Asunción: Innenminister Enrique Riera weist Argumente zurück, wonach die Sicherheit bei zwei verschiedenen Zeitzonen (Sommer- und Winterzeit) höher sei. Er erklärte, dass es im Vergleich zur nun geltenden Einheitszeit keinen wesentlichen Unterschied gebe.
Wie jedes Jahr um diese Zeit stieß die Senatorin Blanca Ovelar die Diskussion über das paraguayische Zeitsystem erneut an. Sie plädiert für eine Rückkehr zur alten Gewohnheit mit Zeitumstellungen. Eines ihrer Hauptargumente ist die höhere Sicherheit für Menschen, die frühmorgens unterwegs sein müssen.
Der Minister hielt dagegen, dass technische Berichte der Nationalpolizei keinen nennenswerten Sicherheitsunterschied zwischen dem alten System und der aktuellen Einheitszeit festgestellt haben. „Die vorliegenden Berichte zeigen keine substanziellen Differenzen in Bezug auf die Sicherheit“, so der Minister.
In einem Interview mit dem Sender 1020 AM stellte Riera jedoch klar, dass es geografische Unterschiede gebe, insbesondere zwischen ländlichen und städtischen Gebieten. Auf dem Land sei das Risiko aufgrund der langen Wege, die Schüler und Arbeiter in den frühen Morgenstunden zurücklegen müssen, potenziell höher.
Die Debatte über die Einheitszeit wurde zuvor bereits zwischen Bildungsminister Luis Ramírez und Senatorin Ovelar geführt, die gegensätzliche Ansichten über die Auswirkungen auf Familien und Schüler vertreten. Riera räumte zudem ein, dass es in seiner Amtszeit bisher nicht gelungen sei, ein Schulbussystem zu etablieren. Er sprach sich für ein Modell nach Vorbild der USA aus, mit organisierten und sicheren Schulbussen, und forderte die Kommunen auf, eigene Busse für den Schülertransport bereitzustellen.
Abschließend verwies er auf das Programm “Sichere Schulen“, bei dem derzeit an jeder der 6.000 Schulen des Landes ein bis zwei Polizisten zu den Stoßzeiten präsent sind.
Wochenblatt / adn digital















