Repräsentanten der Colorado Bewegung Colorado Añetete wie auch Mitarbeiter des TSJE versuchten das Problem kleinzureden während die Oppositionsparteien Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft stellten. Das Wahlgericht macht jedoch keine Anstalten, selbst zur Aufklärung beizutragen. Warum nur?

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Warum eigentlich nicht?

  1. Nun wenn das Wahlvolk die Wichtigkeit der eigenen Stimme nicht begreift, hat es wohl auch wenig Sinn, dies zu erklären?

  2. „Das Wahlgericht macht jedoch keine Anstalten, selbst zur Aufklärung beizutragen. Warum nur?“
    Darum: “ Das System sei nicht korrumpierbar, heißt es“. Falls jemand in der Lage wäre diese Aussage zu widerlegen, könnten weitere Untersuchungen erzwungen werden.

  3. Das glaube ich nicht. Erstens gibt es in Paraguay keine Qualität noch Kontrollen von Seiten Arbeiten staatlich funktionierenden Substituten. Ich meine, Kinderarbeit bleibt Kinderarbeit.
    Und eine IT, naja, vielleicht die SET hat ja ein schönes Homepaitschli, kann mir aber nicht vorstellen, dass das ein paraguayscher Hobby-Programmierer gemacht hat. Wahrscheinlich doch eher ein spanischer Hobby-Programmierer. Aber die SET hat wenigstens einer der wenigen paraguayschen Internetauftritte, wo man auf einen Link klicken kann und nicht Paitschli not found erscheint.
    Wie kann man also Wahlbetrug betreiben. Ich meine, jeder Wähler hat doch seine Steinplatte abgegeben und diese danach in seinem brennenden Müllhaufen gehärtet. Soll da dieser Typ wirklich noch was Zusätzliches eingemeißelt haben? Das würde ja Wochen wenn nicht Monate in Anspruch nehmen.

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