Chaco: Drogenhandel und Viehdiebstahl weiter auf dem Vormarsch

Filadelfia: Die geringe Kontrolle in der Luft und am Boden macht es möglich, dass diejenigen, die sich dem Drogenhandel und Viehdiebstahl verschrieben haben, keine Schwierigkeiten haben, ihre Verbrechen im Chaco durchzuführen, da sie die Nähe von Bolivien und Brasilien ausnutzen.

Diese Fälle nehmen aufgrund der fehlenden Kontrolle auf den Fernstraßen zu. Aber auch in der Luft zeigt die Polizei oder Staatsanwaltschaft wenig Präsenz.

Im Februar dieses Jahres wurden auf der Estancia El Tigre im Departement Alto Paraguay 1.400 Kilo Kokain beschlagnahmt, verteilt in 42 Leinensäcken. Aus diesem Grund hatte Innenminister Arnaldo Giuzzio berichtet, dass geplant ist, den Luftraum zu verstärken, um das illegale Eindringen von Drogenflugzeugen zu verhindern.

Bei der Arbeit der Polizei im Chaco-Gebiet besteht eine Schwierigkeit darin, dass keine Lastwagen kontrolliert werden, die Kokain aus Bolivien transportieren können. Ein weiteres Verbrechen, das die Region heimsucht, ist der Viehdiebstahl.

Im Juni verwies der Präsident des Regionalverbandes Alto Chaco, der Viehzüchter Nevercindo Bairros Cordeiro, über den Radiosender Radio Pa’i Puku auf die Probleme, mit denen sie konfrontiert sind: „Wir haben immer viele Probleme in Bezug auf den Viehsektor. Wenn die Dürre endet, regnet es in Strömen und wenn das vorbei ist, beginnt es zu brennen. Jetzt haben wir dieses sehr ernste Problem, nämlich den Viehdiebstahl“, sagte er.

Für Cordeiro war der Fortschritt im Chaco in Bezug auf die Infrastruktur nicht vorteilhaft, da er seiner Meinung nach Viehdiebe bevorteilt, die mehr Tiere stehlen, was auch Kleinproduzenten betrifft. „Es ist ein Problem, dass wir versuchen zu lösen, um mit den Behörden mehr zusammenzuarbeiten”, betonte er.

Wochenblatt / Ultima Hora

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2 Kommentare zu “Chaco: Drogenhandel und Viehdiebstahl weiter auf dem Vormarsch

  1. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Um etwas die Kosten des Einsatzes von schweren Waffen gegen Drogenhaendler und Viehdiebe zu erahnen sehen sie unten eine kleine Rechnung an.
    “Der zweite Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten lautet: “Eine gut regulierte Miliz, die für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, das Recht des Volkes, Waffen zu behalten und zu tragen, darf nicht angetastet werden.”
    Parademarsch – https://www.youtube.com/watch?v=VhP9MLrdU9Y
    Allerdings ist das Tragen von Waffen auch keine Generalloesung wie man ja am Olbrich und dem Karntner sehr schoen sehen kann. Kleinwaffen koennte sich der Milizionaer durchaus leisten nur eben schwere MG’s schon nicht mehr geschweige denn Geschuetze, Panzer, Flugzeuge, Flugzeugtraeger, Uboote, Raketen, etc. Im “Fall Schwarzwalddoerfle” kann man sehen dass die Guerrillataktik des Kaerntners durchaus effektiv gegen den schwerbewaffneten “Ritter” Olbrich war. Das klassische David gegen Goliath. Das Ueberraschungsmoment mit unverhofftem Vorstoss aus dem Unvermuteten war weitaus effektiver als steht mit schwerer Bewaffnung zu prahlen im Falle des Olbrich.
    Die US Verfassung stammt aus einer Zeit wo sogar Privatleute sich es leisten konnten Kanonen zu besitzen da viele der Kanonen aus dem Sezessionskrieg privaten Leuten gehoerten. Am Anfang des Krieges lieh der Privatier der Regierung seine Kanone. Die Bewaffnung des Milizionaers war praktisch dieselbe wie die des Heeres, des Bauern und des Jaegers. Das ist heute nicht mehr so ausser bei Bananenrepubliken die sich nicht viel schweres Geraet leisten koennen.
    Der Privatbuerger muesste heute mit seiner Camioneta (Pick UP) und nem Revolver, ner Schrotflinte und einer Pistole und Jagdgewehr (alles maximal halbautomatische Waffen) in den Krieg ziehen gegen Panzerfahrzeuge, Flugzeuge, automatische Kleinwaffen, Atombomben und Raketen. Es gab heute kein Equilibrium der Waffen wie es noch 1850 bestand denn kein Privatmensch kann sich eine Atombombe leisten.
    Kann sich denn ein Privatmensch es leisten auch nur das MG 42 aus dem 2. Weltkrieg zu “fuettern”? Das Ding verschiesst etwa 1500 Schuss pro Minute (damals 8mm Mauser) und nehmen wir an im modernen 308 Winchester Kaliber. Jeder Schuss kostet rund 0.85 USD pro Schuss in den USA normale Munition welches nicht mal panzerbrechend ist. https://www.freedommunitions.com/308-win-150-gr-fmj-new.html
    Der Preis verdoppelt sich mindestens in Paraguay zu etwa 2 USD pro Schuss. Schiesst man also eine Salve von 10 Sekunden auf ein Objekt so verbraucht man schon 250 Schuss welches dann etwa 213$ Fabrikpreis kostet und in Paraguay kosteten diese 250 Schuss schon 500$. 10 Sekunden das MG 42 zu bedienen wuerde der Wehrmacht heute rund 3.5 Millionen Guaranies kosten. 10 Sekunden Salve schiessen ist etwa das gleiche wie auf einen Taliban oder Viehdieb aus einer Entfernung von 1 Km zu schiessen um sicher zu gehen dass er auch getroffen und tot ist – wenn man glueck hat hat man ihn dann erwischt. Der Spass einen feindlichen Kaempfer zu toeten kostet rund 3.5 Millionen Guaranies. Und das mit der ganz billigsten Munition die fuer Zivilisten gedacht ist und nicht panzerbrechend ist. Rund 1ne Minute lang das MG 42 zu benutzen kostete dann etwa 3000 USD also rund 21 Millionen Guaranies – 1500 Schuss 7.62×51 NATO duerften m.E. zureichen um wenigstens Sperrfeuer zu legen gegen einen feindlichen Zug Taliban. Der “Puma” (Sd. Kfz 234/2) hatte 1 MG 42 an Bord und dann noch eine 50 mm Kanone – ueber den Preis der Kanonenmunition wollen wir uns hier nicht aufregen.
    Waere ein Buerger, Mittelstaendler, etc denn in der Lage das MG 42 schon nur 1ne Minute lang fuer den Preis von 21.000.000 Guaranies abzufeuern? Niemand – das kann nur ein Staat finanzieren. Nach einer Minute wenigstens wuerde so mancher zur Bank rennen um einen Kredit aufzunehmen der dann nur durch das Beschlagnahmen des Besitzes des toten Feindes zurueckgezahlt werden kann.
    Eine private Buergermiliz wuerde heute fast ausschliesslich mit einer einschuessigen Schrotflinte und einem 22ger Gewehr wenn nicht sogar mit dem Luftgewehr in den Krieg ziehen.”
    Ich glaube kaum dass der paraguayische Staat sich auch nur die Munition fuer wirklich effektive Waffen leisten koennte um den Drogenhandel zu bekaempfen. Wie z.B. mit ner Flak die z.B. auf dem Sd.Kfz. 222 verbaut war koennte man alle Flugzeuge die ohne Genehmigung auf dem Radar entdeckt werden abschiessen. http://www.kfzderwehrmacht.de/Hauptseite_deutsch/Kraftfahrzeuge/Deutschland/Einheits-Fahrgestelle/4-Rad_PzSpWg/Sd__Kfz__222/sd__kfz__222.html
    Ueber 20mm Munition (ich weiss nicht welche das ist und ob ueberhaupt fuer die Flak – es ist sicherlich fuer ein modernes 2 cm Geschuetz das viel schneller schiesst als die alte 2 cm Flak aus WW2) kostet 27 US$.
    “Jedes Geschoss der 20-mm-Munition kostet 27 Dollar, also würde ein Dauerfeuer für eine Sekunde 2.970 Dollar kosten. Autsch! 18.11.2018”
    Die 2 cm Flak verschoss 450 Schuss pro Minute also verbraucht man etwa 8 Schuss pro Sekunde welches etwa 216$ kosten wuerde. Es muss sich also um den Preis eines anderen 2 cm Geschuetzes handeln anstatt der Oerlikon Flak aus dem 2. Weltkrieg. Aber man hat in etwa eine Idee der anstehenden Kosten die Flak zu bedienen. Wenn sie also im Film den Himmel voller Flakwolken sehen, so denken sie an die Kosten – jedes Woelkchen kostet 27$ und das noch nicht mal mit Sprenggranaten die noch teurer sind da sie einen Zuender im Geschoss haben.
    Den exakten Munitionspreis der Flak 20mm finde ich nicht.
    Aber so siehts aus: Flak 38 20mm – https://www.youtube.com/watch?v=ElUcnbSqFSc
    So ein Ding abzufeuern kann sich nur ein Staat leisten.
    Warum also geht es nicht vorwaerts mit der Drogenmafia und Viehdiebstahl Bekaempfung in Paraguay?
    Na ganz einfach: wer will das bezahlen? Wer kann sich das leisten?
    Ich weiss was: nur die Schlachthoefe das automatisch belasten… bei Protest wird der Laden nur dichtgemacht.

  2. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Dies ist genau das was ich befuerchtete…
    Zitat: “Für Cordeiro war der Fortschritt im Chaco in Bezug auf die Infrastruktur nicht vorteilhaft, da er seiner Meinung nach Viehdiebe bevorteilt, die mehr Tiere stehlen, was auch Kleinproduzenten betrifft.”
    Die beruehmte Ruta Bioceanica die folgenden Herren nuetzt: Dr. Egon Neufeld (ein Mennonite), die Drogenbosse, landhungrige schwerreiche Auslaender die in mafioesen Vereinigungen unterwegs sind, der Mafia und die Viehdiebe. Der Rest geht halbwegs leer aus und guckt in die Roehre.
    Da hat jemand erkannt was ich auch schon befuerchtete.

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