Zwei Seiten einer Medaille

Asunción: Die Bildungsministerin María Lafuente war das jüngste Opfer von Senator Silvio Ovelar (ANR), der vor der letzten Wahl bedeutend an Bekanntheit zulegen konnte, da er sich beim Stimmenkauf in der Provinz Caaguazú filmen ließ.

Vor zwei Tagen besuchte er die Ministerin in ihrem Büro und unterbreitete ihr eine Liste von empfohlenen Kandidaten die administrative Posten im Bildungsbereich der Provinz Caaguazú besetzen sollen. Die Laune des „gekauften“ Volksvertreters änderte sich schlagartig, als sie ihm mitteilte, dass sie seine Kandidaten nicht berücksichtigen werde. Er begann vor Wut zu kochen und die Ministerin lautstark zu beschimpfen. Kurz darauf verließ er wild gestikulierend das Büro und schlug James Thessin, dem amerikanischen Botschafter in Paraguay, die Tür vor der Nase zu. Dieser wartete ebenfalls auf ein Treffen mit Lafuente.

Als die Ministerin dies öffentlich denunzierte, um dem politischen Druck zu entweichen und Rückhalt vom Präsidenten zu bekommen, dessen Anordnungen sie ausführte, änderte Ovelar seine Art der Erklärung und sprach von einem kleinen Missverständnis. Die Bürger des Landes wissen jedoch wem sie dabei mehr Glauben schenken.

Überraschenderweise sprang Senator Sixto Pereira (FG), für seinen Kollegen in die Presche und sagte, dass es ganz normal sei, dass solcher Druck ausgeübt werde und das eigentliche Problem wo ganz anders liegt. Seiner Meinung nach ist die Arbeitslosigkeit so hoch, dass es nur nachvollziehbar sei, dass auch Senatoren um Jobs für nahe-stehende bitten.

(Wochenblatt )

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6 Kommentare zu “Zwei Seiten einer Medaille

  1. der haette schon vor der Wahl von der Liste gestrichen werden wegen Stimmenkauf, jetzt das auch noch – also sofort ohne sueldo suspendieren!! – nur so kapieren auch andere die Abschreckung!

  2. nach dieser erklaerung kann ich verstehen,warum gerade
    dieser sixto pereira waehrend der lugo regierung viele
    arbeitsstellen fuer seine gefolgsleute ergatterte.
    er hat viel verstaendnis fuer seine parteifreunde$$$$$$$$

  3. Hat hier in Paraguay den keiner der „höherer Politiker“ soviel Rückgrad dafür zu sorgen das solche „Vögel“ direkt auf der Stelle rausgeschmissen zu werden ?
    Die politischen Gegner schauen ja offensichtlich auch nur tatenlos zu. So wird das nie was !!!

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