2019: Mehr Gewalt in Paraguay

Asunción: Das Institut für Wirtschaft und Frieden hat seinen Globalen Friedensindex (GPI) von 2019 veröffentlicht. Paraguay hat sich im Vergleich zu 2017 und 2018 verschlechtert. Der Grund?

Der Wert von dem “Index des politischen Terrors“ ist im letzten Jahr gestiegen.

Von Platz 77 rutschte Paraguay auf Platz 88 in der Weltrangliste der gewalttätigsten Länder ab. In Südamerika liegt das Land auf Platz sieben: Nur in Guyana, Brasilien, Kolumbien und Venezuela kommt es zu mehr Gewalttaten.

Diesem Index zufolge sind Chile, Uruguay und Ecuador die am wenigsten gewalttätigen Länder in der Region. Man fragt sich, welche Aspekte gemessen werden, um den Wert zu bestimmen.

Der Bericht gibt an, dass die Bewertung auf kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Faktoren wie “Schöpfern des Friedens“ beruht. Der Index bewertete Paraguay mit 2.055 Punkten und platzierte es auf Platz 88. 2018 lag das Land auf Platz 77 und 2017 auf Platz 68. Die Verschlechterung des Gewaltniveaus wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Diese Studie bewertet auch die Rolle der Polizei und des Militärs.

Island bleibt das ruhigste Land in der Welt, gefolgt von Neuseeland, Portugal und Österreich. Chile, das friedlichste Land Südamerikas, belegt weltweit den 27. Platz. Der Sudan, Syrien und Afghanistan sind die gewalttätigsten Länder der Welt, gemessen an 163 untersuchten Nationen.

Das Institut für Wirtschaft und Frieden hat seinen Sitz in Sydney, Australien und unterhält Büros in New York, Den Haag, Mexiko-Stadt, Brüssel und Harare.

Wochenblatt / ABC Color

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10 Kommentare zu “2019: Mehr Gewalt in Paraguay

    1. Kuno Gansz von Otzberg

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      Das liegt sicherlich an die Schoenrederei Paraguays seitens deutscher Immigranten. Ganz sicherlich…
      Brasilien ist merklich abgestuerzt – seid Bolsonaro wie mir scheint. In Brasilien gab es wohl einen Anstieg von 112% an Gewalt wo Paraguay den zweithoechsten Anstieg verzeichnete von sage und schreibe 54%. In Kolumbien ist die Gewalt um 68% zurueckgegangen und in Chile um 12% wo Uruguay eine Regression der Gewalt von 43% erlebte (sind wohl beschaeftigt mit Marihuana rauchen und koennen wegen „bekifft“ die Weiber nicht mehr verpruegeln und Saeuglinge vergewaltigen). In allen anderen Laendern hat die Gewalt zugenommen wo besonders Brasilien hervorsticht gefolgt von Paraguay.

      1. Sie haben die Stellen vom Score change als Prozentzahlen interpretiert?! Sie können nur die Änderung zu Overall Score diesbezüglich in Prozente umwandeln, also 2,055-0,054 = 2,001 ist Wert vom Vorjahr. 0,054:2.001 = 0,0269, also +2,7% Änderung für Paraguay gegenüber Vorjahr.
        Was das im Einzelnen ist und wie das berechnet wurde, kann man im vollständigen Bericht lesen.
        Das Ihre Zahlen nicht stimmen können in der Größenordnung hätten Sie eigentlich merken müssen.

        1. Kuno Gansz von Otzberg

          Antworten

          Ja stimmt. Das ist wahrscheinlich so wie @Score sagt.
          Ich dachte das waere ein statistischer Prozentparameter der die gewichtete Abweichung ausdrueckt.
          Bedenken Sie aber dass da 0.0XX angefuehrt wird was widerum statistische Daten sind. 0.054 variation? Kann nicht sein denn waeren es 54 Punkte dann muesste es heissen 54 Variation und nicht 0.054 variation. Daher hielt ich es fuer Prozentsaetze wobei die Punktation eher nur beibehalten wurde.
          Gemessen am Platz hat die Gewalt in Paraguay um 6% dazugenommen (163=100% und 10 Punkteplaetze Variation).

    2. @ Anton … weil m. E. ein Grossteil der Bevölkerung – seit unabsehbarer Zeit aufgrund fehlender geistiger und soziokultureller Bildung/Entwicklung – so paralysiert ist, dass geglaubt wird das Wort „tranquillo“ löse möglicherweise lang- und kurzfristig alle Probleme. Die weiteren Faktoren basieren auf der gleichwohl insuffizienten/primitiven politischen Führung.

      1. Jetzt sind Sie aber sehr deutlich geworden und viele werden sich wieder auf den Schlips getreten fühlen.
        Aber die Wahrheit vertragen nur wenige.

  1. „Institut für Wirtschaft und Frieden „? Seltsame Kombination.
    Jedoch, gefühlt, ist in meinem Leben tatsächilch die direkte Gewalt angestiegen. Mehr Waffen, mehr Gewalttaten, Überfälle und Morde.
    Die Schwelle, eine Waffe zu benutzen, wird nur duch die Tatsache der Kosten gehemmt.

    1. Anschaffungs- oder Munitionskosten?
      Zudem denke ich, dass jeder die Schwelle eine Waffe zu benutzen nach seinem Gewissen bestimmt.

  2. „Schöpfer des Friedens“ – meinen sie vielleicht den Peacemaker damit 🙂 Den habe ich auch und habe damit schon für peace auf meinem Grundstück gesorgt, musste nicht mal jemanden treffen damit, allein das Pfeifgeräusch neben dem Kopf hat für Ruhe und Frieden gesorgt (nicht gesargt :-)) Die vollgemachten Hosen hat man auf 100 Metern gerochen.

  3. Das das zugenommen hat war für jeden klar der die Augen aufgemacht hat.
    In einigen Gegenden knallt es mehr und in anderen weniger. Je nach Gesellschaft,so wie man sich Bettet so schläft man auch.

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