Was die obligatorische Unfallversicherung kosten wird

Asunción: Ein wichtiger Fakt bei der beschlossenen Versicherung ist der finanzielle Teil. Antonio Vaccaro, Präsident der Vereinigung paraguayischer Versicherer, erklärt, dass die SOAT für Motorradfahrer zwischen 150.000 und 200.000 Guaranies pro Jahr kosten wird während Autobesitzer etwa das Doppelte dafür einplanen müssen. Mit 400.000 Guaranies jährlich wäre jedoch das Maximum dafür erreicht.

Die Unfall- und nicht Schadensversicherung sollte etwa 1.000.000 bis 1.200.000 Autos und Lastkraftwagen bzw. Busse abdecken während bei den motorisierten Zweirädern zweifelhaft ist, wie viele die Anmeldung durchführen. Ungefähr 1.600.000 Motorräder bzw. Mopeds existieren im Land. Davon sind rund 600.000 bei den Städten und der RUA offiziell registriert. Allerdings nur die Hälfte davon hat wirklich ein Kennzeichen.

Der Einschreibezeitraum für die Versicherung, der erst noch vom Präsident in Kraft gesetzt werden muss, soll zwischen Oktober und November dieses Jahres beginnen. Wenn die Pflicht dafür beginnt hat die Straßen- oder Nationalpolizei die Macht Fahrzeuge ohne Versicherung aus dem Verkehr zu ziehen.

(Wochenblatt / Abc)

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14 Kommentare zu “Was die obligatorische Unfallversicherung kosten wird

  1. Versicherung ist ein Risikogeschäft,
    je hoher das Risiko je hoher der Beitrag.
    Darum kann man nicht pauschal sagen für ein Motorat diesen Beitrag und für ein Auto das Doppelte, Unfallststitic, wer verursacht den grösseren Schaden?

    1. mit den Statistiken ist es ja immer so eine Sache…. Deshalb sollte vielleicht die groesste „Bedrohung“ als Basis herangezogen werden und das ist die Gesamtenergie zusammengesetzt aus Gewicht und Geschwindigkeit. Deshalb koennte man diese Art Versicherung direkt auf die Kraftstoffpreise umlegen. Wer viel Kraftstoff verbraucht ist die groessere Bedrohung.
      Was ich bei der Angelegenheit nicht verstehe ist, warum wird nicht eine Plichthaftpflicht eingefuehrt die eben auch die Sachschaeden, die ja unter Umstaenden auch Existenzbedrohend sein koennen, abdeckt. Warum nur halbe Sachen. Kostet uebrigens auch nicht viel mehr als die genannten 400k.

  2. Das wird wieder folgendermassen laufen:
    die Deutschen zahlen die Versicherung, weil sie es ja gewohnt sind, und diese Kohle wird dann verbraten, um die einheimischen Kamikazepiloten wieder zu reanimieren!
    Wenn ich schon sehe, dass 12-jährige Buben hier auf dem Motorrad rumhampeln, nicht mal die Kupplung halten können, und mir dann vors Auto hoppeln, dann weis ich, was das alles kosten wird!!! Wer keinen Helm auf hat beim Unfall, der sollte auch die Folgekosten selber tragen! Dringend bräuchte Paraguay auch einen Test, (Führerschein) der sicherstellt, dass diese Leute auch wissen, was sie da tun! Aber was sag ich, das ist doch eh utopisch!

  3. ganz richtig christian.wer versichert die mindestens 70%
    der mopeds die kein nummernschild haben ? wer setzt die
    helmpflicht durch?vorige woche ereignete sich doch ein
    trauriger unfall mit 2 toten erwachsenen und einem toten kind und einem schwerverletzten kind.der unfallverschulder hatte laut polizeiangaben o.56 promille. die unfallopfer waren aber zu VIERT auf ihrem
    motorrad unterwegs und alle ohne helm. wie ich auch schon einmal bemerkte,
    die schon jetzt verantwortlich handeln werden noch mehr
    zur kasse gebeten.die unverantwortlichen brausen einfach
    weiter als ob es das gesetz nicht geben wuerde.

  4. Die Ausländer und ein paar ehrliche Paraguayer (und die Paraguayer, die sich ohnehin alimentieren lassen von den Bürgern) zahlen letztendlich wie üblich die Zeche. Bei uns im Ort sind nicht einmal 10% aller Fahrzeuge angemeldet.
    Die Polizei wird sich schon freuen – wieder eine Gelegenheit, die Hand aufzuhalten.
    Und @Klaus: größte Bedrohung? das mag auf DACH zutreffen. Hier sind die Motos wohl die allergrößte Bedrohung. In der Masse richten sie den größten Schaden an, auch wenn einige neureiche Paraguayer mit großen Kutschen großen Schaden auf einmal anrichten können – und auch anrichten. Aber was ist das gegen barfuß abends ohne Licht auf dem Moto, dazu noch Frau und mind. ein Kind, Einkaufstüte und in der linken Hand das Handy zum SMS-schreiben (übern rechten Arm hat man ja noch den Helm…). Da reicht schon ein freilaufendes Huhn zum Megacrash.

  5. Wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen,denke das es mal überfällig war. Gebe euch allen natürlich Recht das Kinder hier Moped fahren Autos nicht Verkehr sicher sind aber der Punkt ist der bei einen Unfall durch verschulden von Anderen nicht einmal von mir oder Euch ist es mir sehr lieb das eine Versicherung das regelt.Das einzige was ich mich frage ist zahlt die Versicherung auch oder füllen wir nur die Taschen von ein paar schlauen Gangstern. Das wäre sehr schlecht und Schade,denn das ist oder sollte nicht die Idee dahinter sein sondern echte Hilfe und Regelung.

  6. Wir lassen die Kirche im Dorf. Dennoch wärs wohl der fairste Weg, die Kosten dieser Versicherung auf den Spritpreis umzulegen. Damit würden auch die, die kein Schild haben und somit auch keine Steuern zahlen, zur Kasse gebeten. Natürlich wären die Gefahren damit nicht gebannt ( ohne Helm, barfuss, usw ), aber die Kosten würden zumindest auf alle Verkehrsteilnehmer umgelegt und damit der Gerechtigkeit Genüge getan.

  7. Das paraguayisch Komische daran ist, wenn man bereits versichert ist, muss man genauso die neue Versicherung dazu nehmen. Das Ganze ist an vielen Stellen noch ziemlich unausgereift. Aber wenn es nicht so wäre, wäre es nicht normal und wir wüssten nicht warum wir hier sind.

    1. Wer sollte denn hier eine eigene Versicherung haben? Dir traue ich es ja zu, aber denen, die zur Zeit darüber spekulieren, ob diese Versicherung überhaupt zahlen würde, nicht.

      Klar, ist es bei jedem, der Versichert ist, der erste Gedanke, was passiert mit meiner Versicherung. Klar ist aber auch, dass Unversicherte sich zuerst die Frage stellen, zahlen die überhaupt. 😉

  8. ich versteh nicht wirklich dass viele so schreiben, dass sie als auslaender benachteiligt werden… und automatisch immer zahlen muessen.

    der meinung bin ich nicht, man sollte vielleicht die sprache beherschen, dann koennte man auch mit einem polizisten diskutieren, bzw. ein gegenargument bringen so dass man die strafe umgehen kann…

    oder auch bei unfaellen, es bezahlen immer beide seiten bisher, egal wer schuld hat oder nicht, und klar ist dass der der mehr hat auch etwas mehr bezahlen muss… ist glaub ich verstaendlich.

    die deutschen hier geben sich hier als multimillionaere aus… ehrlich gesagt, kenn ich glaub ich mehr paraguayische multimillionaere wie deutsche.

    persoenlich find ich so ne pflichtversicherung eine gute idee, da ein unfall immer zu problemen fuehrte, wer zahlt und wieviel… das waere nun geregelt.

    1. Wohl noch nie an eine Abzocker-Polibandis-Truppe geraten? Da kannst du spanischer sprechen als jeder Paraguayer und noch dazu Guarani. Du bist Alemane – egal ob Österreicher oder Schweizer – und du wirst zahlen. Man kann höchstens über die Höhe verhandeln.

      Und wie es bei einem Unfall letztendlich geregelt wird, dass wissen wir doch heute noch nicht. Darum ist deine Aussage: „das waere nun geregelt.“ auch nur ein Wunschtraum. Nach vielen Jahren hier kann man sich denken, wie es geregelt werden wird, nämlich einzig und allein über zusammengefaltete Scheine…. Der Rest ist ein Wunschtraum.

  9. Kurz noch etwas zum Thema. Ich hatte hier bereits mehrere Prozesse. Also als Ausländer bist Du klar im Nachteil. Wenn Dein Gegner noch über entsprechenden Einfluss verfügt, bist Du bereits tot.

    Chancen hast Du, wenn Du Dir einen sogenannten Staranwalt nimmst. Das kostet zwar viel um nicht zu sagen sehr viel, kann aber zum Erfolg führen.

    Ich bin seit Jahren gut versichert und hatte bei zwei Blechschäden, einer davon groß, nie Probleme mit der Versicherung. Auch die Vertragswerkstatt der Versicherung 1 A. Ich bin Vollkasko versichert und frage mich, wieso ich die neue Versicherung auch nehmen muss, obwohl es mir egal ist.

    Heute war zu hören, man rechnet mit Einnahmen von 70 Millionen US$. Bisher hat man jährlich für Unfallschäden US$ 31 Millionen ausgegeben. Die Obergrenze was die neue Versicherung bezahlt sind 17 Millionen Gs. bei Personenschäden und Gs. 32 Millionen bei einem Todesfall. Wer übernimmt die Mehrkosten bei Intensivstation etc.. Wieder der Staat und schont somit die Vdrsicherungen?

    Es gibt noch viele ungeklärte Fragen.

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