Armut sinkt um fast 10%

Asunción: Obwohl die Sozialausgaben im Vergleich zu anderen Ländern äußerst gering sind konnte die Sekretariat für technische Planung eine Senkung der Armut feststellen. Zwischen 2011 und 2013, das heißt größtenteils unter Fernando Lugo und Federico Franco, sank die extreme Armut von 18,7 auf 10,1%. Während 2011 noch 1.165.000 Personen zu der Gruppe zählten waren es Ende 2013 nur noch 677.089 Menschen.

Die Armut sank im gleichen Zeitraum von 32,8 auf 23,8%. Der Koeffizient der Ungleichheit bei den monatlichen Einkommen, genannt Gini, reduzierte sich von 0,51 auf 0,47 Punkte. Die Einnahmen der ärmsten Bevölkerungsschicht stieg somit um 43%.

Diese Daten wurden durch die Wirtschaftsexperten César Barreto, José Carlos Rodríguez und der Weltbank ausgearbeitet. Eine so auffällige Reduzierung hat es in den zehn Jahren davor nicht gegeben. Damals wurde höchstens 3,2% Reduzierung der Armut erreicht. Anscheinend hat das Wirtschaftswachstum doch großflächiger für eine Verbesserung gesorgt als zuvor angenommen. Außerdem erhalten seit einigen Jahren fast 97.000 Menschen eine Lebensmittelrente.

(Wochenblatt / Última Hora)

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22 Kommentare zu “Armut sinkt um fast 10%

  1. Leider gibt es hier in D viele die sich in der sozialen Haengematte eingerichtet haben, und gar nicht daran denken jeden morgen aufzustehen um die Situation zu verbessern.Ich kann nur fuer BW ,Hessen oder Bayern sprechen, nicht in allen Regionen aber wenn man unbedingt will bekommt man eine Chance,ich kenne viele
    Einwanderer aus Paraguay und keiner ist arbeitslos obwohl sie keine Ausbildung haben, wie es hier fuer jeden moeglich ist. Soviel zu den zu den Dauernoerglern, die meisten Laender haetten gern unsere Probleme.

    Schoenes Wochenende noch.

    1. „Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe“. Zitat von dem ehemaligen britischen Premierminister Sir Winston Churchill.

      Statistiken lieber Gustav, sind so viel wert, wie Paragraphen.
      Jeder findet, was er braucht! Doch ist das die Wahrheit an die Sie glauben und hilft es den Menschen in der Not wirklich weiter?

        1. es ging bei unserer Diskussion nicht um die Frage, ob es Statistiken gibt sondern wie glaubhaft sie sind. Schauen Sie sich doch den Preisindex an. Je nachdem, was ich in den Warenkorb zu seiner Berechnung einsetze, erhalte ich ein anderes Ergebnis. Je mehr Elektronik ich einbringe um so günstiger wird die Statistik. Nehmen Sie die Arbeitslosenstatistik. Wenn ich z.B. alle die sich in einer „Fortbildungsmaßnahme“ befinden, älter als 55 oder „langzeitarbeitslos“ sind, heraus dann sieht die Statistik nicht schlecht aus. Oder nehmen Sie die Staatsverschuldung. Betrachte ich nur Bund, Länder und Gemeinden als Basis, dann komme ich auf unter 3 Milliarden. Nehme ich aber, was realistisch wäre, die Forderungen der Rentner, Pensionäre und z.B. die Schulden der ausgegliederten Körperschaften des öffentlichen Rechts dazu, komme ich auf 10 bis 12 Milliarden. Da Statistik (Meinungsumfragen gehören sicher auch dazu) einem bestimmten Zweck dienen(meist um die Arbeit der politischen „Elite“ in gutem Licht erscheinen zu lassen) kann man sie nicht als objektiv sondern allenfalls als subjektiv bewerten. Das genau ist es, was Churchill sagen wollte und ich auch. Allerdings schmälert das die Leistung von Herrn Lugo nicht und zeigt wie richtig sein begonnener Weg war. Der war nicht im Sinne der Elite dieses Landes und deshalb musste er mittels eines Blutbades weggeputscht werden. Dem inneren Frieden dient das jedoch nicht.

  2. Ein sehr guter Kommentar. Allerdings basiert er auf Statistik und die ist nichts wert. Hier ein Beispiel: Einer isst ein Hähnchen, ein anderer eine Schnitte trockenes Brot. Statistisch haben die beiden jeder 1/2 Hähnchen und 1/2 Schnitte Brot gegessen. Genau so läuft es auch mit dem Durchschnittseinkommen der Leute. Darin sind die Spitzengehälter der Bankmanager ebenso enthalten wie der einer Krankenschwester. Statistisch hat daher die Krankenschwester ein sehr hohes Einkommen. Hätte sie es nur, dann könnte sie gut damit auskommen. In Wahrheit hat sie und viele Millionen anderer es eben nicht.

      1. Ariane61 hat Recht und Sie haben ihre Aussage nicht verstanden. Gustav, Statistiken sind wirklich wichtig zur Meinungsmache aber wichtige Statistiken erstellt die NSA.

        LG

  3. Lebensstandard ist das Verhältnis von Arbeitseinkommen und Lebenshaltungskosten.
    Armut (Wohlstand) ist das Verhältnis von Lebensstandard und Lebenshaltungskosten.

    Ist das Einkommen ausreichend um die Lebenshaltungskosten für einen angemessenen Lebensstandard aufzubringen ist man weder arm, noch wohlhabend.

    Übersteigt das Einkommen die Lebenshaltungskosten, ist man wohlhabend.

    Reicht das Einkommen nicht um die Lebenshaltungskosten zu decken, ist man arm.

    Reicht das Einkommen nicht um eine ausreichende Ernährung zu garantieren, lebt man unter der Armutsgrenze.

    Die jeweiligen Grenzen ergeben sich aus dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten eines Landes.

    Lebenshaltungskosten sind die Kosten für Ernährung, Wohnung mit Nebenkosten, Kleidung und so weiter.

    Deutschland
    Nach dem SGB betragen die Lebenshaltungskosten (Stand 2013) 1.400,00 € pro Monat
    Das Pro-Kopf-Einkommen beträgt (2013) rund 2.500,00 € pro Monat. In Deutschland ist der Lebensunterhalt also für alle Bürger gesichert. Unterschiede durch Mindereinkommen werden durch Sozialleistungen ausgeglichen.
    Deutschland = hoher Lebensstandard

    Paraguay
    Nehmen wir die letzte Berechnung des „Statistischen Bundesamtes“ von 2014 als Grundlage, so betragen die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Deutschland 94%, was bedeutet rund 1.316,00 € pro Monat.
    Das Pro-Kopf-Einkommen beträgt rund 1.908.000 Gs, was bedeutet rund 282,00 € (Wechselkursabhängig). Einen sozialen Ausgleich für Mindereinkommen gibt es nicht.
    Paraguay = niedriger Lebensstandard

    Genaue Zahlen findet man im Internet, wenn es denn jemanden überhaupt interessiert. Auch gibt es interessante Statistiken.

    In Paraguay sinkt die Armut, in Deutschland steigt sie!

  4. Armut ist relativ, denn arm ist man in erste Linie im Geiste.

    Und das ist eines der (vielen) ungelösten Probleme des Sozialismus. Es wird der Armut im Geiste einfach das Existenzrecht abgesprochen.

    Man gibt armen Menschen also Allmosen in Form von Sozialtransfers. Ob das jetzt Hartz 4 ist oder Lebensmittelmarken bleibt sich gleich. Die Menschen bleiben trotz aller Hilfe arm. Sogar noch schlimmer – es werden mehr.

    Die geistige Haltung, welche zur Armut geführt hat, wird belohnt (durch Sozialgeschenke) und auf diesem Wege gefördert. Man züchtet Armut.
    Arme, die vom Staat abhängig sind, sind nun mal treue Wähler der SPD (oder sonsteiner Marxistischen Partei).
    Sie leben ja vom Staat.

    Armut in Paraguay sieht anders aus. Wer hier arm ist, dem geht es nicht um seine soziale Stellung und auch die Frage, ob seine Kinder mit der Markenkleidung ihrer Mitschüler mithalten können, spielt für ihn keine Rolle. Er fragt sich nicht einmal, ob seine Kinder überhaupt in die Schule gehen können, sondern er fragt sich wie er die Kinder, welche vor Hunger schreien, satt bekommen kann. DAS ist echte Armut. DAS ist die Ur-armut, weswegen der Gedanke an „soziale Gerechtigkeit“ überhaupt aufgekommen ist. Der wahre Sozialismus ist es nämlich, die echte Armut seiner NACHBARN zu erkennen und persönlich zu lindern. Das ist sozial.

    Einen Beamten zu bezahlen, damit er anderen etwas wegnimmt und die Beute dann mit dir teilt, das andererseits ist realer Sozialismus. Das kannst du wählen, das züchtet Armut. Echtes soziales Verhalten kannst du nicht wählen, dafür mußt du selber etwas tun. Mit armen Menschen in Kontakt treten, ihnen Hilfe zur Selbsthilfe geben (sofern gewollt) und das Problem sehr persönlich konfrontieren.

    Auf breiter Basis die Armut lindern geht immer nur auf eine Art – den Wohlstand des Landes mehren. Dies passiert durch den Fleiß und die Tüchtigkeit von produktiven Menschen.

    Für Kenner: Adam Smith hat das verstanden; alle späteren sogenannten Wirtschaftswissenschaftler leider nicht. Von Marx bis Keynes, alles nur leere Worte zum Nutzen weniger und zum Schaden vieler.

    1. Zitat: „Mit armen Menschen in Kontakt treten, ihnen Hilfe zur Selbsthilfe geben (sofern gewollt) und das Problem sehr persönlich konfrontieren.“ Ich bin bereit!

      Entschuldigung, lieber 9mm, mir wäre nie in den Sinn gekommen obigen Absatz so stehen zu lassen und ein „LG“ darunter zu setzen. 🙂

      Im Ernst, den Dogmen und Memen denen Sie aufgesessen sind würden jeden Politoffizier entzücken. Wenn Sie möchten, drösel ich Ihren Beitrag einmal auf, nur daß Sie sehen wie eine völlig gegenteilige, auch mit Fakten untermauerte, Meinung aussieht.

      LG

  5. Armut in Deutschland und Armut in Py sind zweierlei Maß, ist also nicht vergleichbar und schon gar nicht mit Deutschland.
    So wie ich das lese, ist hier die Armut in PY leicht gesunken, kann Die wohl hier gemeint Sein?

  6. an den Kommentaren kann man ablesen, wie relativ alles ist. Armut ist ausschließlich eine Frage der Definition und ihre Erscheinungsformen sind von Land zu Land eben nicht gleich. Nicht nur wer Hunger oder kein Dach über dem Kopf hat, ist arm. In den USA leben zigtausend Menschen in Wohnwagen und Zelten vor den großen Städten. Sie haben ein Dach über dem Kopf und bekommen in den Suppenküchen etwas zu Essen. Sind sie deshalb also nicht arm? Arm sind auch die Leute, die in D Hartz IV bekommen obwohl sie staatlich unterstützt werden. Einem eingereisten Ausländer mag diese Unterstützung noch als ausreichend vorkommen, weil er in seinem Heimatland nichts bekommen hat und im wahren Sinne des Wortes Hunger hatte. Für eine deutsche Familie, die einen Freundeskreis hat (oder nun hatte)bedeutet Hartz IV aber einen enormen sozialen Abstieg. Sie werden ausgegrenzt, gemieden, verlieren ihre sozialen Kontakte. Ihre Kinder können mit ihren Kameraden finanziell nicht mehr mithalten und werden diskriminiert. Auch das ist Armut. Sie fängt eben nicht erst beim Hungern an. Wenn Sie dann noch berücksichtigen, dass der sogenannte „Armutsbericht“ in D brutal geschönt ist (Churchill: Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe!) dann mögen Sie ein Bild davon bekommen, wie die Armut in D und Europa rasch voran schreitet. Aber die Schmerzgrenze ist noch nicht hoch genug. Das wird noch dauern aber das Fass füllt sich ganz langsam.

  7. pflichte da dem Kalle voll und ganz zu. Aber wenn man aus dem System rausgeworfen wurde bleibt einem ja nichts anderes übrig als solche Kommentare von sich zu geben.
    Eigentlich können einem diese Menschen nur leid tun, die verzweifelt in ihrem Leben Erfolgserlebnisse suchen.

  8. Hallo

    muss leider die 2 die vor mir geschrieben haben fragen,ob sie Drogen nehmen!
    ihre Kommentare sind so etwas von Realitatsfremd,das schreit schon zum Himmel!
    mann kann die Armut hier nicht vergleichen wie in Europa,noch Deutschland!
    in Deutschland wohnen alle,nahe zu bis auf ein paar ausnahmen,unter einem Dach,sei es nun wohnung oder Haus,das ist hier bestimmt nicht gegeben!
    desweiteren hungert in Deutschland keiner zumindest nicht wenn er statliche Hilfe in Anspruch nimmt!wenn das hier auch so waere ! ist mir das neu!
    ausserdem hat jeder in Deutschland! anspruch auf Kranken versorgung,und Pflege! ist das hier auch so
    waere mir auch neu!
    in einem Bericht dieser Woche ist gestanden,das in Indi leider jemand gestorben ist,weil im dortigen krankenhaus keine Sauerstoff flasche zur verfuegung stand!
    die hat ja wohl in D jeder Dorfarzt!
    mann darf mich nicht falsch verstehen!!!!ich lebe gerne hier in Paraguay,und es zwingt mich auch keiner hier zu leben,wie einige meiner Landsleute,die sind hier weil sie in Deutschland wo anders waeren!

    Fakt ist Paraguay ist ein schoenes land und die Menschen hier sind zum grossteil hilfsbereit und freundlich,was wiederum der grosteil meiner Landsleute auch nicht ist die sind das uebel hier,von denen wird mann beschissen und betrogen!

    aber mann sollte die Kirche mal im Dorf lassen,und auf Deutsch gesagt nicht so ein scheiss schreiben,der so zu hundert Protzent nicht zu trifft!

  9. na das ist doch mal eine super Nachricht und ein Schlag mit der Keule fuer alle Dauernoergler und Schwarzseher aus DACH!! In Deutschland ist nach der letzten Studie die Armutsgrenze (der arbeitenden Bevoelkerung!)ca. 22 % der Leute arm – wuerde man da noch die Hartz IVler und sonstige dazurechnen die vom Staat leben waere man bei viel viel hoeheren % Zahlen. Fazit: Deutschland ist heute das Drittweltland und nicht mehr Paraguay!

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