62% der Einnahmen von Asunción sind für Gehälter bestimmt

Asunción: Die Hauptstadt von Paraguay zeigt ein trostloses Bild. Sie ist schmutzig und deren Infrastruktur lässt zu wünschen übrig, kein Wunder, wenn über die Hälfte der Einnahmen der Stadtkasse für Gehälter von den Angestellte ausgeben wird.

Währenddessen finden aber Stadträte wie Hugo Ramírez, Sebastián Villarejo, Julio Ullón, Carlos Arregui, Tony Apuril und andere Zeit, sich für politische Kampagnen zu engagieren.

Das heruntergekommene Asuncion, Mutter der Städte, wenn sie nicht auf der Liste der dreckigsten und am meisten vernachlässigten Städte der Welt steht, mag daran liegen, dass sie nicht das Lieblingsziel von Touristen ist.

Viele Straßen und Alleen, in Gebieten mit millionenschweren privaten Investitionen, zeigen nur zerstörte und schmutzige Bürgersteige, kaputte Straßen, die kaum von dünnen Asphaltschichten überzogen sind und schlecht beleuchtete öffentliche Räume, die zu jeder Tages- und Nachtzeit voller Abfall sind.

Diese städtischen Landschaften werden durch Müll und den Mangel an öffentlichen Arbeiten verschlimmert, weil 514.000 Millionen Guaranies, 62% der Einnahmen in die Stadtkasse, die letztes Jahr insgesamt 923.000 Millionen Gs. betrugen, für das Gehalt von ungefähr 9.000 Beamten bezahlt wurde, die meist in politische Bereiche verstrickt sind.

Asunción hat 24 Stadträte, von denen die meisten das Büro als politische Plattform nutzen. Für die allgemeinen Wahlen im April zum Beispiel engagierten sich viele in einer politische Kampagne wie Hugo Ramirez, Vorsitzender im Stadtrat, die Räte Daniel Centurion (ANR), Julio Ullón (ANR), Sebastian Villarejo (PQ), Tony Apuril (Hagamos) Carlos Arregui (PDP), Rodrigo Buongermini (Avancemos Pais), Victor Ortiz (PLRA), Humberto Blasco (PLRA) und Augusto Wagner (PLRA).

Einige nahmen nicht einmal an Ausschusssitzungen teil, in denen alle Fragen, die die Stadt betreffen, zur Diskussion stehen. Schlimmer noch, sie glänzen durch ihre häufigen Abwesenheiten bei anderen wichtigen Themen, die im Stadtrat erörtert werden. Solange jedoch ihre Gehälter weiter bezahlt wird, dürfte sicherlich das eigene Interesse überwiegen als die Anliegen und Probleme der Bürger von Asunción in Angriff zu nehmen.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “62% der Einnahmen von Asunción sind für Gehälter bestimmt

  1. Nur 62 %? Hätte eher zwischen 80 und 90 % erwartet.
    Aber die Einnahmen sind ja auch wirklich überragend, um es mal so zu formulieren. 923 Mrd. Guaranies – das sind läppische 135 Millionen Euro.
    Mit dem Geld könnte man in vernünftige Regenwasserableitsysteme für die ganze Stadt investieren.
    Wenn man die ganzen Nichtstuer und die schon längst überbordende Bürokratie endlich abschaffen würde, würde in Asuncion in Geld schwimmen.

  2. 62% der Steuereinnahmen werden also offiziell für Löhne verwendet, demnach, moment, aha, calcapp sagt 18%, pardon, 38% für inoffizielle Löhne. Das macht dann moment, aha, calcapp sagt 100% für Löhne en total.
    Das Problem des Abfalls könnte damit beseitigt werden noch 9.000 qualifizierte Mitarbeiter einzustellen und zu entlöhnen denn 0x2 gibt moment, aha, calcapp sagt 0. Also würde doppelte Arbeitsleistung doppeltes Ergebnis von Null ergeben. Ob das Problem damit allerdings wirklich gelöst würde ist fraglich. Ausprobieren geht aber über studieren.

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