Wollten nur helfen und wurden fast bestraft

Fram: Wie auch in anderen Teilen des Departements Itapúa zerstörte der Regen einige Zufahrtstraßen. Die Bewohner dachten sich nichts dabei und begannen die Wege zu reparieren.

Polizisten kamen in Begleitung des Baubeauftragten des Ortes zu dem Weg und warnten die Anwohner sich nicht in Sachen einzumischen, die sie nichts angehen

Die Bewohner der Zone sahen die Reparatur nicht als Zeitvertreib sonders als dringend notwendig an, Grund weswegen sie mit eigenen Maschinen die zerrütteten Wege wieder instand setzten.

“In einem Patrouillenfahrzeug kamen Uniformierte des 10. Kommissariats sowie Verkehrspolizisten und versuchten uns auch ein Bußgeld abzuknüpfen. Sie sagten nur einen Befehl von oben nachzugehen. Über ihnen steht der Bürgermeister der ukrainischen Kolonie, Álvaro Scapini“, so ein Anwohner, der nur die tiefen Schlaglöcher auffüllen wollte.

In Wahlkampfzeiten sind eigenständige Aktionen, die die städtische Autorität untergraben und Tatenlosigkeit aufzeigen ungern gesehen. Besser man überlässt ihnen die Arbeit, auch wenn das mit warten einher geht.

Wochenblatt / Abc Color

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9 Kommentare zu “Wollten nur helfen und wurden fast bestraft

  1. Das ist ja wirklich ein Ding aus den Dollhaus!
    Einer allein kann nicht so Doll sein.
    Den Bürgermeister, den Baubeauftragten, die Polizisten hat man wohl mit den Klammerbeutel gepudert.
    Sie müssen schön auf passen das sie nicht abgeholt werden mit den Hab dich Lieb Jacken zum Dollhaus!
    Kämmerspruch der Gemeinden,alles was nichts kostet ist Gut.

  2. Haha, das ist lustig. Aber wundern tut es mich nicht. In einem Land wo Batteriesammler ins Gefängnis müssen, weil keine Umweltlizenz vorhanden ist, ist alles möglich.

    Und da in Wahlkampfzeiten alle irgendwie durchgeknallt sind noch viel weniger. Wir werden demächst sicher noch viel mehr solche kuriosen Geschichten hören.

    Meine Top 5 für diese Woche:
    1. Batteriesammler muss ins Gefängnis
    https://wochenblatt.cc/freund-und-feind-in-einem/
    2. Cartes gibt verstärkte Waldabholzung per Dekret frei
    https://wochenblatt.cc/ein-nutzloses-dekret/
    3. Katholiche Kirche führt Exorzismus wieder ein
    https://wochenblatt.cc/katholische-kirche-fuehrt-offiziell-wieder-den-exorzismus-ein/
    4. Schueler durfen neue Toilette nicht benutzen, weil Bürgermeister noch nicht eingeweiht hat
    https://wochenblatt.cc/warten-auf-die-bescherung/
    5. Poliker sagt, in Paraguay lebt man sicher
    https://wochenblatt.cc/die-buerger-leben-sicher-in-paraguay/

  3. Nur wer gar nichts macht, macht nicht´s verkehrt. Vielleicht machen daher die meisten Paraguayer nichts (mehr)? Es ist wirklich wie in einem Irrenhaus. Man muß sich unbedingt eine innere Distanz zu vielen Dingen/Vorkommnissen im Lande bewahren, denn sonst ist das alles beinahe nicht zu ertragen.

    1. Gar nicht zu machen ist doch sehr verbreitet hier, vor allem bei den Munispalidades. Warum sollten sie auch etwas tun? Der Zahltag kommt. Aber stimmt, besser nichts tun als etwas verkehrt zu tun, wenn man mit Feuerchen anzünden einsame Spitze ist.
      Aber so dumm ist das gar nicht. Einige gehen Arbeiten, besser gesagt gehen nichts tun, damit sie unter anderem die Müllabfuhr im Wert von monatlich einem Pack Polar bezahlen können. Meine Nachbar sind noch viel gescheiter und gehen gar nicht arbeiten, zünden ihren Müll an und müssen auch daher keine Müllabfuhr bezahlen. Obwohl sie (die Nachbarn) kein Geld vom Staat wie Angestellte der Munispalidades fürs Nichtstun bekommen, tun diese immerhin etwas (nebst ihren Müll anzünden). Sie warten bis Mil vom Mango fällt. So kommt man in Paraguay so oder so zu seinem Pack Polar. Ist doch klar.

  4. Ich begreiffe die Uniformierten denn hat jemand von euch schon jemals ein Schlagloch in einer Strasse gesehen in Paraguay?
    Ich habe bis heute noch keine Strasse gesehen, die diesen Namen verdient, es gibt nur Schlagloecher unterbrochen mit 1 cm Teer Resten….

  5. @Hubertus, da Stimme ich Dir voll zu, muss aber zu Bedenken geben, dass vielleicht wir uns irren und gerade DAS wirklich Straßen sind, was wir in Paraguay vorfinden, und einfach alles andere Mist was wir im Ausland so sehen.
    Wer weiß das schon, hier ist ja eh alles so gaaaanz anders als in der übrigen Welt „draußen“….

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