Die Autobahn, die keine ist

Asunción: In den Karten als Autopista eingezeichnet hat dies Straße vom Kreisverkehr Flughafen bis Superviaducto als einzige die Voraussetzungen einer Autobahn. Und dennoch muss man langsam fahren.

Auf dieser Strecke von genau 6 km darf man maximal 60 km/h fahren, wie der Direktor der Straßenpatrouille Luis Christ Jacobs gestern erklärte. Laut seiner Ansicht handele es sich nicht um eine Autobahn, da sie Einfahrten und Ausfahrten habe. Nun, da auch europäische Autobahnen Einfahrten und Ausfahrten haben – müssen – um nützlich zu sein, fragen sich viele immer noch, warum man auf der einzigen Strecke, die beidseitig zwei Spuren hat und zudem noch Autopista heißt, die Höchstgeschwindigkeit 60 km pro Stunde beträgt. Am Kreisverkehr vor der Einfahrt zur paraguayischen Luftwaffe sind sogar nur 40 km/h erlaubt.

Die Straßenpatrouille hat zudem vor die Geschwindigkeit auf dem Abschnitt zu messen, unter anderem deswegen, weil sich eine gewisse Tuningszene an einer angrenzenden Tankstelle regelmäßig trifft und die Strecke für ihre Rennen missbraucht.

Die Bußgelder belaufen sich je nach Geschwindigkeitsübertretung von 11-20 km/h auf 325.008 Guaranies, bei 21-30 km/h auf 568.764 Guaranies und ab 31 km/h auf 812.520 Guaranies. Die Radarmessungen werden jedoch nicht auf Höhe der Schilder vorgenommen, sondern erst ab 100 m danach, sodass Zeit zum Abbremsen bleibt.

Wochenblatt / Hoy / Abc Color

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6 Kommentare zu “Die Autobahn, die keine ist

  1. Zu dem Artikel schrieb ein Kommentarist auf ABC, dass wenn man mit dem Auto nach Florianopolis fährt (mehr als 1000 km) man keinen einzigen Verkehrspolizist in Brasilien begegnet, da auf der Strecke elektonische Radarkameras installiert sind und diese präventive Wirkung haben. Vermutlich sind die Geschwindigkeitsbegrenzungen sinnvoller angesetzt als in Paraguay.
    In Paraguay wird man nicht mal im Traum das brasilianische System einführen, da das jetzige einzig und allein darauf abzieht den Autofahrern, auch die allervorsichtigsten, Geld aus der Tasche zu ziehen, die Gefahrenprävention ist denen völlig egal.
    Hinzu schreibt er dass es grotesk ist, Autofahrer auf mit Schlaglöchern übersäten Strassen zu bestrafen, wenn der Staat ihrer Pflicht, einwandfreie Strassen, nicht nachkommt.

    1. Ich denke, dass die elektronischen Blechpolizisten zusätzlich viel Geld in die vollen Kassen Paragauys spülen könnte, sowas will man aber nicht, da eben elektronisch und Inhalt schlecht ins eigene Säckl zu transferieren ist. Besser beim Bananenrepublik-System bleiben: „Jo, eigentlich beträgt die Busse 1.000 Tagessätze“ – „tengo un diecmilquinientos nomas“ – „pobrecito, dame los diecmil y con el resto te puedes comprar un fósforo x quinientos orepy“. An dieser Stelle füge ich keine Übersetzung an, damit sich niemand frustriert fühlen muss.

  2. Da nimmt mich jetzt aber wunder, wie das loco Wochenblatt-Team einem Buen Educado erklären will, dass europäische Autobahnen Einfahrten und Ausfahrten haben – müssen – um nützlich zu sein. Viel Spaß.

  3. Autobahn Ihn Paraguay,Wo!!!!
    Die 60Km eine Lachnummer!
    Die Straßen auf den Land oft unbefestigte Erdstraßen.Bei Regen Schlammpisten.Tage/Wochenlang nicht passierbar.
    Es gibt bessere Panzerstraßen!
    Befestigte Straßen/Fernstraßen,vielfach bessere Schlaglochpisten.Mich wundert das noch niemand auf die Idee gekommen das als Stoßdämpfer-Teststrecke zu vermarkten.

  4. Da kann ich dem Direktor der Straßenpatrouille Luis Christ Jacobs nur Recht geben.
    Eine Autobahn mit Ein- und Ausfahrten ist den paraguayischen Fahrzeuglenkern nun wirklich nicht zuzumuten.

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