Wiens, Bergen und Villamayor im engsten Zirkel des neuen Präsidenten von Paraguay

Asunción: Der designierte Präsident Mario Abdo Benitez kündigte an, dass er die Funktionen der Regierungsarbeit ändern werde. Drei Schlüsselfiguren, die die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Projekte leiten werden, sollen Paraguay voran bringen.

In einem informellen Gespräch mit Journalisten verschiedener Medien gab der designierte Präsident Mario Abdo Benítez bekannt, dass er das Gefüge des Regierungszentrums umstrukturieren und ein Team mit drei gleichrangigen Mitarbeitern haben werde. Es wird keinen General- oder Privatsekretär für die Präsidentschaft der Republik mehr geben.

Juan Ernesto Villamayor, Ernst Bergen und Arnoldo Wiens werden in diesen ersten Ring integriert und denselben Rang haben. Der erste wird sich mit dem politischen Bereich befassen, Bergen mit dem Wirtschaftsressort und Wiens ist für den sozialen Bereich zuständig. Den drei Männern vertraut der neue Präsidenten schon seit mehreren Jahren.

Wiens war Maritos Kollege an der Añetete-Bank im Senat und leitete das Beraterteam, das im Wahlkampf an den strategischen Plänen arbeitete. Villamayor diente als Anwalt und seit Dienstag letzter Woche leitet er das Übergangsteam. Bergen war politischer Berater im Wirtschaftssektor.

Marito deutete an, dass er so arbeiten werde, dass der Kabinettschef nicht auf eine einzige Person zugeschnitten sei, wie dies derzeit bei Juan Carlos López Moreira der Fall gewesen sei.

Als Benitez gefragt wurde, wer weiter einen Platz in seinem Kabinett bekäme, versicherte er, dass sein Bruder Benigno López, der dem Institut für soziale Sicherheit (IPS) vorstehe, einen Platz in einer staatlichen Einrichtung einnehmen werde, aber er verriet nicht, in welchem Sektor. Es gibt Vermutungen, dass er in einem der binationalen Wasserwerke, Itaipú oder Yacyretá, eine Schlüsselposition einnehmen könnte.

Marito bestätigt, dass der Abgeordnete Julio Javier Ríos weiter ein Teil seines Kabinetts sein werde. Laut den Versionen würde er zum Justizministerium gehen, aber Marito erwähnte den genauen Posten nicht.

Über den Wirtschaftsbereich sagte er, dass auch Hugo Cáceres, der Vertreter von Paraguay bei der Interamerikanischen Entwicklungsbank, mitarbeiten werde. Er ist der Vater von Magalí Cáceres und der derzeitige Jugendminister. Umfragen zufolge könnte Cáceres neuer Finanzminister werden.

Daniel Correa, ehemaliger stellvertretender Wirtschaftsminister, könnte als Leiter der Nationalen Entwicklungsbank oder im Ministerium für Industrie und Handel vorgesehen sein.

Die Venezolanerin Verioska Velazco wurde von Marito als externe Kommunikationsberaterin vorgestellt. Die Frau arbeitet seit drei Jahren mit dem designierten Präsidenten zusammen und ihr Team hat die kommunikative Botschaft der Kampagne für die Liste 1 bei den Wahlen entwickelt.

Über das Gesundheitsministerium sprach Marito die Stärkung des öffentlichen Gesundheitssystems an und wies darauf hin, dass es an weiteren Investitionen in Krankenhäuser mangele. Für das Ressort wies Marito keinen Namen zu, deutete aber an, dass es eine junge Person sein werde, die die Verantwortung stemmen könne.

Das Sekretariat für den sozialen Wohnungsbau (Senavitat) soll der Abgeordnete Dany Durand anstelle von Soledad Núñez leiten.

Benitez folgt der Richtung von Alfredo Stroessner, der ein “Cuatrinomio de Oro“ installierte, das damals aus Adán Godoy Jiménez, ehemaliger Gesundheitsminister, Eugenio Jacquet, damaliger Justiz- und Arbeitsminister, Sabino Augusto Montanaro, Ex Innenminister und Mario Abdo Benítez (Vater des jetzigen gewählten Präsidenten mit gleichem Namen) und ehemaliger Privatsekretär von Alfredo Stroessner, bestand.

Wochenblatt / Chaco Sin Fronteras

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2 Kommentare zu “Wiens, Bergen und Villamayor im engsten Zirkel des neuen Präsidenten von Paraguay

  1. Hört sich doch schon mal sehr gut an. Daß gleich zwei Mennoniten zu seinem engsten Beraterkreis gehören läßt Zuversicht aufkommen, daß sich doch noch etwas in diesem Lande zum Besseren bewegen wird. Allerdings kann man davon ausgehen, daß diese Entscheidung so manchem Colorado nicht gefallen wird, denn i.d.R. arbeiten Mennoniten nicht nur hart und zielstrebig, sondern sind nicht bestechlich.

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