Wenn Ausländer in die Mangel genommen werden

Asunción: Eine Brasilianerin wurde ohne Ausweisdokument auf der Straße aufgegriffen und auf die Wache gebracht. Da erpresste man sie mit falschen Anschuldigungen, wenn sie nicht umgehend zahle.

Es war am 20. Februar dieses Jahres als eine brasilianische Studentin im Stadtteil Loma Pytã aufgegriffen wurde, wo Polizisten des 22. Reviers ihren Dienst taten. Keineswegs mit guter Absicht führten sie die Brasilianerin ab, erklärten ihr, dass man ihr ein Drogenkauf anhängen werde, wenn sie nicht umgehend 5.000 Real zahle. Eine Freundin kam zu Hilfe und zahlte. Danach musste sie ein leeres Blatt Papier unterzeichnen, was die Polizisten so lange zurückhalten, bis sie 3.000 US-Dollar an sie übergibt.

Kaum aus der Wache heraus ging es schnurstracks zur Staatsanwaltschaft, wo sie die Polizisten anzeigte. Zwei Tage später kam es zur vermeintlichen Übergabe im Speisebereich des Shopping Mariano. Dank richterlicher Anordnung wurde alles gefilmt. Der Chef des 22. Reviers, Hauptkommissar Guido Colmán Núñez sowie der Unteroffizier Francisco Javier González Torres wurden verhaftet und sitzen seitdem ein.

Jetzt sechs Monate nach dem Vorfall wurden beide erst angeklagt, da nun die Auswertung der Videoaufnahmen beendet ist und für die Staatsanwaltschaft zweifelsfrei eine Erpressung vorlag.

Wenn zwischen Festnahme und Anklage sechs Monate vergehen, macht man sich schon seine Gedanken, weswegen so viel Zeit vergehen musste, bis eine Entscheidung fällt. Ohne jemand böse Absichten unterstellen zu wollen, könnte man sich vorstellen, dass die Verhandlungen mit den Polizisten erfolglos abgebrochen wurden oder die Videoschleife mehrere Tage Material umfasste, obwohl die Übergabe in 10 Minuten abgespielt werden konnte.

Löblich ist es trotzdem, dass es zur Anklage kommt, da hunderte ähnlicher Fälle dank einflussreicher Freunde im Nichts enden.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “Wenn Ausländer in die Mangel genommen werden

  1. So ist das ganze was mit polizei und justicia zu schaffen haben,einmal wieder einen jungen man entfuehrt in der nicht sehr Santo Pedro umgegend,hier ist nichts legales zu machen,zahlen nur bezahlen,alle criminalitaet wird im groeszten gerichtshof von Asuncion bekauft ein schuppen voller spitzbuben und drogenhaendler wie Pablo Escobar von Columbia,taugen nur zum rauben.

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