Chaco: 10 Stunden nach tödlichem Unfall versteckt

Loma Plata: Sonntagmorgen um 02:00 Uhr überfuhr ein Mann eine Gruppe von Personen, die auf der Straße von Cruce Boquerón nach Loma Plata saßen und Alkohol tranken. Dabei starben zwei Männer und eine Frau.

Der Fahrer, der von den Überlebenden nicht gelyncht werden wollte, rannte in ein waldiges Gebiet und versteckte sich da ganze 10 Stunden. Erst gestern Mittag um 12:00 Uhr präsentierte er sich beim Polizeirevier. Ein Alkoholtest fiel negativ aus. Er sagte aus nicht damit gerechnet zu haben, dass diese Personen auf der Straße saßen und tranken.

Bei dem Unfall auf Höhe von km 423 starben Julio Ruiz Díaz Acosta (18), José Dolores Yrepa Acosta (37) und eine noch nicht identifizierte Frau.

Wochenblatt / Extra

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9 Kommentare zu “Chaco: 10 Stunden nach tödlichem Unfall versteckt

  1. Das in der Einöde Menschen auf der Strasse sitzen und trinken dürfte keine schlechte Idee sein. Darauf zu vertrauen, das einen Autofahrer sehen und ausweichen hingegen schon. Wie man liest findet Strassenverkehr hier überraschenderweise selbst in den entlegensten Winkeln des Landes und zur Schlafenszeit statt.

  2. Tja, was soll man dazu schreiben. Jedenfalls sitzt es sich auf einer Straße gefährlich. Vor allem wenn sie wie dem Foto zu entnehmen keine Kandelaber hat. Aber egal, auch um 14 Uhr würde ich das nicht unbedingt machen (dijo mi Profe y mi Papa). Heilandsack, wie bescheuert muss Mann*in sein.

  3. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Es ist ueblich dass ueberlebende Verkehrsunfallopfer die Waffe ziehen und den Verkehrsunfallverursacher versuchen zu toeten. Davor ist er geflohen. Es ist verstaendlich.
    Ich waere weitergefahren da das offensichtlich ein Unglueck ist verursacht von den Saeufern die das Gelage auf der Strasse abgehalten haben. Saeufer haben oft die Gepflogenheit sich in den Weggraben zu legen und ihren Rausch da auszuschlafen oder eben direkt auf dem Weg sich hinzulegen.
    Die Schuld liegt nicht beim Fahrer sondern an diesen alkoholisierten Saeufern.
    Wovor der Fahrer angst hatte ist diese alttestamentliche Gepflogenheit.
    4. Mose 35 ff.
    „Und der Herr redete zu Mose und sprach: 10 Rede zu den Kindern Israels und sage zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan in das Land Kanaan kommt, 11 sollt ihr euch Städte wählen, die euch als Zufluchtsstädte dienen, damit ein Totschläger, der einen Menschen aus Versehen erschlägt, dorthin fliehen kann. 12 Und diese Städte sollen euch als Zuflucht dienen vor dem Bluträcher[2], damit der Totschläger nicht sterben muß, ehe er vor der Gemeinde vor Gericht gestanden hat.
    Diese sechs Städte sollen sowohl den Kindern Israels als auch den Fremdlingen und Bewohnern ohne Bürgerrecht[3] unter euch als Zuflucht dienen, damit dahin fliehen kann, wer einen Menschen aus Versehen erschlagen hat.
    16 Wenn er ihn aber mit einem eisernen Werkzeug schlägt, so daß er stirbt, dann ist er ein Totschläger, und ein solcher Totschläger soll unbedingt getötet werden. 17 Schlägt er ihn mit einem Faustkeil, mit dem jemand getötet werden kann, so daß er stirbt, dann ist er ein Totschläger, und ein solcher Totschläger soll unbedingt getötet werden. 18 Schlägt er ihn mit einem hölzernen Werkzeug in der Hand, mit dem man jemand totschlagen kann, so daß er stirbt, dann ist er ein Totschläger, und ein solcher Totschläger soll unbedingt getötet werden.
    Die Blutrache
    19 Der Bluträcher soll den Totschläger töten; wenn er ihn antrifft, soll er ihn töten. 20 Stößt einer den anderen aus Haß, oder wirft er absichtlich etwas auf ihn, so daß er stirbt, 21 oder schlägt er ihn aus Feindschaft mit seiner Hand, so daß er stirbt, so soll der, welcher ihn geschlagen hat, unbedingt getötet werden, denn er ist ein Totschläger. Der Bluträcher soll den Totschläger töten, wenn er ihn antrifft.
    22 Wenn er ihn aber aus Versehen, nicht aus Feindschaft stößt oder irgend ein Gerät unabsichtlich auf ihn wirft, 23 oder wenn er irgend einen Stein, von dem man sterben kann, auf ihn wirft, so daß er stirbt, und hat es nicht gesehen und ist nicht sein Feind, und wollte ihm auch keinen Schaden zufügen, 24 dann soll die Gemeinde zwischen dem, der geschlagen hat, und dem Bluträcher nach diesen Rechtsbestimmungen entscheiden. 25 Und die Gemeinde soll den Totschläger aus der Hand des Bluträchers erretten und ihn wieder zu seiner Zufluchtsstadt führen, in die er geflohen war; und er soll dort bleiben, bis zum Tod des Hohenpriesters, den man mit dem heiligen Öl gesalbt hat.
    26 Wenn allerdings der Totschläger aus dem Gebiet seiner Zufluchtsstadt, in die er geflohen ist, hinausgeht, 27 und der Bluträcher ihn außerhalb der Grenzen seiner Zufluchtsstadt findet, und der Bluträcher tötet den Totschläger, so hat er keine Blutschuld; 28 denn jener sollte bis zum Tod des Hohenpriesters in seiner Zufluchtsstadt bleiben und erst nach dem Tod des Hohenpriesters wieder zum Land seines Eigentums zurückkehren.
    29 Und dies soll euch als Rechtssatzung gelten für alle eure Geschlechter in allen euren Wohnorten.
    30 Jeden, der einen Menschen erschlägt – auf die Aussage der Zeugen hin soll man den Totschläger totschlagen; ein einziger Zeuge aber genügt nicht, um gegen einen Menschen zur Hinrichtung auszusagen.
    31 Und ihr sollt kein Lösegeld annehmen für das Leben des Totschlägers, der des Todes schuldig ist, sondern er soll unbedingt getötet werden.“
    In diesem Fall handelt es um unbeabsichtigten Totschlag (und nicht Mord) und so darf der Fahrer nicht vom Blutraecher der Ueberfahrenen (meist Verwandte die das Blut der Verwandten raechen) getoetet werden.
    Die Blutrache ist allerdings noch ein Brauch unter den Paragauyern.
    Meines Arbeiters Vater wurde waehrend der Stroessner Zeit von PLRA erschossen (er war Colorado Polizeimeister in Villarica). Ich fragte meinen Arbeiter (der Sohn des Ermordeten) warum er das Blut nicht geraecht hatte. Er waere dazu zu feige sagte er mir gegebueber haette aber deswegen mal mit dem Saufen und Rauchen angefangen als er seinen Vater als Bub erschossen sah. Er haette aber schon den Aufenthalt der Sippenangehoerigen der Taeter ermittelt und wisse wo sie sich befaenden. Er haette aber nicht die Absicht den Tod des Vaters zu raechen, meinte er. Es waere auch nicht unbedingt christlich, meinte ich.
    Damit die DACH’ler es wissen: die Blutrache lebt durchaus noch im paraguayischen Volkstum als real praktizierter Brauch weiter. Man rechne damit dass die Verwandten von Unfallopfer sich an dem Taeter irgendwann raechen. Die Vorbereitung auf die Rache kann sich oft ueber Jahrzehnte oder ein halbes Jahrhundert hinwegziehen.
    Einem meiner ex Angestellten hat schon das Messer des Blutraechers getroffen, wie gesagt wird (zumindest wurde das behauptet). Dieses ist auch ein Aspekt von Paraguay mit dem der Deutsche rechnen muss.

    1. Fast 30 Prozent in der Schweiz sind religionslos – Tendenz steigend
      Schweizer Nachrichtenwebsite
      Ipso ergo nimmt auch in der Schweiz die Anzahl nachdenkender, intelligenter Menschen zu

      1. Kann man sicher nochmals so viele Schwizzer in Prozenten dazu rechnen, die mit Religion gar nix am Gupf haben, aber trotzdem automatisch seit Geburt im Kirchensteuerstrafregister eingetragen sind.

      2. Moyses Comte de Saint-Gilles

        Nicht mehr als 30% sind in CH agnostisch? Das ist eine sehr geringe Zahl. Das bedeutet ja dass 70% der Eidgenossen noch woran immer „glaeubig“ sind. Diese Zahl haette ich nie so hoch geschaetzt.
        Dumpfbacken kommen nicht zum logischen Schluss dass der Heiland die Quintessenz ihren Lebens ist.
        Normalerweise geht man heute davon aus dass wie in D und AT in CH niemand mehr Christ ist. Das ist umso erfreulicher dass wenigstens noch 70% der Schwurbrueder sich zum Heiland, wenn auch nur nominal, bekennen.
        Das zeigt ihr Verstand funktioniert doch noch so halbwegs.

        1. Wer in einer sektenhaften Gruppe aktiv ist, taucht in eine mentale Parallelwelt ab. Denken, Handeln und Fühlen ändern sich oft radikal, die geistige Welt ebenfalls – meist begleitet von einer erheblichen Wesensveränderung.
          Hugo Stamm
          Das trifft auch auf Mennoniten und vor allem ehemalige Mennoniten zu, wie man in der Kommentarfunktion des Wochenblatts fast jeden Tag feststellen kann.

          1. Moyses Comte de Saint-Gilles

            Nein auf das wahre Mennonitentum, d.i. Wiedertaeufertum, trifft das nicht zu. Ueber die Jahrhunderte haben sich allerdings bei den Mennoniten ausserbiblische Traditionen angesammelt (die aber nichts mit der Bibel zu tun haben) die diese dann zur Sekte werden liessen. Das hat aber nichts mit Jesus oder der Bibel zu tun sondern sind Zusatz- und Abfallprodukte von Menschen (menschengemacht).
            Das Wiedertaeufertum wird auch von renommierten messiansichen Juden (wie Jacob Prasch) als das eigentlich Richtige zusammen mit den messianischen Juden angesehen. Doktrinell sind die Mennoniten, sofern sie erzkonservativ sind, korrekt und auf dem richtigen Weg – nur eben nicht komplett (vollkommen).

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