Wie vermutlich Cartes die Linken finanzierte, um die Opposition zu spalten

Asunción: Die Ex-Abgeordnete und Mario Ferreiro Vertraute Rocio Casco ließ ein Gesprächsmitschnitt veröffentlichen, in dem man hören kann, wie Denunziant Camilo Soares sich Geld aus dem HC Sektor lieh.

Vor kurzem sorgte Camilo Soares mit unbewiesenen Anschuldigungen dafür, dass der damalige Bürgermeister von Asunción, Mario Ferreiro zurücktrat und drei Personen beweislos angeklagt wurden. Eine parallele Buchführung konnte noch nicht nachgewiesen werden. Die Ex Abgeordnete Rocío Casco und der ehemalige Personalchef der Kommune, Aureliano Servín, sind wegen illegaler Einflussnahme angeklagt. Nun wehren sie sich mit Beweisen.

Soares, der früher Mitglied der Linken war und angeblich mit Schulden verstoßen wurde, scheint ein Spieler aus dem Hause des Ex-Präsident Horacio Cartes zu sein, der 2015 – wie auf dem Mitschnitt zu hören ist – für die Kampagne der Bürgermeisterwahl Geld aus dem Casa del Habano geholt hat, um es zu verteilen. Dies ist ein Unternehmen der Cartes Gruppe.

Casco erklärte, dass Camilo Soares die Partei Avanza País mit Pfandbriefen von Ex Senator Adolfo Ferreiro und Rocío Casco an der kurzen Leine hielt. Mit Schuldscheinen von 2.026 Milliarden Guaranies, die zudem 2,5% Zinsen generierten, wurde die Kampagne finanziert.

„Mit den Schuldscheinen hat Camilo sein eigenes Roulette aufgebaut. Er ist ein Betrüger, ein Lügner, der niemals auch nur die Schuld von einem von uns übernehmen musste.

Casco bezahlte beispielsweise von ihrem Gehalt als Abgeordnete 17 Millionen Guaraníes monatlich an Soares zurück und hatte nur 6 Millionen ihres Gehaltes zu ihrer Verfügung. Woher das Geld wirklich stammte, was Casco und den Ferreiros half, scheint nun sich zu zeigen. Damals erklärte Soares, dass es mehrere Geldgeber und Unternehmer gewesen sein sollen. Verwerflich an Soares ist nur, dass er sich als Opfer darstellt, obwohl er selbst nie Schulden anderer Politiker begleichen musste.

Später soll Casco gedroht haben öffentlich zu machen, woher das Geld stammte (Cartes), wenn Avanza País nicht bereit ist die Wiederwahlkampagne von Cartes zu unterstützen, wovon auch Lugo begünstigt worden wäre.

Camilo erklärte sich in seinen Ansprachen immer als Gegner der Wiederwahl eines Präsidenten, setzte uns jedoch unter Druck diese zu unterstützen. Ethische Probleme gab es während der ganzen Zeit der Zusammenarbeit.

Soares verteidigte sich auf die Reaktion von Casco, wollte jedoch unter keinen Umständen wissen lassen, wer der Hauptfinanzier der Kampagne war. Er sagte kein Angestellter von HC zu sein. Soares vergaß auch zu erwähnen, dass er den von ihm eingesetzten Pablo Sugastti Lezcar, der die Schulden eintreiben sollte, von ihm angezeigt wurde (Beitragsbild), weil der sich mit dem größten Teil des besagten Geldes davon machte.

Wochenblatt / Radio Monumental

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2 Kommentare zu “Wie vermutlich Cartes die Linken finanzierte, um die Opposition zu spalten

  1. Die Theorie, dass Cartes hinter der EPP damals bei den Entfuehrungen der Mennoniten steckte, stellte ja unser Freund Johan Moritz van Nassau-Siegen damals auf. Nur nachtraeglich wird man wohl zum Propheten!
    Die Ereignisse waren damals in der tat zu zufaellig. Arnoldo Wiens sattelte von HC auf „Destete“ des Abdo um, dieweil zu gleicher Zeit die Entfuehrungen sich haeuften. Fehr ist also auf dem Altar der Mennonitenpolitik gestorben.
    Schlagartig als die Wuerfel auf der politischen Buehne gefallen waren, hoerten die Entfuehrungen schlagartig auf. Nach den Wahlen gabs nicht eine einzige Entfuehrung und die EPP ist auch komplett verschwunden.
    Das kann nur bedeuten dass die EPP an fuer sich gar nicht existiert sondern zu Wahlzwecken auf den Plan gerufen wird gesponsert von Elementen der Politkaste.
    Das ist was positives denn das zeigt das der Linksextremismus eigentlich dem paraguayischen Volke wesensfremd ist und sowas nicht so sehr Momentum erhaelt vom Volke her sondern von politischen Agitatoren. Die Finanzquelle der EPP ist offensichtlich versiegt und so bleibt alles ruhig.
    Hier hat sich das „Qui boni?“ als Fragestellung bewaehrt um die Anstifter und Hintermaenner zu ermitteln.
    Wem nuetzten die Mennonitenentfuehrungen? Cartes als als Druckmittel das mennonitische Wahlvolk und deren Lobbysponsoren bei seiner Bewegung zu halten. Abdo hat offensichtlich den modus operandi der Mennoniten begriffen: alles heimlich tun und arabische Terroristen in der Zone CDE reinzulassen und anzusiedeln – unter dem Radar der Presse zu fliegen und zu agieren.

    1. Eisgekühlter Funkenlunder

      Wenn das stimmt was Sie schreiben, lieber Herr Johann Moritz, ein Skandal!
      Über 20 Millionen US$ hat die Hobby-Arme zur Bekämpfung der EPP gekostet. Indem sie mit Sonnenbrillen und Stiefel ausgestattet wurden. Immerhin haben sie den Koch und den Gärtner der EPP erwischt, leider nicht den Head-Logistiker, pardon, Head-Lageristen, der diese Terrororganisation führte und so gefährlich machte.
      Nun gut, der Expräsident und US$-Multimilliardär Cartes im Lande mit Durchschnittseinkommen unter 200 Euro soll gefälligst die 20 Millionen US$ welch die Hobby-Arme gekostet hat dem Steuerzahler aus seiner Portokasse zurück erstatten. Damit sie an andere Amigos wieder verteilt werden können. Und gut ist. Die Angelegenheit wieder bereinigt. Skandale gibt es hier nicht. Alles Tranqui dank Tranquilizer Gras zum Trinken eisgekühlt.

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