Zebrastreifen: Priorität hat der Fußgänger

Asunción: Von der Nationalen Agentur für Verkehr und Verkehrssicherheit wurde die Kampagne “Priorität hat der Fußgänger” ins Leben gerufen, die darauf abzielt, die Öffentlichkeit für die ordnungsgemäße Nutzung des Zebrastreifens zu sensibilisieren und sie darüber aufzuklären.

In einem Interview mit La Lupa – einer Sendung von Telefuturo – gab der technische Berater der Nationalen Agentur für Verkehr und Verkehrssicherheit (Antsv), Claudio Rodríguez, einige Ratschläge im Rahmen der Kampagne “Priorität hat der Fußgänger”.

Rodríguez erklärte, dass nach Angaben des Antsv 21% der Unfallopfer landesweit Fußgänger sind und die zweite Risikogruppe nach Motorradfahrern darstellen.

Er sagte jedoch, dass es in Asunción mehr Opfer von Fußgängern gebe als Motorradfahrer. „In Asunción ist es riskanter, als Fußgänger unterwegs zu sein, mehr noch als die Motorradfahrer, da dies die erste Gruppe von Todesfällen darstellt”, erklärte Rodriguez.

Die von der Antsv geförderte Kampagne soll die Bedeutung der Zebrastreifen hervorheben und die Bürger über die richtige Verwendung informieren. In diesem Sinne betonte der technische Berater wiederholt, dass der Fußgänger immer Vorrang habe.

Er stellte klar, dass die Fortsetzung der Bürgersteige auch Teil des Fußwegs sei, der nicht immer markiert ist. „Die Verlängerung des Weges selbst ist ein Fußgängerweg, unabhängig davon, ob die Streifen aufgemalt sind oder nicht”, sagte er.

Zu einem anderen Zeitpunkt im Interview beschrieb Rodriguez die richtige Art und Weise, wie Bürger die Fußgängerbereiche überqueren sollten.

„Die Kreuzung verläuft immer senkrecht zur Straße und in Verlängerung der Fußwege. Die Menschen gehen oftmals diagonal, anstatt eine Straße und dann die andere zu überqueren. Es ist auch nicht erlaubt, hinter oder zwischen Fahrzeugen durchzugehen”, sagte er.

Laut Rodriguez zielt die Kampagne auf beide Gruppen ab, sowohl Fahrer als auch Benutzer der Zebrastreifen und er forderte sie auf, sich mit dem Gesetz 5016/14 über Verkehr und Verkehrssicherheit vertraut zu machen.

Er erklärte auch, dass die Streifen markiert seien, weil sie einen Risikopunkt darstellten, weshalb der Kraftfahrer bei so einem Fußgängerüberweg Vorsicht und Rücksicht walten lassen müsse.

„Der Fahrer muss Vorsicht walten lassen, wenn er sich einem Fußgängerweg nähert. Er muss langsamer werden und sich bewusst sein, ob ein Fußgänger die Straße überqueren will”, sagte er.

Schließlich räumte Rodriguez ein, dass Städte wenig auf Fußgänger achten würden, betonte jedoch, dass er immer Vorrang auf einem Zebrastreifen habe und erst an einer roten Ampel stehenbleiben müsse.

Wochenblatt / Ultima Hora

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7 Kommentare zu “Zebrastreifen: Priorität hat der Fußgänger

  1. Gestern wieder erlebt,- ich wollte am Zebrastreifen mehrere Personen die Strasse überqueren lassen. Von hinten kam dann mit erhöhter Geschwindigkeit ein “fetter” Wagen und raste links an mir vorbei. Zum Glück wurde keiner der Leute erfasst. Gleichzeitig muss man immer mit wüsten Beschimpfungen und lauten Hupen rechnen wenn man sich an die Regeln hält.

  2. Ich Jahn,s Kommentar nur unterstützen. Sowohl Auto/Moto/Kolektivofahrer scheinen absolut zur Gruppe der lernresistente Intelligenzallergiker zu gehören. Das sich Fussgänger auf der Strasse wie im Urwald bewegen hat wohl mehr genetische Gründe.

    1. ich kann nur dazu sagen, weder Fußgänger noch “Kraftfahrer” jeglicher Art halten sich an die Regeln. Fußgänger latschen über die Straße, wo es Ihnen gerade in den Kopf kommt, egal ob ein Zebrastreifen 30 Meter weiter ist, aber da muss ich ja das Telefon mal 10 Sekunden aus den Augen lassen, das geht garnicht. Das gleiche gilt auch für ” Kraftfahrer”.

  3. Was soll da völlig in Ordnung sein? Daß ein Auto durchrast, weil er nunmal den Regeln entsprechend das Vorrecht vor dem Fußgänger hat? Was hier fehlt, ist die Verkehrserziehung schon von der Schule an. Ich kann mich erinnern, daß einer meine Söhne mal nach Hause kam und erzählte, die Lehrerin habe heute Verkehrsunterricht gegeben, und den Kindern beigebracht, wie man eine Straße überquert. Der Unterricht bestand in folgendem: Wenn der rote Ampelmann die Beine zusammenhat, darf man nicht gehen. Erst wenn der grüne Ampelmann erscheint und dieser die Beine offen hat, dann kann man getrost über die Straße gehen, denn da kann nichts passieren. Ich bin damals sogleich zur Schule gegangen und habe mir diese Lehrerin vorgenommen. ‘Denn wenn der sogenannte “Ampelmann” grün ist, dann heisst das noch lange nicht, daß kein Auto kommen kann, denn die Verkehrsregeln können auch von Autofahrern mißachtet werden. Aber die kluge Lehrerin meinte nur, wenn ein Autofahrer durchfährt und passiert etwas, dann ist ja der Autofahrer schuld. Ich hatte allerdings meinen Kindern früh genug beigebracht, wie man eine Straße überquert, zum Glück. Und sie haben bereits im Alter von 5 und 6 Jahren die vielbefahrene Mcal-Lopez überquert ohne Probleme.Es ist eine Verantwortungslosigkeit der Lehrer, den Kindern solche Ratschläge zu geben. Denn es nutzt nichts, wenn man nur einen Schuldigen an einem Unfall hat. Letztendlich steht doch das Leben oder zumindest die Gesundheit der Kinder auf dem Spiel, und da ist es uninteressant, wer nach einem geschehenen Unfall mit Personenschaden nun schuld war.

    1. völlig richtig Martin, beide haben die Obachtspflicht, egal der Fußgänger als auch der ” Kraftfaher”, speziell in Py, weil das sind alles nur Kraft Fahrer, vom Verkehr ( außer dem Sexuellen) haben die keinen Schimmer, in Sri Lanka, sind mir ähnliche Zustände bekannt, wo sogar ich auf einen Mietwagen verzichtet habe und lieber mit einem “Mietwagen” gefahren wurde.

  4. Habe auch schon angehalten. Dabei ist stets darauf zu achten, dass einem keiner von hinten rein blocht. Haben mich nur gscheit grinsend angeschaut. Bin ich weitergefahren. Zeigt einem eh niemand an, wenn man nicht anhält und die Polizei ist eh unter dem schattigen Mango am Facebock-Profil updaten und am Sprit für Privatgebrauch zu sparen.
    Wieder mal tolle Statistiken und Empfehlungen hiesig Behörden. Ich kann hiesig Behörden erklären, warum jeder Fußgänger erst dann auf die Straße geht, wenn der Verkehr frei ist: Weil das Rechtssystem schlecht ist und Gesetzte nicht kontrolliert werden, die Polizei dient lediglich dazu, um da zu sein und Lohn zu erhalten. Ein Polizist ist hierzualnde kein lic. jur. und kann daher auch die Gesetze nicht kennen. Passiert ein Unfall ist man als Opfer selbst schuld.
    Klar ist jedoch der Fall wo einem die Fußgänger reinlatschen: Wenn kein Fußgängerstreifen vorhanden ist und es noch reicht ein gscheites Grinsen auf den Stockzähnen aufzusetzen bei Autofahrern, die stets einen Eiskratzer mit sich führen, um sich danach selbst von der Windschutzscheibe abkratzen.

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