Aufgrund der Pandemie eine Welle von psychischen Störungen erwartet

Asunción: In wenigen Monaten erwarten Psychologen in Paraguay einen “Höhepunkt“ der Fälle. Die Konsultationen wegen psychischen Störungen in der Quarantäne nehmen zu.

Pedro Segovia, ein 75-jähriger betagtet Mann aus San Antonio, hat drei Wochen lang kaum geschlafen: Er weint den ganzen Tag, er will nicht mehr essen und er verlässt auch nie sein Zimmer. Seine Familie ist sehr besorgt, hat bereits alles versucht, um ihn aufzuheitern, aber sie können ihm nicht helfen.

„Er war so traurig, seit die Quarantäne begann und wir haben ihm verboten, mit seinen Freunden in der Nachbarschaft Karten zu spielen. Zuerst hat er uns nur herausgefordert und ist überhaupt nicht mehr ausgegangen, jetzt leidet er an Depressionen aufgrund der Einsamkeit“, sagte Julia Segovia, die jüngste Tochter.

Sie fügte an, dass ihr Vater bereits bei einem Psychiater in Behandlung sei, die Genesung jedoch aufgrund der durch die Pandemie verursachten Störung und der langen Quarantäne sehr langsam sein werde.

Dr. Iris Penayo, eine Psychiaterin, erwähnte, dass, wie Studien von Hunderten von Spezialisten für psychische Gesundheit aus Lateinamerika und Spanien belegen, die von der amerikanischen Apothekenkette Johnson & Johnson zusammengefasst worden seien, es eine neue Welle einer sehr großen Pandemie geben werde, aber nicht von Covid-19, sondern von durch die Krankheit verursachten psychischen Störungen.

„Die Enge, die Müdigkeit, die Krise und das gesamte Panorama, das wir erleben, verursachen viele große psychische Probleme. Einige leiden bereits jetzt an Störungen, aber in den folgenden Monaten wird das Schlimmste erwartet: Es wird einen Höhepunkt bei Angststörungen geben. Panik, Stress, Depressionen und, wenn nicht rechtzeitig eine Therapie erfolgt, sogar Selbstmorde“, alarmierte Penayo.

Sie wies darauf hin, dass der Paraguayer viel stärker von Isolation betroffen sein werde, da er kulturell eine sehr gesellige Person sei. „Es gibt bereits ein Ungleichgewicht zwischen der einfachen Tatsache, dass man es vermeiden muss, die Hand zu geben, die Wange zu küssen oder unter Freunden Tereré zu trinken. Diese Verhaltensänderung wird viel Angst erzeugen und, wenn sie nicht behandelt wird, sogar zu einer depressiven Störung werden“, warnte sie.

Penayo erklärte, dass eines der ersten Symptome der Störungen die Verleugnung sei, die Existenz der Pandemie nicht zu akzeptieren und zu versuchen, der Realität zu entkommen. Laut der Ärztin befinden sich viele Paraguayer bereits in diesem Stadium.

„Mein Hauptanliegen sind die am stärksten gefährdeten Familien in unserem Land. Die Wirtschaftskrise und die psychologische Instabilität sind keine gute Kombination, sie würden nur zu mehr Kriminalität, Selbstmorden sowie einem Zusammenbruch der emotionalen Stabilität vieler führen“, sagte Gloria Cuevas, eine klinische Psychologin.

Aufgrund der Zunahme von Angststörungen, Panikattacken und Depressionen in den letzten Wochen begann der wissenschaftliche Verband der Psychologen, Menschen in Not im ganzen Land kostenlos zu versorgen. Anfragen sind per Videoanruf, WhatsApp-Nachrichten oder E-Mail möglich. Interessenten können unter (021) 202 271 oder (0981) 714 229 anrufen. Man kann auch an die E-Mail-Adresse soppsicologia@gmail.com eine Nachricht schreiben.

Wochenblatt / Extra

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3 Kommentare zu “Aufgrund der Pandemie eine Welle von psychischen Störungen erwartet

  1. Saminathasarma Kanesharajakkurukkal

    Hierzulande gilt man ja bei Müllabfackeln und Biersaufen mit Kleinkind zu Shwuddi Iglesias auf 120 dB aufm Arm, sich als 40-jährige schon wie 4-jährige Europäer benehmen und nach dem schweren Unfall mit Kleinkindern auf der Rückbank mitten in der Kreuzung immer nochgscheit grinsend – nach europäischem Maßstab – als psychisch gesund. Na, dann darf man ja gespannt sein auf die Welle von psychischen Störungen.

    1. Erst wenn einige der bekannten Marionettenspieler und einige ihrer Marionetten zerstört werden gibt es eine Hoffnung. Womit die Marionettenspieler die Marionetten in der Hand haben duerfte selbst dem Duemmsten seit Eppstein bekannt sein?

  2. Corona wird ganze Völker und Kulturen zerstören. Die Welt steht Kopf. Bewährtes und Werte werden mutwillig oder aus Dummheit zerstört. Alle rennen wie eine dumme Hammelherde auf den Abrund zu, getrieben von Verrückten und Psychopathen, vorwiegend aus links-grünen Kreisen unter skrupelloser Führerschaft von Personen wie Gates, Soros, Merkel und Konsorten. Wer sich dagegen stellt wird im ersten Schritt psychisch fertig gemacht – von da aus ist es nicht mehr weit diese „Aufwiegler“ und „Hetzer“ physisch zu vernichten. Wer sich in der Geschichte auskennt, weiß das. Doch wer befaßt sich heute noch mit der Geschichte? So wurde z.B. in Deutschland seit der Merkel-Zeitrechnung der Geschichtsunterricht immer mehr vernachlässigt und beschränkt sich meist nur noch auf die Nazi-Zeit um den Deutschen einen ewigen Schuldkomplex aufzuerlegen. Die „Früchte“ davon sind heute zu erkennen: Eine völlig geistig verwirrte Jugend, leistungsfern und schmarotzerhaft und Chaos stiftend. Sie verleugnet sich selbst, ihre jahrhunderte alte Geschichte, haßt ihr Vorfahren (und damit ja auch ihre eigene Eltern und Großeltern!) und letztendlich sich selbst. Wie krank ist das nur! Und eine solche geistig verarmte Gesellschaft ist natürlich leicht manipulierbar und glaubt jeden Schwachsinn. Am Ende alle reif für die Psychiatrie. Keine schöne Aussichten!

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