Zwangsarbeit nimmt in Paraguay deutlich zu

Asunción: Hunderte von Kindern müssen auf der Straße arbeiten. Sie sind die ersten in dem Sektor der Zwangsarbeit. Bei einem Seminar versuchte man Lösungen für den Bereich zu finden.

Bei der Tagung des dreigliedrigen Seminars “Vereinbarungen über die Zwangsarbeit und ihre Anwendungen in Paraguay“ wurde am Freitag letzter Woche vor einem Anstieg der informellen Tätigkeiten und Zwangsarbeit in Paraguay gewarnt.

„Eine Möglichkeit, die Zwangsarbeit zu verhindern, ist die Formalisierung, bei der alle Arbeitnehmer in das System der sozialen Sicherheit eintreten. Arbeit und Stärkung des Systems der sozialen Sicherheit ist ein Schwerpunkt bei dem Thema. Des Weiteren die Förderung einer integrativen Beschäftigungspolitik für Menschen mit Behinderungen und für Jugendliche, die durch solch eine Informalität bestraft werden. Unsere Frauen, die wegen mangelnder Betreuungszentren nicht arbeiten können, sollen vorbeugend gegen solche Arbeiten unter Zwang geschützt werden“, sagte die Arbeitsministerin Carla Bacigalupo während der Eröffnungsrede des Seminars.

Sie fügte hinzu, dass informelle Arbeit und solche Tätigkeiten, die keine Rechte beinhalten, auch als Zwangsarbeit betrachtet werden sollten.

Bacigalupo erklärte, dass die Regierung ihre Zusage zur Reduzierung von Indikatoren der Informalität im Beschäftigungssektor einhalten werde und eine Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze anstrebe.

Sie nutzte die Gelegenheit, um die Unternehmen dazu zu drängen, ihre Situation bei den Beschäftigten während der Übergangszeit, die bis zum 31. Dezember läuft, im Register des Arbeitsministeriums zu legalisieren und so von Geldbußen befreit werden. Kleine und mittlere Unternehmen seien die ersten, die von dieser Maßnahme profitieren. „Wir sind uns bewusst, dass die Aufgabe der Beseitigung der Zwangsarbeit sowie die uneingeschränkte Gültigkeit aller Rechte, die die Verfassung, internationale Verträge und Gesetze der Arbeitnehmer anerkennen, eine ständige und dauerhafte Anstrengung bedeuten“, schloss Bacigalupo ihre Ausführungen ab.

Die Arbeitsministerin beteiligte sich an der Eröffnung des Seminars in Begleitung von Christian Cieplik von der paraguayischen Kammer der Supermärkte; Miguel Zayas von der Nationalen Vereinigung der Arbeitnehmer (CNT) und Humberto Villasmil vom Büro der Organisation OIT für den Süden von Lateinamerika.

Wochenblatt / ABC Color

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1 Kommentar zu “Zwangsarbeit nimmt in Paraguay deutlich zu

  1. Arbeit für Menschen, die tatsächlich was gelernt haben, gäbe es wahrlich genug?
    Nur werden diese Leute so dumm wie möglich gehalten, damit sie kontrollierbar bleiben.
    Wenn mich ein Paraguayer fragt, ob wir in Deutschland den gleichen Mond haben wie sie hier, dann muss man über Bildung nicht weiter nachdenken. Geld wär genug da.

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