Was passiert mit den 345 Inseln auf dem Rio Paraná?

Encarnación: Es handelt sich um diverse Inseln bzw. Territorien die nach wie vor Diskussionsgrundlage mit Argentinien darstellen. Auf argentinischer Seite wird darum gebeten die Grenzlinien so zu verkünden, dass man die Inseln endgültig in Besitz nehmen kann, nachdem dies schon unter Stroessner geduldet und unter Wasmosy rechtswidrig ratifiziert wurde.

Während die argentinische Provinz Misiones einige Inseln in ihren Bereich eingliedern will fehlt hierzulande, dass der Oberste Gerichtshof sich dazu äußert. Vor 8 Jahren wurde eine Klage wegen Verfassungswidrigkeit gegen die Aktion des Ex Präsidenten Wasmosy eingereicht, die nach wie vor unbeachtet und unbearbeitet blieb. Der Kläger, Rechtsanwalt Ramón Cabrera, repräsentiert die Stadtverwaltung von San Juan del Paraná, in wessen Stadtgebiet die Inseln „del Medio“, „del Toro“, „Parana’i“, „Carpincho“ und „Tataindy“ fallen und die von der argentinischen Provinz Misiones eingefordert werden.

Die paraguayische Justiz muss Stellung zu der Klage wegen Verfassungswidrigkeit nehmen nachdem 1996 Ex Präsident Juan Carlos Wasmosy die fünf Inseln per Gesetz 883 an Argentinien abtrat.

Viele Personen wie der Rechtsanwalt Cabrera sind der Meinung, dass die Inseln Paraguay sind und bleiben weil die Nationale Verfassung über internationalen Verträgen steht, versichert der Rechtsexperte. Vom Zusammenfluss des Rio Paraná bis nach Rio Ita Ybaté sind es 345 Inseln die an Argentinien abgetreten wurden. Die Mehrheit davon gehört zu den Distrikten Carmen del Paraná, Coronel Bogado und San Cosme y Damián in der Provinz Itapúa.

(Wochenblatt / La Nación / Misionesonline)

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5 Kommentare zu “Was passiert mit den 345 Inseln auf dem Rio Paraná?

  1. Ich habe dazu eine Frage:
    Sind diese Inseln, oder zumindest einige von Ihnen, besonders Interessant oder haben eine wichtige Bedeutung ?
    Mir kommt das ganze wie eine politische Wichtigtuerei vor die im Endeeffekt überhaupt keinen Sinn macht !

  2. Wenn es um unwichtige Inseln geht, kennt Argentinien keinen Spaß. Zur Not wird da sogar (nach blutiger Nase, kürzlich erst schon wieder!) eine Weltmacht wie das united kingdom angepinkelt.

    Verständlich, daß der Ex-präsident von Paraguay nachgegeben hat. Man will ja dem „großen Bruder“ keinen Vorwand für irgendwelche Wahnsinnstaten liefern…

  3. Es koennte ja sein, dass die eine oder andere der Inseln ploetzlich Turistisch interesannt sein koennte und das bestimmt wittert unser grosser Nachbar. Paraguay haette dann wieder das Nachsehen wie fast immer.
    Grenze ist doch Grenze und so wie die vor dem stauen durch den Fluss verlief verlauft die doch jetzt auch durch den See, alles andere ist doch Quatsch und dient nur den gegenseitigen Problemen.

  4. Ich finde die Politiker sollten jetzt und für ein und alle male die Grenzen festlegen. Plötzlich findet man Öl, Kobalt oder sonst was.
    Aber es ist für Politiker ja nicht so einfach. Sie suchen nach Lösungen. Und suchen, und suchen, und…
    Eine gerechte Lösung wäre auszulosen, mit welcher Insel man anfangen sollte, sie einem Land zuzuweisen, dann jede zweite. Somit wäre jede zweite Insel einem Staate zugehörig.
    Aber sie haben ja wichtigeres zu tun…

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