Copaco versenkt monatlich fast 2 Millionen US-Dollar

Asunción: Auf die Bitte des Staatspräsidenten hin wurde in einem Vortrag über die finanzielle Situation der Aktiengesellschaft in Staatsbesitz Auskunft gegeben. Wie später Präsident Franco wiederholte ist der Zustand des Kommunikationsdienstleisters miserabel.

Grund für die Verschwendung von Staatsgeldern ist die übertrieben große Anzahl an Angestellten. Die Sorge der Copaco sollte es sein, den aufgeblasenen Personalstamm zu verringern und nicht von Jahr zu Jahr ihn zu vergrößern.

Im Gegensatz zum Flughafen Silvio Pettirossi, der jährlich für Gewinne sorgt bereitet dieses nach wie im Staatsbesitz liegende Unternehmen nur Sorgen. Selbst der Aufkauf von des Mobilfunkunternehmens Vox brachte keinen finanziellen Auftrieb. Er war nur eine Ausrede um weitere nutzlose Investitionen zu tätigen.

Als erste Anordnung von ganz oben, sollen Überstunden abgeschafft sowie Neueinstellung vermieden werden, um den monatlichen Verlust von 7,8 Milliarden Guaranies zu verringern.

Die Copaco war schon auf dem Weg der Privatisierung und auch heute noch flammen diese Wünsche vielerorts auf. Grund dafür, dass dies niemals passierte ist der Druck der von Gewerkschaften und Politikern ausgeübt wird. Die Copaco, die Essap, die INC und die Ande sind prädestiniert dafür politische Freunde einiger Politiker unterzubringen.

(Wochenblatt / La Nación)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

11 Kommentare zu “Copaco versenkt monatlich fast 2 Millionen US-Dollar

  1. Auch bei dieser Initiative von Herrn Franco muß man aufhorschen, denn die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen ist eine der Hauptforderungen des, von den Amerikanern oder besser der Wall Street dominierten, IWF. Die Heuschrecken aus den USA, inzwischen aber auch China, mit ihren wertlosen grünen Scheinen (auch Dollar genannt), warten bereits sehnsüchtig auf diesen Schritt. Wer aber glaubt Privatiserung sei im Sinne des Bürgers, der sollte sich das aktuelle Beispiel der Privatisierung des Parkplatzes am Flugplatz Silvio Petirossi vor Augen führen. Von 2000 über 5000 Gs pro Tag steigen die Preise auf 5000 Gs pro Stunde. Und was wird dadurch besser? Nichts! Einzig werden die Taschen eines privaten Investors und zusätzlich, wie bisher, die Taschen der DINAC gefüllt. Die DINAC wird von den Politikern nach wie vor mit ihren Gefolgsleuten besetzt und so die Kosten erzeugt. Und wer zahlt die Zeche? Na, klar der Benutzer. Öffentliche Dienstleistungen dürfen nicht privatisiert werden. Im Gegenteil Wasser und Strom müssen eine nahezu kostenlose öffentliche Dienstleistung sein. Immerhin bezahlen die Bürger dafür ihre Steuern. Aber die Verwaltungen dieser Gesellschaften müssen effektiv, der politische Einfluß zurückgedrangt und die Wirtschaftlichkeitsprüfungen verschärft werden. Dann werden auch nicht 2 Mio monatlich „versenkt“.

    1. Nun sind wir also wieder beim üblichen einseitigen Geplapper über die bösen Reichen, die bösen Unternehmer, die bösen Abzocker, die bösen usw.
      Fakt ist nur, dass der paraguayische Staat so wie die meisten Staaten dieser Erde Geld verbrennen ohne Ende, ihre Amigos bedienen, und sich selber bereichern.
      Auf der anderen Seite ist es aber auch so wie Sie sagen: dasselbe gilt auch auf der privaten Seite. Nur: dort kann man das Geld nicht einfach von der Allgemeinheit klauen und nach Belieben die Steuern erhöhen(Ausnahme: EU-Subventionen), was diesem miesen Treiben bald mal ein Ende setzt.
      Uebrigens: wieso kann fast kein Kommentator seinen richtigen Namen angeben?

      1. Johannes der Saufer

        Reply

        Ich gebe meinen richtigen Namen aufgrund folgender Gründe nicht in einem Internetforum an:
        Beispiel: Ich habe einen kleinen Unfall mit dem Auto, wobei ich 5 km zu schnell gefahren bin. Mein Bekanntenkreis bekommt dies zu wissen. Ich weiss, dass bei meiner Abwesenheit über mich geredet wird, das ist normal. Irgendwann schreibe ich in einem Internetforum etwas zum Thema Raser, das sind diejenigen die mehr als 20 km/h mehr als erlaubt ist auf dem Tacho haben. Schreibe ich diesen Text unter meinem richtigen Namen, so brauche ich mich nicht darüber zu wundern, wenn eine Antwort wie: „Du bist ja auch gerast und hattest einen Unfall blablabla…“ wundern.
        Im Weiteren gebe ich meinen wirklichen Namen nicht an, weil es niemanden etwas angeht wer ich bin. Vor allem dann nicht, wenn es hier in Paraguay Leute geben soll, die sich das Ausspionieren noch nicht abgewöhnen konnten (zB aus der Ex-DDR, aber auch andere).

      2. Johannes der Saufer

        Reply

        … und wenn Sie unter meinem richtigen Namen googlen würden, würden Sie nichts finden, da ich seit 1998 noch nie ein Foto oder meinen richtigen Namen ins Internet eingestellt habe. Es gibt ein Foto im Internet, auf der Kinderpipikramseite Facebook, doch kann man damit keine Rückschlüsse auf mich ziehen.
        Aber überbewerten, wenn ein paar Daten über einem im Internet stehen, kann ich auch nicht. Wenn jemand Freude daran hat Erkundigungen über andere einzuziehen, dass soll er das tun. Ich habe vernünftigeres zu tun.

  2. Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, wenn Staatsbetriebe Staatsbetriebe bleiben. Richtig, privatisiert wird alles teurer. Aber bitte schön, wenn ich einen Fax machen möchte, hat Copaco entweder gerade keinen Strom oder der Fax kommt nicht durch. Wenn der Fax nicht durchkommt will der Copaco-Mitarbeiter trotzdem 2.400 Gs. von mir haben. Aber der Gipfel war ja der Tag, an dem ich zwei Faxe senden lies, beide seien „durchgegangen“ und ich habe dafür eine Quittung gekriegt. Nur, in Europa angekommen sind die Faxe nie! Mit einer in den 80-ern eingeführten Technologie scheint Copaco 2012 noch nicht klar zu kommen. Und ja, die beiden Institute hatten ganz sicher Papier im Faxgerät.
    In einem Land, in welchem 240 Mio. von 360 Mio. Einnahmen aus Stromverkauf „nur“ für Bildung ausgegeben werden will und die 10 grössten gewerblichen Steuerzahler nur rund 100 Mio. Steuern bezahlen, fehlt das Geld für Staatsbetriebe an allen Ecken und Enden.
    Also: Kann Staatsbetrieb bleiben, dann aber bitte nach ökonomischen Grundsätzen und rentabel aus eigener Kraft. Es kann nicht sein, dass ein Staat, welchem die steuerlichen Einnahmen nicht einmal für das Gesundheitswesen ausreicht, in solche Staatsbetriebe noch Geld finanzieren muss, statt dass aus einem solchen Staatsbetriebe Einnahmen an den Staat fliessen.
    In Bezug auf den Flughafen finde ich es richtig, dass die Verbraucher zu bezahlen haben. Wer den Flughafen seiner Lebenszeit nicht betritt, wieso sollte der sich auch nur einen Gs. daran beteiligen?

  3. jetzt kann ich natürlich nicht nachvollziehen, was ein ungerechtfertigter Preis mit der Frage zu tun hat, ob ich diese Einrichtung nutze oder nicht. Wenn bisher am Flughafen 1 Tag 5000 Gs Parkgebühr kostete, wieso kostet dann nun 1 Stunde 5000 Gs? Nur, weil sich ein Privater und ein Staatsbetrieb daran satt machen wollen?
    Wieso wollen die Städte an der Ausgabe einer TÜV-Plakette Geld verdienen? Würde es nicht reichen diese Dienstleistung zu bezahlen und gut ist?
    Wieso sollte ein Privater oder der Staat Gewinne aus einem Strombetrieb machen? Der Strom- oder Wasserpreis ist für die Lieferung von Strom und Wasser und für sonst nichts! Wenn, wie das inzwischen weltweit üblich ist, auf alle Artikel, die den Verbraucher erreichen, alle möglichen, auch mit der Sache nicht verbundenen, Kosten gefrachtet werden, dann wundert es nicht, daß die Preise ständig steigen und irgendwann unbezahlbar werden. Der Chefökonom „Deutscher Politiker“ soll mir doch einmal ein einziges Beispiel aus der BRD des letzten Jahrzehnts nennen, in der die Privatisierung eines deutschen Staatsbetriebes zu einer Verbesserung und Verbilligung der Leistungen des privatisierten Betriebes für den Verbraucher geführt haben. Ich kenne nicht einen einzigen. Im Gegenteil wurden die Staatsbetriebe systematisch und absichtlich vor die Wand gefahren, damit jedermann eine Privatisierung für richtig hielt. Danach wurde alles immer teurer und die Preisabsprachen der Anbieter taten dabei ein Übriges. Das würde und wird in Paraguay nicht anders sein, wie das aktuelle Beispiel Flughafenparkplatz beweist.

    1. Johannes der Saufer

      Reply

      Zu: „Wieso sollte ein Privater oder der Staat Gewinne aus einem Strombetrieb machen? Der Strom- oder Wasserpreis ist für die Lieferung von Strom und Wasser und für sonst nichts!“
      Ein wenig mehr muss ein Betrieb schon einnehmen, um Investitionen inkl. Zinsen zurück zu bezahlen, um Unterhaltsarbeiten zu leisten, um Rückstellungen für schlechtere Zeiten zu machen, um Löhne und Sozialleistungen zu bezahlen etc.
      Doch ich gebe Ihnen Recht: Diese Faktoren kann (könnte) man kalkulieren. Das würde zu einem fairen Strom- bzw. Wasserpreis führen. Doch die realen, effektiven Aufwendungen bleiben Geschäftsgeheimis, werden auf das gesetzliche Minimum abgeschrieben (interne- und externe Bilanz).
      Dies sind die Schattenseiten des Kapitalismus, alles wird verteuert, weil gewinnmaximiert wird.
      Wahrscheinlich würde kein Unternehmer das Risiko übernehmen wollen, alles zu verlieren, wenn er nur seinen Lohn bekäme. Dann könnte er ja genau so gut Angestellter sein.
      Alle fangen einmal klein an, investieren und hoffen, dass Google kommt und sie aufkauft 🙂

    1. Genau so sieht die Realität aus. Sehr guter Artikel,insbesondere für alle „Amifreunde“ hier im Forum sehr lesenswert. So sieht es in eurem geliebten USA aus. Dieses Ami Politikerpack brauchen wir hier in Paraguay nun wirklich nicht, und wer meint doch, der sollte doch am besten dahin auswandern.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .