Abgeordneter Ibáñez und sein Umfeld wegen Betrug angeklagt

Asunción: Schon am vergangenem Samstag wurde der Colorado Abgeordnete José María Ibáñez, seine Ehefrau Lorena Plabst, seine Haushälter Fabio und Ever Gómez sowie Maria Liz Gutiérrez und der Namensgeber für den Kauf der 4.000 ha Land im Chaco, Walter Marcial Speranza, angeklagt. Ibáñez und seinem Umfeld wird zur Last gelegt, dass dieser Privatpersonal aus der Staatskasse zahlte (Betrug), sich dabei selbst bereicherte und Landfläche durch Hilfe eines Namensgeber erwarb, der unmöglich Eigentümer sein kann.

Dieser Fall kam dank einer Datenbank ans Licht die die Tageszeitung Abc Color anfertigte. Dabei tauchten drei Haushälter von Ibáñez auf, die im Kongress niemals arbeiteten. Durch Filmaufzeichnungen der Staatsanwaltschaft kam heraus, dass diese erst nach den Publikationen der Zeitung an ihren Arbeitsplatz kamen. Demnach verriet sich der Gesetzgeber selbst als er versuchte eine unrechtmäßige Situation ins rechte Licht zu rücken.

Dass die Haushälter unter Anklage stehen haben sie dem Fakt zu verdanken, da sie von ihrer Anstellung im Kongress wussten, ohne da tätig zu sein.

Aber auch Speranza wird dank einer Untersuchung der Tageszeitung Última Hora angeklagt, da er mutmaßlich für den Gesetzgeber 4.000 ha in der Provinz Boquerón erwarb. Sein Monatsgehalt ist weder ausreichend um das Land vom Institut für ländliche Entwicklung (Indert) zu kaufen noch die angegebene Investition von fast 200.000 Euro zu bewerkstelligen.

Rubén Riquelme ist der zuständige Richter, der nun die Immunitätsabgabe im Abgeordnetenhaus einreichen muss.

(Wochenblatt / Abc / Radio Ñanduti)

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7 Kommentare zu “Abgeordneter Ibáñez und sein Umfeld wegen Betrug angeklagt

  1. Entscheidend ist, wie bei fasten allen Dingen im Leben, nur das zählt was am Ende heraus kommt. Der Staatsanwaltschaft blieb nicht mehr viel anderes übrig, als den ganzen Klüngel anzuklagen. Hätte ABC der Staatsanwaltschaft nicht die ganzen Beweise auf dem silbernen Tablett geliefert, wären wir heute noch keinen Schritt weiter.

    Es bleibt nun abzuwarten, ob die Immunität des ehrenwerten Parlamentariers aufgehoben wird oder nicht. Die Angestellten, auf die man sich hauptsächlich konzentriert, sind die am wenigstens Schuldigen. Allein der Beweis, dass es Tonaufnahmen des Hausangestellten gibt, wo er zugibt, nie im Parlament gearbeitet und nur einen Bruchteil des Lohnes bekommen zu haben der für ihn abgerechnet wurde, waren für die Staatsanwaltschaft zu wenig. Jetzt, wo auch der Grundkauf ans Tageslicht kam, hatte die Behörde keine andere Chance mehr als einzuschreiten. Sonst wäre es zu Problemen in der Bevölkerung gekommen.

    Ob es zu einer Verurteilung des Parlamentariers kommen wird ist mehr als fraglich. Seinen Angestellten könnte das selbe Glück nicht zu teil werden.

    Warum wird es höchstwahrscheinlich zu keiner Verurteilung kommen? Ganz einfach, weil diese Methoden unter den Parlamentariern gang und gäbe sind. Es ist dies einer von vielen Wegen, wie die Politiker zu Geld kommen. Und untereinander lässt man sich nicht im Stich, auch wenn Gewitter aufziehen. Umsonst kontrolliert man nicht die Justiz.

    Zuerst wird alles hoch gespielt damit die Leute glauben, die Institutionen funktionieren. Dann wird alles in die Länge gezogen bis zum geht nicht mehr. Schließlich verläuft alles im Sand.

  2. Was ich gerne wissen wuerde, gibt es auch ehrliche Abgeordnete ? Falls ja, wie heissen die eigentlich ? Ausserdem waere ein Auflistung der Parteinamen und deren Einordnung und Ziele nett (links, rechts etc.), da mir die blumigen Parteinamen hier oft nichts sagen.
    Gibt es eine Internetseite wo man die Abstimmungen der Abgeordneten einsehen kann ?

    1. Was ich trotzdem jetzt schon weiß. Sollte es ehrliche Staatsdiener geben, sie werden auch trotz ihres guten Auskommens jede Spende, auch aus den Slums ihrer Nachbarschaft, annehmen und in den nächsten Salemma tragen. Ohne mit der Wimper zu zucken.

    1. Aber Hans, du bist doch schon lange genug hier, um zu wissen, dass das ein Wunschtraum ist. Eher gehen die Paraguyer auch bei Regen arbeiten oder in die Schule.

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