Asunción, die erste grüne Hauptstadt von Ibero-Amerika, erfasst den Baumbestand

Asunción: Asunción, die erste grüne Hauptstadt von Ibero-Amerika, begann eine Bestandsaufnahme der Bäume zu entwickeln, um Neuanpflanzungen zu planen und ein besseres Stadtmodell zu entwickeln.

Momentan gibt es nur eine Aufzeichnung der Bäume bei fünf Plätzen und einigen Abschnitten der Hauptverkehrsadern von Asunción mit einer Anzahl von 2.628 Exemplaren.

Eine kleine Bestandsaufnahme, die dennoch den Beginn einer “technischen und wissenschaftlichen Analyse“ darstelle, um die Planung der Stadt Asunción hinsichtlich ihrer Bäume besser umsetzen zu können, so David Cardozo, Leiter der Generaldirektion für Umweltmanagement in der Stadtverwaltung von Asunción.

„Asunción gilt als grüne Stadt, verliert jedoch aufgrund der implementierten Infrastruktur immer mehr Parkanlagen und auch Bäume, was beunruhigend ist, aber wir wollen sehen, wie wir an einer besseren Gestaltung des Wachstums in der Stadt vorankommen“, sagte Cardozo.

Die Stadtverwaltung weiß bereits, dass 56% der rund 3.000 erfassten Bäume beschnitten werden müssen und 19% der Bäume entweder durch Gefahr, Alter und Krankheit gefällt werden müssen.

Die erste Bestandsaufnahme dauerte drei Monate. Das Beratungsunternehmen Ambiente Verde hat sie von August bis November 2018 durchgeführt. In Kürze soll eine zweite Zählung der Bäume in Randzonen von Asunción erfolgen.

In der Studie wurde überprüft, ob ein Baum das Straßennetz oder den öffentlichen Raum gefährdet, ob er gesund ist, ob er von Termiten befallen ist sowie weitere Variablen.

Auf diese Weise stellten man fest, dass 16% der Bäume die öffentliche Verkabelung störten, 4% Termitenbefall hatten oder etwa 60% anderweitig krank sind.

„Man muss eine Kontrolle über die Bäume haben und es nicht zu einem Problem für die Gesellschaft machen, im Gegenteil, sodass die Menschen ihre Identität finden, in Harmonie leben und auf die Vorteile des Baumes zählen“, erklärte Waldingenieurin Victoria Sörensen von Ambiente Verde.

Nach ihrer Einschätzung ist die Anzahl der Bäume auf den Plätzen ausreichend, nicht jedoch auf den Gehwegen der Alleen, wo “man die Menge verdreifachen könnte“.

Ihrer Meinung nach sei jede einheimische Art ausreichend und in der Tat sind diese Arten von Bäumen in der Hauptstadt Paraguays vorherrschend, insbesondere Lapacho-Bäume, die die Stadt im Frühling mit rosa und gelben Blüten bevölkern.

Mit dem Blick auf ein umweltfreundlicheres und nachhaltigeres Asunción verteidigte der Architekt Óscar Rivas, Umweltberater der Gemeinde, die Notwendigkeit, Städte zu “renaturieren“ und sich vom Konzept der Megalopolis zu entfernen.

„Wir müssen neue Paradigmen der Urbanisierung etablieren. Menschlicher Siedlungen müssen hinsichtlich eines Modells der überfüllten, konzentrierten Stadt in Richtung einer Ansiedlung der menschlichen Bevölkerung in einem nachhaltigeren Lebensraum verändert werden“, sagte Rivas.

Rivas erinnerte daran, dass “Asunción bereits eine der schönsten Hauptstädte Amerikas war“, die nun durch Vernachlässigung und Verschlechterung aufgegeben worden sei und forderte die Gesellschaft dazu auf, “bewusster zu denken“, um dem “Weg einer Zerstörung der Städte“ nicht zu folgen.

Wochenblatt / Ultima Hora

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3 Kommentare zu “Asunción, die erste grüne Hauptstadt von Ibero-Amerika, erfasst den Baumbestand

  1. Ob die Termiten die Lapachos mögen weiß ich nicht, jedenfalls sehe ich in Parks viele Bäume mit Termitenbefall und keiner tut was dagegen. Ob es bei Lapachos ist kann ich nicht beurteilen, aber die Zahl von 4% ist doch sehr niedrig, ich schätze, der Termitenbefall auf Bäumen auf öffentlichem Gebiet ist viel höher.
    Die Menge an Bäumen auf Gehwegen der Alleen kann man von mir aus verdreifachen. Ist ja auch logisch, dort gehören mehr Bäume hin.
    Asuncion, die Stadt, auf der auf ner 2,3 m Strasse anzufahren kommst, voll auf die Klötz musst, weil man logischerweise da wo die Autostraße durchführt so ein Stück Natur nicht beseitigen wollte, zwängst dich um die 90 cm neben dem Baum durch und gibst wieder Gas. Ich finde, man sollte auch die Bäume auf Autostraßen verdreifachen.
    Vielleicht sollte man aber bedenken, wenn man die Bürgersteige, dort wo vorhanden, schon so fachmännisch konstruiert, dass man ein paar Ladrillos mit 2 mm Schockoladenbezug überzieht, Bäume einsetzt, die ihre Wurzeln tief in den Grund werfen. Für am besten geeignet halte ich daher die Mangrovenbäume, anstatt Lapachos, denn der Lapacho hat sehr starke Wurzeln, die sich am liebsten aus Schokolade ernähren.

  2. „eine der schönsten Hauptstädte Amerikas“ – na, der gute Mann wird wohl noch nicht in allzuviel Hauptstädten gewesen sein, höchstens mit dem Finger auf dem Globus, wenn er denn weiß, was ein Globus ist und er nicht nur einen Globus und eine WEltkarte von Paraguay hat. Geht es noch häßlicher und dreckiger als Asu?

  3. Ich hatte mal das Vergnügen, den im Artikel genannten Cardozo kennenzulernen, jedoch nicht arbeitsbezogen. Das ist einer von der Sorte „sturer Grünfaschist“. Wenn es nach dem gehe, dürfte es kein einziges Bauprojekt mehr geben. Dem ist völlig egal, dass Leute am Itay-Bauch bei Hochwasser ersaufen, es darf bloss kein einziger Baum am Parque Guasu fallen.
    Selbst in Deutschland gilt: Technischer Hochwasserschutz vor Umsiedlung, weil letzteres einfach wahnsinnig teuer ist.
    Zigtausende Dollars in den Sand gesetzt, weil einige wenige sich quer stellen, während gleichzeitg im Chaco Zigtausende Hektars als Wald vernichtet werden. Macht Sinn.

    Kann man vergleichen mit der Dieselabgashysterie in Deutschland, während in China die Feinstaubemissionen explosionsartig nach oben gehen..

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