Grillen und Krebs: Gibt es ein Gesundheitsrisiko?

Asunción: Ein saftiges Barbecue mit der Familie ist in Paraguay Tradition. Allerdings kann gegrilltes Fleisch ernsthafte gesundheitliche Probleme wie beispielsweise Dickdarmkrebs verursachen. Dr. Rodrigo Bernard, Koloproktologie-Spezialist, erklärt das Krebsrisiko beim Verzehr von gegrilltem Fleisch.

In Paraguay ist jedes Familien- oder Freundestreffen durch ein Barbecue gekennzeichnet, zu dem immer Würstchen, Fleisch, Maniok oder Sopa gereicht werden. Der Genuss von gegrilltem Fleisch ist eine Tradition, aber auch ein Ritual. Nun ja, jeder hat seine eigene Art, Fleisch zuzubereiten.

Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass gegrilltes Fleisch direkt mit Krebs in Verbindung gebracht wird. Genauer gesagt bei Dickdarmkrebs, erklärt Dr. Bernard, Koloproktologe am Ingavi-Krankenhaus des Sozialversicherungsinstituts (IPS).

Laut dem Mediziner kann der regelmäßige Verzehr von direkt über der Glut gegrilltem Fleisch das Risiko für die Entstehung von Dickdarmkrebs erhöhen, insbesondere, wenn das Fleisch fast verbrannt ist.

Dr. Bernard stellt klar, dass das Fleisch selbst nicht schädlich sei, sondern die Art und Weise, wie es gegart wird – in diesem Fall über Glut.

Gegrillt vs. Krebs: Warum ist er gefährlich?

Der Arzt weist darauf hin, dass zum Zubereiten von Würstchen oder Fleisch auf dem Grill Holzkohle verwendet werden muss. Zu diesem Punkt ist anzumerken, dass die verwendete Kohle eine krebserregende Substanz namens Benzo(a)pyren freisetzt.

„Kohle ist das, was eine Substanz abgibt, den berühmten schwarzen Rauch, wenn sie sich entzündet, und der ist wirklich krebserregend“, sagt der Arzt.

Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten getroffen werden?

Dr. Bernard rät, beim Grillen von Fleisch Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, z. B. die Holzkohle lange vor dem Garen des Fleisches anzuzünden und den übermäßigen Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch zu vermeiden.

„Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in Paraguay und es ist wichtig, ihn rechtzeitig zu erkennen, um gesunde Gewohnheiten zu entwickeln und der Krankheit vorzubeugen“, sagt der Arzt.

Zu den Hauptsymptomen im Zusammenhang mit Dickdarmkrebs gehören:

-Blut im Stuhl

-Länger anhaltender Durchfall

-Bauchschmerzen

-Gewichtsverlust ohne ersichtlichen Grund

„Prävention ist das beste Mittel zur Krebsbekämpfung. Nehmen Sie gesunde Gewohnheiten an, ernähren Sie sich ausgewogen und vermeiden Sie den übermäßigen Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch. Bei entsprechenden Symptomen oder Bedenken sollten Sie nicht zögern, einen Fachmann aufzusuchen“, empfiehlt der Mediziner.

Tipps für sicheres Grillen

Rohes Fleisch sollte nicht aus dem Kühlschrank genommen werden, bevor die Kohlen fertig durchgeglüht sind, da diese Lebensmittel vor dem Garen nicht für längere Zeit bei Raumtemperatur stehen sollten.

Wird das Fleisch zu früh herausgenommen, ist es hohen Temperaturen sowie dem Kontakt mit Insekten ausgesetzt.

Wenn Fleisch zu lange gegart wird, können krebserregende Stoffe freigesetzt werden und das Fleisch wird innen möglicherweise nicht richtig gegart.

Vermeiden Sie Kreuzkontaminationen: Es wird empfohlen, nicht dieselben Zangen, Tabletts und Besteck für rohe und gekochte Lebensmittel zu verwenden.

Wochenblatt / ABC Color / Beitragsbild Archiv

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1 Kommentare zu “Grillen und Krebs: Gibt es ein Gesundheitsrisiko?

  1. Natürlich gibt es bei allem was wir Tun ein Gesundheitsrisiko. Schon alleine beim einatmen der Luft. Aber deshalb auf alles verzichten? Sich in einem Sauerstoffzelt zu verkriechen und auf den Tod warten? Ist wohl auch nicht die beste Lösung.

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