Zur Schlachtbank geführt

Belén: Am 2. Oktober 2015 wurde im Departement Concepción, ein riesiger Schlachthof von der brasilianischen JBS eröffnet. Nachdem die Eigentümer Schmiergeldzahlungen an die letzten drei brasilianischen Präsidenten zugaben, steht der Verkauf bevor.

Der brasilianische Mutterkonzern, geführt durch Joesley und Wesley Batista, der mit 3,1 Milliarden US-Dollar die größte jemals verhängte Strafe an den Staat zahlen muss, versucht sich in einem Umbau. Dieser beinhaltet den Verkauf aller Betriebe in Paraguay, Argentinien und Uruguay.

Das Tochterunternehmen JBS Handels GmbH, welches alle Aktien dafür hält, wird den paraguayischen Schlachthof an das ebenfalls brasilianische Unternehmen Minerva verkaufen, welches durch die Marke Frigomerc im Land vertreten ist.
Die Minerva Tochter Pul Argentina und Frigorífico Canelones übernehmen die JBS Anteile in Argentinien und Pulsa S.A. dieselben in Uruguay. Dieser Verkauf gelingt jedoch nur, wenn die Regulierungsbehörden der involvierten Länder grünes Licht dafür geben.

Minerva sieht diese Übernahme als Chance an, sich in Südamerika auszubreiten sowie die Produktion zu erhöhen. Demnach ändert sich am Schicksal der Rinder wenig. Es sollen zukünftig täglich 26.800 Rinder zur Schlachtbank geführt werden, 11.880 in Brasilien (45,03 %), 5.400 in Paraguay (20,47 %), 5.050 in Argentinien (19,14 %), 3.200 in Uruguay (12,13 %) und 850 in Kolumbien (3,23 %). Tatsächlich mangelte es keinem der jetzt verkauften Schlachthöfe an Arbeit. Der Skandal und die nachfolgende Buße machte diesen Schritt notwendig.

Wochenblatt / Última Hora

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