Schwägerin des Gouverneurs Freddy D’Ecclesiis (ANR) stellte sich der Polizei

Asunción: Juana Carolina Vera, Schwägerin des Gouverneurs des Departements San Pedro, Freddy D’Ecclesiis, meldete sich am Sonntagabend auf der 12. Polizeistation der Hauptstadt, um sich der Justiz zur Verfügung zu stellen. Zuvor war das gegen sie verhängte Urteil von 11 Jahren Freiheitsstrafe wegen Drogenhandels bestätigt worden.

Die Frau erschien gegen 20:30 Uhr in Begleitung ihres Anwalts und unter Vorlage des gerichtlichen Haftbefehls. Nach der Feststellung ihrer Identität und der Durchführung der üblichen Formalitäten wurde sie in die Justizvollzugsanstalt für Frauen überstellt, wo sie dem für die Strafvollstreckung zuständigen Gericht unterstellt ist.

Das Urteil ist rechtskräftig

Der stellvertretende Leiter der 12. Polizeistation, José Cabañas, erklärte, die Verurteilte habe sich freiwillig bei der Behörde gemeldet; daraufhin wurde umgehend der vom Gericht für Strafvollstreckung in Fällen von Wirtschaftsdelikten, Korruption und organisierter Kriminalität ausgestellte Haftbefehl vollstreckt.

Nach Angaben der Polizei stand Vera González während des gesamten Gerichtsverfahrens unter Hausarrest in Pedro Juan Caballero. Mit der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom Juni des vergangenen Jahres wurde das Urteil jedoch rechtskräftig, und alle regulären Rechtsmittel waren damit ausgeschöpft.

Die Verurteilung geht auf ein Verfahren zurück, das im Jahr 2018 wegen Verstößen gegen das Drogengesetz eingeleitet wurde. Sie wurde des Handels mit Betäubungsmitteln und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung für schuldig befunden.

Der Einsatz „Austral“

Juana Carolina Vera wurde im November 2018 im Rahmen des Einsatzes „Austral“ festgenommen. Dabei handelte es sich um eine Untersuchung unter Leitung der Staatsanwaltschaft, durch die eine Organisation zur internationalen Verschiebung von Kokain zerschlagen wurde.

Im Zuge der Ermittlungen wurde die Lagerhalle des Unternehmens Halcón Peregrino S.A. in San Estanislao durchsucht. Die Beamten beschlagnahmten dort sieben Kleinflugzeuge, 448 Kg Kokain sowie ein 58 Hektar großes Grundstück, das nach Angaben der Staatsanwaltschaft als Logistikzentrum für geheime Flugverbindungen in Nachbarländer diente.

Die Untersuchung führte schließlich zur Anklage mehrerer Personen wegen Beteiligung an einer Organisation, die sich mit dem Drogenhandel befasste.

Wochenblatt / Abc Color

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