Was tun gegen die Hitze?

Asunción: Jeder hat so seine eigenen Methoden gegen die Hitze anzukämpfen, sei es nun in den Pool zu springen oder unter die Klimaanlage zu flüchten. Laurys Dyva sorgte bei einem Beitrag zu diesem Thema für Aufsehen in sozialen Netzwerken.

Diesmal hat ihre beliebte Art, die Hitze zu entschärfen, wieder die Aufmerksamkeit aller in sozialen Netzwerken auf sich gezogen.

In den letzten Wochen wurden in Asunción sehr heiße Tage erlebt. Mit Höchstwerten von bis zu 38 Grad und einem thermischen Gefühl von mehr als 40 °C ist es nur der Beginn des Frühlings als Auftakt zum Sommer.

Während viele Bürger in eigenen Pools oder bei Bekannten baden gehen, betont das bekannte Fotomodel Dyva dies nicht. Es appelliert an alte gängige Praktiken. Sie schämt sich wie üblich nicht dafür und teilt es mit ihren Anhängern.

In ihrem Instagram-Account veröffentlichte die Paraguayerin mit den meisten Anhängern im vorher genannten sozialen Netzwerk ein Video, in dem sie die hohen Temperaturen in einem Stuhl auf ihrer Terrasse und einem Gartenschlauch besänftigt.

https://www.instagram.com/p/CFkqFr2jjAQ/?utm_source=ig_web_copy_link

Dyva trägt winzige Unterwäsche und ein weißes Hemd, das natürlich wenig Fantasie lässt, wenn es nass wird. “Peju jajahu“, schrieb sie in ihrem Beitrag.

In einem anderen Post sieht man Dyva mit einem hellblauen Bikini, nachdem sie dieselbe Pose mit ihrer Henne ‘Hortensia‘ wiederholt hatte.

Das Echo der Kommentare viel unterschiedlich aus. Viele beklagten sich über die Wasserverschwendung des Gartenschlauchs, nachdem sogar die Sanitärgesellschaft Essap zum sparsamen Gebrauch der kostbaren Flüssigkeit angemahnt hatte.

Wochenblatt / HOY / Instagram

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9 Kommentare zu “Was tun gegen die Hitze?

  1. Ja. In D-Ö-CH ist es ja selten so heiss. Eher kalt. Und was machen die Deppen bei minus 10°C.? Die gehen doch tatsächlich arbeiten, anstatt sich unter der warmen Decke zu verkriechen. Hierzulande würde man das tun.

  2. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    Das nennt man auch „wet shirt party“ – oft auch mit Unterwaesche die sich zersetzen sobald sie nass werden.
    Ansonsten waren ja die Indianer des Chaco frueher bestens akklimatisiert in ihrer Garderobe die den Chacotemperaturen angepasst war.
    https://amerika21.de/analyse/83165/rinderfarmen-im-pekari-land
    Diese typische Indianerbekleidung die sie da im Bild sehen ist bestens angepasst an den Chaco. Da der Koerper praktisch ganz ohne Bekleidung ganzjaehrig war, so haertete die Haut am gesamten Koerper des Indianers ab und er ertrug den Winter wie den Sommer ohne im Winter eine Jacke zu benoetigen. Nordamerikanische Indianer nannten es „mein ganzer Koerper ist wie das Gesicht“ – man zieht dem eigenen Gesicht ja auch nicht eine Jacke an, denn das Gesicht ist Kaelte wie Hitze gewohnt da es nie bedeckt war.
    Der moderne Mensch kann aber dieses „der ganze Koerper ist wie Gesicht“ nicht mehr nachvollziehen da man zu verweichlicht ist.
    Ich dusche im kaeltesten Winter niemals mit warmem Wasser sondern immer mit Wasser so wie er aus dem Hahn kalt kommt (ich habe keine Heisswasserdusche). Das konnte ich frueher nicht und stellte die Dusche sogar im Sommer auf warm. Aber nach ein paar Wintern nur kaltduschen, merkt man so quasi die Kaelte garnicht mehr und es macht keinen bis sehr wenig Unterschied.
    Deswegen weiss ich aus Erfahrung dass der nordamerikanische Indianer der das sagte recht hatte – sie trugen im Schnee niemals Kleidung.
    Auch im Sommer kann gut ohne Klimaanlage schlafen bei geschlossenen Fenstern wenn man die Bewegungen minimalisiert – der Metabolismus wird dann automatisch so runtergefahren dass wie beim Frosch der menschliche Koerper geringe Energie produziert und damit wenig waerme so dass ich es schon bemerkt habe unter der Wolldecke zu liegen mitten im Sommer wobei es einem „kalt“ ist.
    Bei 45 Grad im Schatten muss man eben langsam gehen wie die Jehovas Zeugen auf ihrem Missionsgang die ja die Stunden abklappern muessen (sie haben so quasi eine Stundenzaehleruhr wie beim Traktor eingebaut) – dann kann man sogar in der Sonne was tun. Nur Bewegungen minimalisieren und es langsamst angehen lassen.
    Im Sommer ess ich oft nur 1 mal pro Tag so dass umso weniger Energie intern in Hitze verwandelt wird und so bleibt man auch schoen kuehl. Die Idee ist ja so wenig Energie zu generieren die in Hitze umgewandelt wird die dann raus aus dem Menschen muss – deswegen ist diese lazy Kultur in Paraguay auch keineswegs die dummste Idee. In Germanien oder Schweiz kann man schnell und hart arbeiten da es da immer relativ kuehl ist.

  3. | „Viele beklagten sich über die Wasserverschwendung des Gartenschlauchs, nachdem sogar die Sanitärgesellschaft Essap zum sparsamen Gebrauch der kostbaren Flüssigkeit angemahnt hatte.“
    Haha, genial! Einen Pool zu befüllen ist aber natürlich vollkommen in Ordnung.
    Ich mache es gleich, wie Frau Dyva: Bikinioberteil, Badehose, immer mal wieder abduschen und der Wind sorgt dann schon dafür, dass es dann angenehm ist; im Schatten kann es dann sogar auch mal kalt werden. Das macht sogar ein wenig Spaß!

    1. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

      Mehr Spaß duerfte es dir machen im Indianerkostuem rumzulaufen. Das hat jahrhundertealte Tradition bei den Guarani in Paraguay und duerfte zim Weltkulturerbe des UNESCO zaehlen.
      Mir ergab ein Swimmingpool nie Sinn und ich wuesste nicht warum die Leute baden gehen. Die taegliche Dusche duerfte doch wohl zureichen.
      Aber zumeist sehen wir ja auch Uebergewichtige bei Badeanstalten. Die Diät FDH, Friss die Haelfte, duerfte da eher angesagt sein als das Fett noch baden zu fuehren um so Herr der Temperatur zu werden.

      1. Die Frauen hatten früher deutlich mehr an als die Männer in obigem Pekari-Link, wie hier auf Postkarte zu sehen und auch mehr als manch heutige. Ich glaub nicht, dass die Lüftung unter dem Rock so gut ist:
        https://www.soldeorosa.com/userfiles/images/Claus%20Henning/postales%20paraguay%20claus%20henning%20c%2020%20mujeres%20indigenas%20portalguarani.jpg
        Von der Guarani-Postkarten-Serie gibt es noch mehr, alles lange Röcke und oben frei.
        Häuptlingsfrauen sahen so aus:
        https://http2.mlstatic.com/paraguay-chaco-postal-etnica-pareja-indios-macaes-topless-D_NQ_NP_791566-MLU27152282096_042018-F.webp

  4. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    @Hinze
    Nein. Wenigstens nicht die Indianer von Paraguay und schon garnicht die vom Chaco. Ihre „Postkarten“ sind wohl geschoente kulturelle Zustaende der Kolonialherren die der Herrenrasse daheim die fortschreitende Zivilisierung der Eingeborenen deutlich vor Augen fuehren soll aber auch nicht „ihren Reiz“ verlieren – so mancher der Herrschaften duerfte dann suesse Traeume gehabt haben von der unberuehrten „Natur“. Das sind wohl Inkas die die Webkunst beherrschten und ganz und gar eine hoehere Kultur hatten.
    Ich fragte Weisse Einwanderer die schon ab etwa 1900 in Paraguay leben und selber als Kind die Chacoindianer erlebt haben und ich fragte een auch meinen alten Lateinparaguayischen Arbeiter ob wr die Indianer erlebt hatte. Er sagt das Bild der Ayoreos mit nem Strick um die Huefte und dem Lappen vorm Reproduktionsorgan waere akkurat. So wars.
    Die Frauen der Chacoindianer waeren allerdings etwas mehr bekleidet gewesen. Die hatten sich einen etwas breiteren Strick aus Kaktus geqebt und zogen ihn zeischen ihren Beinen nach hinten. Da wurde er am Standardstrick der um die Huefte war vorne und hinten angebunden. Also zwischen den Beinen ein Strick mehr.
    Er haette dieses erlebt bei den Maca und Chamacoco Staemmen mehr Richtung Km 145 der Eisenbahn Carlos Casado im Chaco. Die Indianer Paraguays beherrschten nicht die Webkunst aber sie konnten sich Stricke flechten und auch Taschen flechten. Es bestand Handel vom Inkareich zu den Chacoindianern wo die Chacoindianer Feuersteine von den Inkas erwarben die sie wie einen Familienschatz in ihren Kaktustaschen behueteten. Damit machten sie Feuer.
    Also Frau trug Strick zwischen den Beinen und um die Huefte und Mann trug nur Strick um die Huefte und Lederlappen oder Strangeflecht vor dem Gemaecht.
    Asi es pues asi fue – so wars!

    1. Die Bilder von Claus Henning stammen von Portal Guarani, etwa ab Ende der 1950er Jahre datiert:
      http://www.portalguarani.com/detalles_museos_otras_detalles.php?id=16&id_otras=206
      Obige Seite zeigt einen Überblick seiner Bilder und Postkarten (über 100), natürlich nicht nur Indigene, alle in Paraguay aufgenommen der damaligen Zeit (keine Inka). Wer wissen will, wie es damals in Paraguay aussah, findet hier viele Aufnahmen.
      http://www.portalguarani.com/detalles_museos_otras_obras.php?id=16&id_obras=2740&id_otras=206
      Kann natürlich sein, dass die sich für die Bilder extra was angezogen haben.

      1. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

        Das sind gestellte Postkartenbilder die den Post-Zweitweltkriegler nach 1950 zum Auswandern nach Suedamerika bewegen sollen.
        Justiert nach dem Geschmack und der Vorstellungskraft „der Leute daheim“.
        Nein. 1950 waren die Guarani Ostparaguays schon kultiviert. Sie kaempften ja als „europaeische“ Soldaten fuer Solano Lopez. 1950 waren die Guarani alle wohlbekleidet ausser die in den Grenzzonen zu Brasilien (Amambay & Co.) die ja gerade urbar gemacht wurden (fragt die Leute in Nueva Germania. Die werdens wissen).
        Ganz anders sah es bei den Indianern des Chaco aus. Als sie mehr in Kontakt mit Carlos Casado und nachher mit den Mennoniten kamen, ersetzten die Indianerfrauen „den Strick“ durch ein zum Strick zusammengedrehtes Kopfkissenbezugstoffstueck den sie dann zwischen den Beinen trugen (hinten und vorne wiederum an den Hueftenstrick angebunden). So wie mir der Paraguayer berichtete. Er selbst hat das ja gesehen als junger Bursche.

  5. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    Noch um 1830 lithographierte Jean Baptiste Debret Guarani Indianer die von brasilianischen Bandeirantes gefangen genommen waren als diese staendig die Jesuitenreduktionen ueberfielen.
    Raten sie mal wieviel die Indianer an hatten: absolut nichts. Nicht mal den Strick um die Huefte oder „Zusatzstrick“ oder „Lappen“ hatten die an. Die lebten splitternackt.
    Sehen sie hier und ueberzeugen sie sich: https://en.wikipedia.org/wiki/Guaran%C3%AD_people#/media/File:Indian_Soldiers_from_the_Coritiba_Province_Escorting_Native_Prisoners.jpg.
    Nur durch den Kontakt mit den Weissen fingen die Indianer an sich zu kleiden da sie dann an Stoffe rankamen. Wollen Guaraniindianer aus Paraguay ihre Kultur vorstellen vor der EU und dergleichen, dann muessten sie splitternackt da aufkreuzen. Da das aber nicht gut ankaeme so zieht man den Indigenen schnell europaeische farbenfrohe Kleider an und verkauft den EU-Kraten diese „Tracht“ dann als Stammestracht und „hochstehende Kultur der Indigenen die leider von dem boesen Weissen zerstoert wurde“. Obzwar es gerade der Weisse und das Christentum waren der dem Indianer ein heute viel besseres Leben beschert als er es je hatte.
    Auch hier ein Eingeborenendorf in Brasilien um 1834 – Aldea de Cabocles a Canta-Gallo wo man wieder sieht dass die Indianerinnen schlicht und ergreifend noch 300 Jahre nach der Entdeckung Amerikas und Kontakt mit den Weissen, nichts anhatten. Sie trugen keine Kleider und auch keine Stricke noch Unterwaesche.
    Siehe hier: https://www.khanacademy.org/humanities/art-americas/latin-america-after-independence/art-of-mexico-in-the-18th-and-19th-centuries/a/costumbrismo.
    „Travel books such as Nebel’s catered to a diverse and international viewership that included both “armchair tourists” and potential explorers. The French painter Jean-Baptiste Debret, who lived in Brazil from 1816 to 1831 and published his Picturesque and Historical Voyage of Brazil in 1834, also focused on local typologies. As seen in “Native Village in Cantagalo,” Debret depicts women and men in much the same stereotypical way they were depicted in the colonial era: naked, barefoot, and nomadic.“

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