Das indigene Volk der Maká vor dem Aussterben

Villa Hayes: Andrés Chemei macht sich Sorgen um sein Volk der Indigenen vom Stamm der Maká. Er bittet den paraguayischen Staat es vor dem Aussterben zu retten.

Der indigen Führer fordert von dem Indert Grundbesitz und den Titel, das von dem Unternehmer Enrique Remmele unrechtmäßig angeeignet worden sei.

Chemei ist bald 80 Jahre alt und hat Angst vor der Zukunft seines Volkes. Vor allem die Arbeitslosigkeit und der Drogenkonsum seiner Untergebenen macht ihm Sorgen. Das Kunsthandwerk ist eines der Haupteinnahmequellen der Indigenen. Es langt aber nicht 2.500 Personen zu ernähren, die im Moment in Mariano Roque Alonso wohnen.

Chemei will erreichen, dass das Nationale Institut für ländliche Entwicklung (Indert) dem Stamm ein Gebiet an den Ufern des Paraguay Flusses bei Villa Hayes zuweist. Laut dem Beschluss 588 vom 20. Februar 2013 seien die Maká im Recht, 120 Hektar Land zu erhalten.

Jedoch legte die Firma Enrique Remmele SA Widerspruch gegen den Beschluss vom Indert ein. Das Indert erklärte, die “Klage ist nichtig“. Das bestätigte schließlich auch der Oberste Gerichtshof. Im Februar dieses Jahres waren von Remmele SA alle rechtlichen Mittel erschöpft. Jedoch weigert sich die Firma, es zu übergeben.

„Das Land gehört uns. Das Indert gewann alle Prozesse. Wir sterben aus, wenn wir nicht zu dem Ursprung unserer Tätigkeiten zurückkehren können, der Landwirtschaft. Wir brauchen eine Chance für die Jugend, sonst haben wir keine Zukunft mehr“, klagte Chemei.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Das indigene Volk der Maká vor dem Aussterben

  1. Ich sterbe auch langsam aus, wenn ich trotz fortgeschrittenem Alters nicht noch etwas mit Hand und Fuß zeuge.
    Aber etwas unbegreiflich ist für mich: Paraguay ist doch ein großes Land, etwas größer als Deutschland. Dünn besiedelt.
    Besitzt der paragueysche Staat kein Land, das er den Indianern zurück geben könnte?
    Möchten sie überhaupt Land, welches man noch wie die Mennoniten durch Leistung zähmen müsste?
    Warum Villa Hayes, 50 km von der Hauptstadt entfernt?
    Wenn der Unternehmer Enrique Remmele Grundbesitz und Titel unrechtmäßig angeeignet hat, wieso ist er noch dort und nicht in Tacumbu?
    Was sagt mir das? Ein funktionierendes Rechtssystem hätte eben doch seine Vorteile. Aber grenzenlose Freiheit ist auch nicht schlecht.

  2. Ich habe sehr das Gefühl,dass die Indianer, die ehrlich ihre Kultur und Wissen pflegen wollen,kein Land zugeteilt kriegen und jene die sich faul etwas ergaunern wollen kriegen Land.Das ist auch eine Form die Abholzungen und Probleme vorran zu treiben im Namen Unschuldiger.

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