Asunción: Das Gesundheitsministerium hat die gesundheitlichen Überwachungsmaßnahmen an allen Einreisepunkten des Landes verstärkt, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite (ESPII) ausgerufen hat.
Die Maßnahme wird durch die Generaldirektion für Gesundheitsüberwachung (DGVS) und ihre spezialisierten Abteilungen in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) sowie den geltenden nationalen Protokollen zur Früherkennung und Reaktion auf potenzielle gesundheitliche Risiken umgesetzt.
Das Gesundheitsministerium stellte klar, dass es derzeit keine bestätigten Ebola-Fälle in Paraguay gibt. Es wurde jedoch betont, dass es sich um rein präventive Maßnahmen handelt, die Teil der permanenten Stärkung der epidemiologischen Überwachung und der Reaktionskapazität des Gesundheitssystems sind.
Zu den Festlegungen für Reisende aus Risikogebieten gehört die vorherige Anmeldung des Datums und der Details der Reise bei der Direktion für Grenzkontrollen sowie eine 21-tägige Selbstüberwachung auf Symptome nach dem Verlassen des betroffenen Gebiets. Sollten Symptome auftreten, muss dies den Gesundheitsbehörden für eine entsprechende Nachverfolgung gemeldet werden.
Das Ministerium erinnerte daran, dass sich die Ebola-Viruskrankheit durch Fieber, Kopfschmerzen, Körperschmerzen, Schwäche, Durchfall, Erbrechen und Blutungen äußern kann.
Nach offiziellen Informationen gehört das Virus zur Familie der Filoviridae und weist sechs identifizierte Spezies auf. Drei von ihnen waren für die Mehrheit der Ausbrüche beim Menschen verantwortlich: Das Zaire-Ebolavirus, das Sudan-Ebolavirus und das Bundibugyo-Ebolavirus, wobei Letzteres mit dem aktuellen Ausbruch in Verbindung gebracht wird.
Die Behörden erklärten, dass das Ausbreitungsrisiko durch direkten Kontakt mit symptomatischen Patienten und deren Körperflüssigkeiten sowie durch die Exposition in Krankenhaus- oder Laborumgebungen, den Umgang mit Leichen bei Bestattungsriten und den Kontakt mit Wildtieren steigt.
Das Ministerium für öffentliche Gesundheit hob hervor, dass die Kooperation der Reisenden von grundlegender Bedeutung ist, um das Einschleppen des Virus zu verhindern und die Bevölkerung vor möglichen gesundheitlichen Ereignissen von internationaler Tragweite zu schützen.
Wochenblatt / Hoy















