Bald eine Notwendigkeit in Paraguay?

Hilf dir selbst, so hilft dir Gott. Das denken anscheinend immer mehr Einwohner in Paraguay. Vor allem die andauernden Stromausfälle sind ein Laster für viele Menschen.

Sei es nun nur für Privathaushalte, die auf einen andauernden Komfort nicht verzichten wollen oder aber für Unternehmen und große Firmen muss ein Umdenken erfolgen. Generatoren könnten eine Lösung für die häufigen Stromausfälle sein. Sie können sonst Kunden nicht betreuen und ihre Angestellten müssen Däumchen drehen.

Das Angebot an Stromerzeugern ist groß. Sie können gekauft werden oder aber über einen begrenzten Zeitraum als Mietobjekt von Nutzen sein. Für einen durchschnittlichen Haushalt langen Geräte mit einer Leistung von 5 kVA bis 6,2 kVA. Damit können zwei Klimaanlagen zu je 12.000 BTU, ein Kühlschrank, Ventilatoren und Leuchtmittel versorgt werden. Noch sicherere ist man mit einem Generator mit einer Leistung von 9,5 kVA. Die Preise gehen von 4.626.000 Guaranies bis 23 Millionen Guaranies.

Ab einer Leistung von 16 kVA gibt es schon mehr Komfort bei den Stromerzeugern, sie schalten sich bei Bedarf automatisch ein und haben ein geschlossenes Gehäuse. Der Preis beträgt rund 44 Millionen Guaranies, bei 25 KVA in etwa 60 Millionen Gs.

Laut dem Unternehmen Comagro S.A. hätten sie etwa 500 Stück von Generatoren mit einer Leistung von 6,2kVA in nur 12 Tagen verkauft. Für die Vermietung eines Stromerzeugers mit einer Leistung von 5,5 kVA verlangt das Unternehmen Rentamaq 422.000 Guaranies pro Tag, Proyec SAE für ein schwächeres Modell mit 5 kVA 240.000 GS. pro Tag.

Quelle: 5dias

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14 Kommentare zu “Bald eine Notwendigkeit in Paraguay?

  1. 5 kwa sind ja schon sehr viel. Das sind im Jahr wenn es durchgehend läuft 43 MW (5 kwa / h * 24 h / 365 d) im Jahr. Ein Durchschnittshaushalt in Mitteleuropa braucht doch nur ca. 4 MW.

  2. Mein Diesel-Generator (Benziner ist weniger zu empfehlen) von Comagro hat 9,5 kv mit einer Startautomatik. Das Problem ist nur, dass niemand von Comagro bereit ist, im Falle von Problemen oder zur Wartung vorbeizukommen. Man hat ständig passende Ausreden. Jemand anders zu finden, der die Reparatur und die Pflege übernehmen könnte, ist beinahe unmöglich, es sei denn, man wohnt in Asuncion.

    1. Ob Diesel oder Benziner, so einfach ist es nicht, kommt darauf an, was du machen möchtest.
      Bekommst du günstig Gas, egal, Hauptsache Sauber und Brennbar, selbst Biogas/Deponiegas, man kann den Benziner umrüsten.
      Der Dieselgenerator geht auch mit Planzenoel/Palm/Raps/Sonnenblumenoel usw. sauber zum umrüsten.
      Natürlich auch mit Heizoel/Agardiesel/Diesel wer es hat,was billig zu haben ist.
      Bei Volvo habe ich schon fertige Umrüstsätze gesehen. Das ist alles eine Kostenfrage!
      Normal kann man Pflege/Wartung/Reparatur selber machen,das kann man sich alles annehmen.
      Mit passenen Werkzeug,Vielfachmesser, Handbuch da geht das fast allein. Das ist kein Hexenwerk.
      Wer am Auto selber schraubt kann das auch!

  3. Notstromaggregate brauchen eine laufende Wartung und sollten nur von technisch begabten Menschen gekauft werden. Ebenfalls muessen die elektrischen Verbindungen zum Hauptschalter im Haus stimmen.
    Wer nur eine Notbeleuchtung wuenscht dem sind Solarlampen zu empfehlen die durch Sonnenlicht aufgeladen werden und sonst keine Wartung notwendig haben.

  4. KVA ist nicht gleich KW. 5 KVA entspricht 4 KW, und das kann, je nachdem welche Geräte man betreiben will / muß, zu wenig sein. So hat z.B. eine Brunnenpumpe mit 1,8 KW einen Anlaufstrombedarf bis zum 2,5 fachen ( heißt in diesem Fall 4,5 KW ). Wenn dann noch andere Geräte im Hintergrund laufen bricht der Generator zusammen. Also erst einmal kalkulieren welchen Spitzenstrombedarf man hat. Für den langfristigen Einsatz ist immer ein Dieselgenerator zu empfehlen.

    1. Evaristo danke für deinen Beitrag,
      damit hast du Recht. An den Anlaufstrom denkt fast niemand!
      Es sei den die Übwerlastsicherung des Notstromaggregats meldet sich.
      Ich habe meins(4,5Kw) mal ausgestellt mit der Flex,die hat 2,2Kw.
      Es gibt mitlerer Weile auch Geräte die sampft anlaufen. Selten!

    2. Evaristo, Du hast zwar Recht mit dem Anlaufstrom, das dieser höher ist als der angegebene Stromverbrauch auf dem Etikett. Allerdings spielen bei dem Faktor auch noch eine große Rolle 3 Phasen oder Mono. Aber 5 KVA entsprechen 5KW, nur wenn der Leitungsquerschnitt stimmt und die Kabellänge nicht mehr als 10 m betragen. Ansonsten kommt der Ohmsche Widerstand zum Zuge, woraus die sogenannte Blind Leistung entsteht und bei dem Motor nicht mehr die Leistung ankommt. Desweiteren, wenn man hier Strom hat, stimmt die Voltzahl und die Hertzfrequenz nicht, was zur folge hat, das die Amperezahl der Geräte deutlich ansteigt und somit der Konsum und Verschleiß.

      1. Ich habe selten soviel Hlabwissen gelesen wie bei diesen Kommentaren: 5 KVA = 5 KW wenn nur ohmscher Widerstand dranhaengt, dazu gehoert auch das Anschlusskabel egal wie lang und welcher Querschnitt, der ohmsche Widerstand wird nur geoesser mit laengerem Kabel und kleinerem Querschnitt. Der Unterschied zwischen KVA und KW kommt von induktiven oder kapazitiven Widerstaenden. Induktive sind Motoren, kapazitive gibt es im Privathaushalt eigentlich gar nicht. Den Unteschied berechnet man mit dem Cosinus Phi.

  5. An die Redaktion. „Hilf dir selbst, so hilft dir Gott“ stimmt wohl nicht, muss heißen “ Hilf Dir selbst, denn von Gott wird nicht geholfen“

    1. Hola Eggl, vom Grundsatz her hast Du Recht. Jedoch ist es für den Normalanwender einfacher wenn er mit der Wirkleistung ( KW ) rechnet als mit der Scheinleistung ( KVA ). Dann spielen die Unbekannten ( Querschnitt, Kabellänge, usw. ) eine weniger große Rolle. Fausformel: KVA minus 20% ergibt KW.

  6. Ich wollte im WB eigentlich nicht mehr schreiben, aber hier sehe ich Gefahr für Leib und Leben!

    Bei fast allen Beiträgen hier, rollen sich meine Fußnägel hoch.
    Klavierspielen kann vermutlich keiner der Schreiber, aber Elektro können sie alle.
    Ersteres kostet selten Menschenleben.

    1. Die Angaben der Generatorhersteller sind gewaltig nach oben gelogen
    und dann wird noch munter kVA und kW durcheinandergeworfen. Wichtige
    Angaben fehlen oder werden bewußt verschwiegen.

    2. Es gibt keine Voltzahl, Wattzahl, Stromzahl, Hertzzahl bzw. Hertzfrequenz.
    Die einzige Zahl, die es mit dem Generator gibt, ist die Drehzahl,
    ansonsten sind das Spannung, Watt, Voltampere, Strom und Frequenz.
    Auch Leistung, Wirkleistung, Scheinleistung und Blindleistung sind vorhanden.

    Wer diese Grundbegriffe nicht auseinander halten bzw. nicht mal richtig benennen kann,
    sollte sich zu dem Thema fachlich eher weniger äußern.

    3. Längere und dünnere Leitungen erhöhen nicht die Blindleistung, sondern erhöhen
    nur die Scheinleistung des betreffenden Schreibers.

    5. aufpassen, für welche Frequenz (50 oder 60 Hz) der Generator (Moppel) mal gebaut
    wurde. Etliche Brasilianische oder USA Geräte sind auf 50Hz runtergedrosselt und geben
    dann nur noch rund 80% ihrer Leistung ab. Gut für den Motor, schlecht für den Kunden.
    Auch von namenloser China Ware sollte man eher die Finger lassen.

    6. Will man (wie ich) eine 12.000BTU Klima (1300W) , ein paar Lampen, Kühlschränke
    (150-300W) und Ventilatoren betreiben, dann sollte man einen Generator von etwa
    4000 bis 5000W planen. Die Motoranlaufströme könnten einen 2000W zum Ausfall bringen.

    Bei Motoren (klassisch, keine Inverter) ist der Leistungsfaktor eher bei 0,6 als 0,8.
    Also 2kW an Motoren macht 2kW/0,6 an Scheinleistung mit 3,3kVA. Dann noch der
    Anlaufstrom und schon ist man in der Rue De Kack!

    7. Diesel sind viel viel lauter, vibrieren stärker und sind in der hier in Frage kommenden
    Leistung gut doppelt so teuer. Bei deutlich grösseren Leistungen ab 15kw mag das ok sein,
    dann sinds wohl eher 4 Zylinder Motoren.

    8. Habe gerade einen fabrikneuen DaeWoo 6000E (13hp, Einzylinder Nafta) gekauft und
    in Betrieb genommen. Angegeben mit 6,2kVA (harharhar). Der schafft eher weniger als 5kW.
    Mit den unter 4. angeschlossenen Geräte, komme ich mit ca. 1 – 1,2 L/h hin. Die Motoren
    der Klima und Kühlschränke laufen ja nicht ständig. Für den Mehrpreis für den Diesel könnte
    ich meinen Moppel über 400h laufen lassen. Ich glaube kaum, daß der Moppel das durchhält.

    Die 4kVA Moppel sind nicht deutlich billiger, also habe ich den DaeWoo genommen. Etwas
    Reserve kann nicht schaden.

    9. Bei dem Anschluss ans Hausnetz und den NICHT verpolungssicheren Schuko Steckern
    am Moppel, kann es (lebens)gefährlich werden. Das muss gut geplant und ausgeführt
    werden. Mit einer ‚fliegenden‘ Verkabelung über Kabeltrommel etc. ist das eher
    ungefährlicher, aber umständlicher.

    10. Die angebotenen Tableros ( Umschaltboxen für 800.000 bis 2Mio) sind ebenfalls Unfug
    und bei Schuko am Generator gefährlich. Mit IEC309 Verbindungen ist es jedoch lösbar.
    Ohne Tablero und den Quatsch. Dazu muß auch der Generator umgebaut/erweitert werden
    (Garantie!!!)

    11. Ich könnte mir vorstellen, daß mein Lieferant auch außerhalb von ASU Moppel installiert
    und wartet.

    12. Bin Rentner und Elektronik-Ingenieur.

    13. Für Fragen zu Moppel, bitte an meine email all2001 (at) gmx.de wenden.

  7. Nachdem seit über 1 Woche keinerlei Echo oder anfragen an mich kamen, gehe ich davon aus:
    1. Ich hab das Thema ordentlich und ausreichend beschrieben
    2. keiner der Dampfplauderer hat wirklich Ahnung
    3. auch die kranke Ignoranz wollte nur mal gegen PY rumsülzen und sucht nicht wirklich Kontakt für die Wartung.

    Es hat sich mal wieder bewahrheitet, daß man unsinnige Diskussionen mit Fakten beenden kann.
    Auch gut!

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