Zum Thema flüchtige Straftäter

Asunción: Ganz gleich ob Entführer, Vergewaltiger, Räuber oder Mörder, in Paraguay gibt es viele Flüchtige nach denen die Polizei quasi kaum sucht. Die Anzahl der Haftbefehle ist so hoch, dass man gar nicht mehr nach kommt und Platz in Gefängnissen ist sowieso nicht vorhanden.

Es wurde einen Heidenaufwand betrieben um Juan Arrom, Anuncio Martí und Víctor Colmán aus Brasilien nach Paraguay zu holen. Das gleiche passierte aus Uruguay und nicht zuletzt auch in Finnland, wo fast ein Komitee an Senatoren hingereist wäre. Am gestrigen Nachmittag wurde bekannt, dass die finnische Regierung nicht intervenieren wird, denn selbst wenn die drei Männer etwas verbrochen haben, dann dürften sie nicht in ihr Heimatland zurückgelassen werden, wenn da Folter oder Morddrohungen auf sie warten würden. Des Weiteren wurde dem finnischen Innenministerium und der Migrationsbehörde Eigenständigkeit bescheinigt, womit man alles genau so lassen wird wie es ist. Der Fall hat für die Finnen nicht genügend Brennstoff um ihnen zu schaden.

Die Strafverfolgungsbehörden können sich nun wieder mit voller Inbrunst auf die Festnahmen von flüchtigen Straftätern im eigenen Land hingeben. Bei einer Anzahl von rund 50.000 Haftbefehlen, wo in etwa die Hälfte wegen echten Straftaten ausgestellt wurde, bleibt genügend Arbeit bis zur Pension. Doch die meisten von ihnen zahlen sowieso die Polizei, damit diese sie nicht verrät oder wegsperrt.

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6 Kommentare zu “Zum Thema flüchtige Straftäter

  1. Jeder sagt dann er wird zu Hause bedroht, gefoltert, was auch immer. Es gibt doch fast nur Piratenstaaten, die sich so noch entleeren. Was aber nichts bringt, weil sie im selben Moment schon wieder voll sind. Der Dumme ist einzig und allein der Steuerzahler der 1. Welt also der wenigen Staaten, die noch funktionieren. Aber mit diesem humanen Regelwerk wird es jetzt gelingen, endlich alles kaputt zu machen.

  2. Wenn nur die Hälfte der Haftbefehle wegen echter Straftaten ausgestellt ist stellt sich die Frage, für was die andere Hälfte ausgestellt wurde?

  3. Ist doch klar, man will diese vielen Straftäter überhaupt nicht fassen. Wohin dann mit Ihnen, wenn es keine Gefängnisplätze gibt? Warum baut man nicht wie in Texas einfach Gefängnis-Zeltstädte, beispielsweise im entlegenen Chaco? Das Problem der Gefangenenunterbringung wäre damit relativ schnell und kostengünstig gelöst. Oder hat vielleicht Frau Merkel und ihr grünes Gefolge Bedarf an weiteren Fachkräften und Kulturbereicherern? Deutschland steht doch für die ganze Welt offen.

  4. Unter General Strössner wurden Schwerverbrecher in Lagerenza (nördlicher Chaco) in einem Militärgefängnis eingesperrt. Ausbrüche gab es praktisch keine, da ein Überleben außerhalb des Gefängnis kaum möglich war. Es kam 1989 der Umsturz und das Gefängnis wurde auf Druck der Menschenrechtsorganisationen geschlossen. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

  5. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Nun der Cubas Grau und Gusinsky Clan wuerde diese bei der ersten Gelegenheit meucheln wenn sie erst einmal in Paraguay waeren. Grau duerfte deutsche Vorfahren haben und Gusinsky sind Juden.
    Finnland scheint ja ein rechter Rechtsstaat zu sein.
    Da hilft auch kein Anreisen Abdos um die finnischen Gerichte zu beeinflussen wie er es offensichtlich in Costa Rica tat – aber da war man ja auch unter sich als Lateiner wo „die Welt am lateiner Wesen genesen solle“.

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