Yacyretá Restschulden werden erst unter Cartes‘ Regierung beglichen

Asunción: Die Abzahlung der Schulden, die Argentinien mit Paraguay für den Stromverkauf von Yacyretá (EBY) hat, wird erst unter der kommenden Regierung restlos beglichen. Die letzte Ratenzahlung von 5 Millionen US-Dollar erfolgte am vergangenen 19. April.

In diesem Sinn schuldet die argentinische Regierung für 2012 noch die Summe von 34 Millionen US-Dollar. Bis April dieses Jahres wurden von den 130 Millionen schon 96 Millionen gezahlt. Laut des Direktoriums von Yacyretá auf der paraguayischen Seite wurde bestätigt, dass die Zahlungen regelmäßig kommen jedoch nicht in vereinbarter Höhe, was den Rückstand erklärt.

Für das aktuelle Jahr scheint sich ein Stromverkauf von 90 bis 100 Millionen US-Dollar anzubahnen, da nach den letzten Regenfällen viel Wasser direkt durch die Schleusen weitergeleitet und nicht genutzt werden konnte.

Trotz einiger Ungereimtheiten bei den Zahlungen halten sich beide Länder weiterhin  an das Gesetz aus dem Jahr 1973 was die Nutzung des zwei staatlichen Wasserkraftwerkes angeht.

Für 2014, so ist es vorgesehen, sind von paraguayischer Seite Neuverhandlungen bzgl. des Strompreises und der Installation weiterer Generatoren vorgesehen.

(Wochenblatt / La Nacion)

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10 Kommentare zu “Yacyretá Restschulden werden erst unter Cartes‘ Regierung beglichen

  1. Hm das sollten sich alle die jenigen durchlesen, die bisher immer davon geredet haben was Paraguay fuer ein kleines licht in der Mercursur ist. Und das Horacio Cartes gar keine moeglichkleiten hat als zu kriechen.Es gibt ein sprichwort wer die Musik bezahlt bestimmt was wann gespielt wird. Und so wie es aussieht hat Paraguay gegenüber Brasilien wie auch Argentinien gegenuber eine nicht unerhebliche Glaeubiger stellung eingenommen.

    NOCH fragen ??????

    1. Sie schreiben, wer bezahlt, bestimmt die Musik ohne sich im Klaren zu sein, wer bezahlt. Das sind ja doch Argentinien und Brasilien.

      Trotzdem ist es gut, das neu verhandelt wird. Man kann nur hoffen, dass sich die paraguayischen Politiker nicht wie fast immer früher über den Tisch ziehen lassen. D.H. für grössere Bestechungsgelder das Volk verraten.

      Warten wir es aber doch erst einmal ab. In der Tat wird sich hier erweisen, was H. Cartes für Paraguay leisten wird. Ich selber hoffe er macht seinen Job gut. Für Paraguay. Bin aber doch lieber vorsichtig mich soweit mit Vorschusslorbeeren aus dem Fenster zu lehnen, wie Du. Gibt keinen Grund für solchen Leichtsinn.

  2. Neuverhandlungen sind sehr wichtig. Das hat sich in der Vergangenheit gezeigt, wo fast monatlich ein Team von paraguayischen Verhandlern nach Buenos Aires geflogen ist, in Luxushotels dort wohnt und dann wieder mit leeren Taschen sprich Null Resultaten zurück kommt. Und jedesmal hat es geheißen, es muss neu verhandelt werden. Man kann das auch als staatlich finanzierten Städtetourismus bezeichnen.

    Aber es ist kein Wunder. Die Verhandler sind politische Günstlinge die nicht durch ihre Qualifikation sich hervor heben, sondern einen politischen Padrino haben, der ihnen den Job vermittelt hat. So wie es bei den meisten Jobs in den Kraftwerken ist.

    Ein qualifizierter Ingenieur hat keine Chance dort einen Job zu bekommen, wenn er nicht den nötigen politischen Einfluss hat. Und so ist es mit allem. Das fängt in der Municipalidad an und hört ganz oben auf. Manch einer sitzt heute mit Schlips und Krawatte am Schreibtisch und kann kaum seinen Namen schreiben.

  3. natuerlich haben sie recht mit ihrem kommentar, besonders
    mit dem letzten satz.doch hier im wochenblatt die wahrheit zu schreiben, gefaellt einigen lesern ganz und
    garnicht.wie vor kurzem zu lesen war, haben sogar parla-
    mentarier den geographischen ueberblick verloren. und diese gehoeren zu den 125 auserwaehlten in paraguay.

  4. Wenn ich nicht mehr die Wahrheit schreiben könnte, dann würde ich nichts mehr schreiben. Wäre ja sinnlos. Ich schreibe nur von meinen Erfahrungen die ich in 30-Jahren Paraguay mit der Bürokratie, Justiz, Bevölkerung, Politik etc. gemacht habe und nicht mehr.

    Am Anfang ist alles himmelblau. Mit der Zeit sieht man allerdings Sämtliches ein bisschen differenzierter. Noch dazu wenn man öfters im benachbarten Ausland ist und sieht was eigentlich alles möglich sein könnte.

    Ein Land wo buchstäblich Milch und Honig fließen könnte, aber genau das Gegenteil der Fall ist und jede Menge Kinder unterernährt sind. Man sollte sich nicht von den Wirtschaftszahlen blenden lassen. Die kommen hauptsächlich wegen der landwirtschaftlichen Großproduktion zustande.

    Vor kurzem war ich in einer Schule nicht einmal 100 km von Asuncion entfernt. Dort waren Schüler mit 10 Jahren nicht einmal fähig fließend zu lesen.

    Versucht man nicht das Bildungs- und Ausbildungsniveau zu heben und Arbeitsplätze zu schaffen, dann ist es eine verlorene Generation die heran wächst aber eines Tages auch ein Stück vom Kuchen haben will. Bekommt sie dieses Stück nicht, dann werden sie es sich holen. Von Soja und Rindfleisch alleine werden wir nicht glücklich werden.

  5. @asuncioner,ihr artikel trifft genau !
    die bildungsinitiative,wie sie sein soll,wird unterdrückt,denn derjenige,der
    dieses geistige dahinvegetieren der zukünftigen generationen verhindern will,bekommt -kein mandat-!.
    was sollen denn die,-die oberen-!tun,ein kluges volk ist für sie,das problem daß sie dann
    in argumentationsnotstände kämen,
    wenn die fragende jugend antworten
    erwartet?
    zu spät werden diese erkennen müssen was sie schuldig geblieben sind!

    mit grüßen an sie
    penicillin

    1. Das stimmt. Es ist durchaus von der politischen Oberschicht gewollt, das die Paraguayer im Inlande nicht richtig spanisch lernen und daher, obwohl fast alle zur Schule gehen, nur Guarani sprechen.

      Sie sollen einfach gar nicht fähig sein zu verstehen, was politisch läuft und auch sich nicht selber einbringen können. So kann man sie arm und dumm halten und sie dann kurz vor der Wahl in Guarani beeinflussen.

      1. das volk dumm zu halten gilt ja wohl nicht bloss für paraguay. die bildung in fast allen ländern lässt mehr als zu wünschen übrig, dies gilt auch für die sogenannte erste welt.

        1. „lorry“ und „Asuncioner“ haben ganz genau gesagt um was hier wirklich geht ! So ist es.
          Die Wichtigtuer da oben wunden sich, wenn hier und da diejenigen, die was um zu leben benoetigen sich einfach holenn …

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