Celeste Amarilla: “Ich habe mich nicht an Cartes verkauft“

Asunción: Die Witwe des Ex-Itaipú Direktors Franklin Boccia, Celeste Amarilla gab die entscheidende Stimme, damit Cartes‘ Verbindung zu Messer nicht von der Justiz verfolgt wird. Cartes ist damit aus dem Schneider.

Die Messer-Kommission, die Ex-Präsident Cartes zwei Mal vorlud, hatte Mitglieder aus beiden Kammern des Parlaments. Die Abgeordnete Celeste Amarilla (PLRA) war stets eine Kritikerin von Cartes und wurde deswegen des Öfteren in dessen Medien schlecht gemacht. Nachdem Cartes am Montag ein zweites Mal nicht zur Anhörung der Kommission erschien, wollte die von Rodolfo Friedmann präsidierte Kommission die Aufgabe der Justiz überlassen. Dafür bedurfte es einer Abstimmung, deren Ausgang im vornherein eigentlich klar war. Doch vollkommen überraschend stimmte Celeste Amarilla diesmal dafür die Befragung von Cartes auf sich ruhen zu lassen. Auf die Frage warum sie dagegen stimmte antwortetet Amarilla, dass Richter Alcides Corbeta schon im Dezember sagte, dass dies Cartes Pflicht gewesen wäre zu erscheinen.

Wer sich nun fragt, was die Frage eines Journalisten mit der Antwort von ihr zu tun hat, begreift nun auch, dass dies nur Ausflüchte sind und sie keinen Grund benennen kann. Als sie gefragt wurde, ob Geld ihre Meinung beeinflusst hätte, verneinte sie das vehement. “Ich habe mich nicht an Cartes verkauft“, sagte die Abgeordnete gegenüber mehreren Medien. Nur glauben will es keiner, denn Cartes braucht sich nun keine Gedanken mehr machen und die Abgeordnete hat vermutlich für immer ausgesorgt.

Wochenblatt / Última Hora

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8 Kommentare zu “Celeste Amarilla: “Ich habe mich nicht an Cartes verkauft“

  1. Also. Ganz oben ist auch relativ, denn die ist höher oben als die Stewardess (Siehe Artikel Ganz nach oben gekommen vom 18. März mit dazugehörenden Kommentaren) auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht und Wurzeln sind nun mal im Boden unten, daher ist die Stewardess im Vergleich zur Wurzelverkäuferin schon weiter oben aber aus Sicht der „Karriere mit Ehe“ Frau eben nur in der Mitte. Dieses ist aber egal, weil Stewardess und Wurzelverkäuferin Karriere im Hamsterrad machen und das wesentliche aber außerhalb diesem entschieden wird. Denn warum haben die Stewardess und die Wurzelverkäuferin hier nicht mitgestimmt? Hätten sie also richtig geheiratet, wären sie das und das nicht geworden, reich auf die Welt gekommen, wären sie noch erfolgreicher obwohl sie doch laut Presse, die immer Recht hat schon ganz oben sind?
    Die Männer müssen dann wenn nicht schon reich geboren Karriere mit Kriminalität machen, weil mit Ehe klappt es ja quasi nicht? Das könnte man so nennen und eine Studie dazu machen. Folglich müsste man um Chancengleichheit zu erreichen also auch Karriere mit Ehe für Frauen verbieten also Karriere mit Ehe der Karriere mit Kriminalität gleichsetzen. Wären dann plötzlich die beiden Geschlechter gleich kriminell? Oder gleich alle Macht nur den Wurzelverkäufern, weil es ja vielleicht auch Männer gibt, die dies tun. Fragen über Fragen und kein Erfolg in Sicht.

  2. Kuno Gansz von Otzberg

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    Jeder hat sich immer an irgendjemandem verkauft.
    Der Politiker am „Moechtegern des Turnus“, der Pfaffe an seiner Kongregation, der Mennonit an die Kooperative, der Unternehmer am Mammon, der Viehzuechter ans Vieh, der Bauer an die Produktion, der Rodungs- und Maschinenunternehmer am Schwarzgeld, die Bank an der Geldwaesche, Wallstreet ans Zocken, usw.
    Nur der Christ ist der Aermste aller Armen hier auf Erden denn dieser sitzt IMMER zwischen allen Stuehlen.
    Dem Christen ist hier auf Erden nur ein Dach ueberm Kopf zugesichert (auch wenn dieses Jemandem anders gehoert; oder ein Zeltdach ist), genug zu Essen dass er nicht verhungert bevor er stirbt, und das wars dann auch schon – ganz im Gegensatz zu dem was diese Prosperity Gospels predigen.
    Wir lesen nirgends dass der Apostel Paulus ein erfolgreicher Zeltmacher, sprich Lederarbeiter, war, sondern man wurschtelte sich nur gerade so muehsam durchs Leben und wuenschte sich dass das Ende lieber frueher als spaeter kaeme.
    Gaebe es nicht eine Belohnung auf Ewig im Jehnseits fuer den Christen, so waere dieser der groesste Idiot der Erde – denn auf dieser Erde bluehen diesem blos wirtschaftlicher Misserfolg da er sich an Seilschaften und Korruption nicht beteiligt und nicht mitmacht wo die Welt mitmacht und daher heutzutage die wahren Christen sogar von den (falschen) Kirchenbruedern ausgebremst werden wo frueher nur die Welt dem Christen Knueppel zwischen die Beine warf.
    Diese Entwicklung, absolute Wahrhaftigkeit und Erfuellung der biblischen Prophetie kann man so klar bei den Mennoniten sehen wie bei keinem anderen Volk.
    Wie 100% sich doch folgendes bewahrheitet.
    1. Korinther 15 V 16 ff:
    >16 Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. 17 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; 18 dann sind auch die in Christus Entschlafenen verloren. 19 Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendesten unter allen Menschen!<
    Wenn wir als Christen nun wegen unserm Patron (Herrn) staendig zwischen allen Stuehlen sitzten, staendig uebergangen und ausgenutzt werden und nicht "fuer voll" angesehen werden (es ist heutzutage Mode unter den Mennoniten, die echten Christen als "psychisch krank" und nicht ganz bei Trost hinzustellen wenn diese nicht die Kooperative oder Gesellschaft als Abgott haben und eben nicht mit der Korruption mitmachen), so sind wir die elendigsten aller Menschen wenn es keine ewige Belohnung gibt im Himmel. Wenn der "Christ" nur im Diesseits auf Christus hofft (um mehr Geld zu raffen, mehr Ansehen, mehr Macht, usw.) und nicht im Jenseits (weil solcher "Christ" eben ungern sterben will weil er komplett am Hab und Gut, Posten, Frau, usw. haengt) so sind solche "Christen" in der Tat die elendigsten unter allen Menschen.

  3. Obwohl Cartes Bank Wertpapiere für Dario Messer transferiert hat, nachdem Dario Messer schon seit Jahren als Geldwäscher international gesucht wurde und immer noch wird, muss Herr Cartes also nichts aussagen, was er wissen könnte. Dabei ist er als Ehrensenator gar kein Senator, dem Immunität zusteht.
    Naja, ist ja auch nicht so interessant für die paragauysche Justiz. Es gibt interessanteres, mit dem man sich auch was kaufen kann.
    Aber das wird auch kein Bananenbäumchen der Bananenrepublik stören.

    1. Kuno Gansz von Otzberg

      Reply

      Es gibt keine „Ehrensenatur“ in Paraguay.
      Das ist eine „Senatur for life“ tenure, was Paraguay hat.
      Nachzulesen bei Wikiwasdennsonst Pedia. https://en.wikipedia.org/wiki/Senator_for_life
      Der deutsche Begriff „Ehrensenator“ ist was ganz anderes als die „Senaduria de por vida“ Paraguays.
      Der Senador por vida darf nur nicht waehlen. Sonst ist er ein vollwertiger Senator wie die gewaehlten auch.
      Jeder ex-Praesident ist AUTOMATISCH senador de por vida (auf Lebenslang Senator). Nur eben bezeichnenderweise die Mennonitenfreunde wie „Nicadron“, gerade die halten sich an nichts und raffen nur noch nach mehr Macht (poweraholics nennt man solche. Besoffen von Macht).

      1. Ja, das gibt es auch in der humanen und weltoffenen Schweiz (vgl. „Das Boot ist voll“).
        Da gab es mal eine ca. 35 jährige Bundesrätin. Wenns mir noch recht ist, war es nicht die erste Frau als Bundesrätin, aber die jüngste. Jedenfalls wurde sie nach wenigen Jahren (ca. 2) von den Kollegen vom Parlament abgewählt.
        Ab dann musste sich die gute Frau, und das erst noch bis sie in Rente geht, weil man doch fürs Land außerordentlich gute Dienste geleistet hat – nicht so wie meine Wenigkeit – nebst ihren nicht schlecht bezahlten Jobs in diversen Verwaltungsräten in der Privatwirtschaft auch noch monatlich eine Rente vom Steuerzahler bezahlen lassen.
        Will damit sagen:
        So Ehrensenator muss man schon sein, um sein vom Steuerzahler aufgebessertes Portokässelchen von diesem etwas aufpolieren lassen. Auch wenn man wie Frau Metzler gehen musste.
        Ich gehe davon aus, dass US-Dollar Milliardär Horacio Cartes auch dazu gehört und schon Frührentner geworden ist, seit er nicht mehr die Bananenrepublick repräsentiert. Vielleicht spuckt er aber auch auf die lächerlichen paar Kröten, verzichtet auf die Almosen des Volks, wo er noch lieber aktiv die Politik in die richtige Richtung – seine Richtung – zu richten bereit und es für ihn doch noch etwas lukrativer ist.

  4. Wenn ich mich richtig erinnere war es gerade diese Frau Amarilla, die gemeint hatte, wenn Cartes nicht aussagt, kommt notfalls die Polizei um ihn zu holen. Und jetzt das.
    Wie kann man so eine Person ernst nehmen? Aber der Kongress ist voll von diesen Typen. Denen ist ihre Aussendarstellung sowas von egal, die wechseln auch die Partei von heute auf morgen wenn es sein muss.
    Die sieht man auch nie in der Öffentlichkeit, schön verbarrikadiert hinter hohen Mauern. Da kommt mir das blanke Kotzen, wenn das Volksvertreter sind.

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