Wie sieht die Lage in Russland aus?

Asunción: Die Meldungen über die Situation in Russland sind zweideutig. Vier Paraguayer, die jedoch aus dem Land zurückkehrten, schilderten ihre Augenzeugenberichte aus Moskau und anderen Städten.

„In Russland sprechen wir von einem Konflikt, nicht von einem Krieg“, sagte die Medizinstudentin Antonella Arévalos (Beitragsbild).

Sie bat ihre Fakultät um Erlaubnis, nach Paraguay zurückkehren zu dürfen, bis sich die Situation mit der Ukraine beruhigt. Zwölf Stunden lang reiste sie mit dem Zug von Kasan nach Moskau. Sie waren 4 Tage dort. Von dort am Dienstag mit dem Bus nach St. Petersburg. Dann mit dem Flugzeug nach Dubai, Zwischenstopp in São Paulo und schließlich nach Asunción.

Sie stellte fest, dass junge Russen mit der Invasion nicht einverstanden seien, aber sie können nicht viel dagegen unternehmen. Die über 30-Jährigen sind sehr nationalistisch und unterstützen Vladimir Putin. Arévalos erzählte, dass sie in einem der 24 Gebäude für ausländische Studenten gewohnt habe, die 40 Minuten von der Fakultät entfernt gelegen habe.

„Es gibt russische Studenten, Ausländer, aus arabischen Ländern wie Palästina, Jordanien, Ägypten, auch viele Lateinamerikaner“, sagte sie. Fünf Personen teilten sich eine Küche. In ihrem Alltag sprachen sie Russisch.

Arévalos berichtete, dass sie vorgesorgt hatte und eine große Reserve an Rubel beiseitegeschafft habe, aber es gebe Kommilitonen, die ohne Geld geblieben seien und in ihre Länder zurückkehrten.

Sie war eine der vier Paraguayer, die am Gründonnerstag am Flughafen Silvio Pettirossi ankamen.

Insgesamt wurden 10 Studenten aus Russland repatriiert. Dort gibt es weitere 40, hauptsächlich in Moskau und Sankt Petersburg.

In diesem Sinne stellte Marcelo de Beitía, ein Paraguayer, der weiterhin in Russland studiert, fest, dass es keine Demonstrationen mehr gegen den Krieg gebe.

In seinem speziellen Fall gab er an, dass er mit der Unterstützung von dem Programm Becal weiter lernen kann. Er studiert für einen Masterabschluss in Politikwissenschaften an einer Universität in Moskau und ist Präsident der paraguayischen Studentenvereinigung.

„Wir sind ungefähr 9 bis 10 Masterstudenten, die diese Unterstützung erhalten, die 500 US-Dollar im Monat beträgt“, sagte de Beitía. Die russische Regierung bezahlt die Universität und 70 % der Kosten für die Unterkunft.

„Die Sorge der Eltern und Studenten hat sich in den letzten drei Wochen etwas beruhigt. Jetzt ist alles wieder entspannter“, erklärte er.

Wochenblatt / Extra

CC
CC
Werbung

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

11 Kommentare zu “Wie sieht die Lage in Russland aus?

  1. Und wie sieht nun die Lage in Russland aus?
    Anstatt zu erzählen, wie viele Stundenten sich eine Küche teilen, hätte man mal auf die Titelfrage eingehen sollen.
    .
    Wie sind z.B. die Lebensmittelpreise auf den russischen Märkten und Supermärkten?
    Gibt es alle Waren in ausreichender Menge oder gibt es leere Regale wie in Dummdeutschland, die ihre eigene Lebensmittelproduktion und die Volksernährung dem grünen Faschismus geopfert haben? Meine Tochter, die grade in D studiert, erzählt mir, sie hat seit Wochen keinen Tropfen Speiseöl und kein Mehl mehr in deutschen Supermärkten gesehen. Lebensmittelpreise sind flächendeckend um bis zu 50% gestiegen. Tafeln, wo arme Menschen, Rentner und H4-Empfänger um Nahrung betteln, sind überfüllt mit verzweifelten Menschen. Immer mehr obdachlose Menschen, denn es herrscht Wohnungsnot.
    Deutschland wurde mindestens seit der linksfaschistischen Massenmöderin Merkel, die mit ihrer Neger- und Mosleminvasion abertausende Gewaltopfer und Vergewaltigungen zu verantworten hat, kontinuierlich herunter gewirtschaftet und verarmt.

    26
    9
    1. Na ja, das ist aber nun ein ” Köder “, den du hingeworfen hast, denn wenn ich dich bis jetzt richtig verstanden habe, dann kennst du doch die Antwort auf deine Frage.
      Aber du machst es richtig, man darf es nicht verschweigen, wie das eben die deutsche Presse tut, die andere Presse, in den anderen Staaten macht es auch, sie sind eben die gleichgeschalteten Meinungsmacher der USA.
      Es wird sich aber erst etwas ändern, vielleicht ändern, wenn man begriffen hat, das die nächste Auseinandersetzung mit atomaren Waffen geführt werden wird.
      So etwas ist geradezu pervers, aber es könnte auch die Garantien bedeuten, das es zu keinen Kriegen mehr kommt, zumindest so lange nicht, bis nicht irgendein total verrücktes A….l… kommt und meint, er können den Krieg für sich entscheiden……

      5
      2
  2. Viel mehr als die Lage in Russland interessiert mich die Lage hier, und die sieht wohl in der Zukunft eher schlechter aus als die in Russland, sollten die lateinamerikanischen Staaten sich weiterhin der von den USA geforderten Sanktionspolitik anschließen.
    https://deutsch.rt.com/amerika/136413-sanktionen-gegen-russland-folgen-lateinamerika/

    13
    2
  3. Die Welt ist außer Rand und Band, ” Sanktionen ” das ist das Unwort des Jahres oder Jahrhunderts, zumindest für mich. Das gepriesene Allheilmittel zur Erziehung andersdenkender Staaten, was für ein Schwachsinn.
    Es ist das primitivste was ich überhaupt kenne, was die andersdenkenden lediglich noch mehr verärgert, sie noch mehr herausfordert, aber mit absoluter Sicherheit nicht zu einer Verbesserung führt.
    Mit einander reden, zur Abwechselung mal ehrlich reden, das wäre ein Weg, wahrscheinlich der einzige, der eine Chance haben könnte, auf Erfolg. Das braucht die Menschheit und keine Intrigen und Lügen……

    9
    1
  4. @Cabron
    Herren reden nicht mit ihren Sklaven, sie geben ihnen Befehle.
    Die USA halten sich für die Herren der Welt und der Rest hat zu kuschen, sonst………………….
    Leider haben Länder wie Paraguay weder den Mut noch die Macht, sich gegen diese Unterdrückung zu wehren.
    .
    Wenn man sich aber ansieht, wer sich alles an den Sanktionen beteiligt, sieht man ganz deutlich, daß eben nicht die ganze Welt den unverschämten Forderungen der USA, die eigenen Volkswirtschaften zu ihren Gunsten an die Wand zu fahren, gehorcht.
    China macht schonmal nicht mit.
    Indien auch nicht.
    Auch Pakistan hat keine Lust dazu.
    Viele andere Staaten verurteilten zwar den Einmarsch in die Ukraine, machen aber bei den Sanktionen nicht mit.
    Darunter auch die meisten afrikanischen Länder.
    Nur die Kanadier, Neuseeländer, Australier, Japaner, Europäer – allen voran natürlich Deutschland – sanktionieren Russland und bermerken gar nicht, daß die Sanktionen sie selber schlimmer treffen als Russland.
    Da sehen wir doch an unserem eigenen Land.
    Werden die Russen das paraguayische Rindfleisch vermissen, wird es ihre Wirtschaft treffen, daß von hier kein Fleisch mehr geliefert wird?
    Sicherlich nicht!
    Wird es die paraguayische Wirtschaft treffen?
    Natürlich!
    Aber Hauptsache, die USA kaufen weiterhin billiges Gas in Russland ein und erhöhen die Einfuhr russischen Rohöls um 40%, während sie ihren Vasallen das gleiche verbieten.
    Selber sanktioniern sie nämlich nur die Einfuhr von Krimsekt und Kaviar.
    Noch Fragen?

    5
    2
  5. @carbon
    “Mit einander reden, zur Abwechselung mal ehrlich reden, das wäre ein Weg”

    miteinander zu reden ist ein guter anfang aber oftmals scheitert es am GENAUEN zuhören. dadurch enstehen die meisten zwistigkeiten. man kann es auch so bezeichnen: reden ist silber aber das aufmerksame und genaue zuhören ist gold.

    4
    1
  6. Ich kann bei mir keine leeren Supermarktregale entdecken – und auch keinen Preisanstieg.
    Vorhin war ich noch einkaufen.
    Das einzige was ich hier bemängele ist die Tatsache, dass der Staat keine Eier hat, im Gegensatz vieler anderer Nachbarländer, endlich der Ukraine gescheite Waffen zu liefern und dem Massenmörder mit seiner zivilmordenden und vergewaltigenden Sklavenarmee kein Gas mehr abzukaufen.
    Dafür schäme ich mich und zahle ich gerne höhere Energiepreise.

    2
    1

Kommentar hinzufügen