„Das ist mein Recht“

Asunción: Der Ex-Minister des Obersten Gerichtshofes, Sindulfo Blanco, wurde per Amtsenthebungsverfahren gefeuert. Um seine Pension ist nun ein juristischer Kampf entbrannt.

Laut dem Obersten Gerichtshof verdiente Blanco vor dem Amtsenthebungsverfahren
49.718.983 Guaranies pro Monat. Dieses Ausscheiden sorgt jedoch dafür, dass er keine Pension bezahlt bekommt, was ihn anscheinend besonders ärgert, denn monatlich hätten ihn ansonsten 46 Millionen Guaranies erwartet.

Laut seinem Anwalt ist “die Pension die Rückgabe der getätigten Beitragszahlungen. Nun muss geprüft werden, welche Norm dies bei einem Amtsenthebungsverfahren speziell verbietet. Blanco sagte er wird seine Pension beantragen weil es sein Recht sei. Hier gibt es keinen Präzedenzfall, Grund weswegen alle Aspekte geprüft werden müssen“, so Anwalt Bogarín.

Wochenblatt / Hoy

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3 Kommentare zu “„Das ist mein Recht“

  1. Nun erdreistet sich dieser Rechtsbeuger auch noch für sich Recht einzufordern. Was für einen Charakter haben solche Leute nur? Und dennoch scharen sich seine gleichgesinnten Amigos um ihn.

  2. Dreist bis zum geht nicht mehr. Wieviel hat dieser Mann bei seiner langen Tätigkeit als Jurist an Schmiergeldern angenommen plus seinem üppigen Gehalt? Das geht sicher an die Dollar-Millionen.

    Diese Machtmenschen ertragen es nicht, wenn sie nicht mehr das Sagen haben, deswegen solche Aktionen.

  3. Also betreffend seiner Amtsenthebung könnte man ja erfinden, dass eine unabhängige Kommission seinen Fall prüft, eine Entscheidung aufgrund rechtlicher Grundlagen fällt und das ist dann endgültig. Das wäre sein gutes Recht seinen Fall bei seinen Amigos am obersten Gericht nochmals prüfen zu lassen. Oder man kann es auch so sehen: entweder hat er sich beweisbar schuldig gemacht und er musste gehen, oder die Amigos hierzulande sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.
    Betreffend seines Gehalts von 49.718.983 Guaranies pro Monat (ohne jegliche mutmaßlich zusätzlicher freiwilliger Spenden der Herrn Daher, Irun und ähnlicher Amigos) muss ich sagen, dass sich damit sehr gut lebt in Paragauy. Also ich würde das. Mit 49.718.983 würde ich mir als erstes eine Palette Streichhölzer leisten, um meinen Müll abzufackeln und damit die 30.000 Mil Abfallgebühr einsparen.
    Dieses Gehalt entspricht zwar nicht demjenigen eines Minister des Obersten Gerichtshofes der EU – dort muss man wohl nicht für jeden Pickel am A. (A. steht für Allerwertesten) einen Minister inkl. zuständiges Ministerium haben – aber für ein Land, dessen Mindestlohn nicht einmal 200 Euro ist, ist dieser Zapfen doch etwas jenseits von Gut und Böse (Annahme Kurs von 7.000 Guaranies pro Euro entsprächen 49 Mio. Gs. 7.000 Euro).
    Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist dieser Zahltag x16 pro Jahr zu rechnen, den im Paragauy bekommen solche Herren alle 3 Monate einen zusätzlichen Zahltag als Motivation auch bei Regen zur Arbeit zu erscheinen. Hört sich zwar wie ein Witz an, ist es auch, ist es aber doch keiner.
    Was dann einem Zahltag von 66.291.977 pro Monat gleichen würde (sorry, aber für mich hat ein Jahr halt mal nur 12 Monate, weiß aber nicht wie das bei denen ist, die 7 – 11 Uhr täglich Grundschule absolvieren mussten, fakultativ natürlich, je nach Schnee, Regen, Heiß, keine Lust, keine Stiefel, neue Lederschuhe).
    Betreffend seiner Pension als Froh-, pardon, Frühpensionär sollten die Verhältnisse eigentlich klar sein: Wenn in der Verfassung steht, wenn früher gehen musst, dann gibts nix, dann gibts eben nix.
    Aber wenns um Plata geht sind sie hier gar nicht dreist: Selbst der Gärtner, der gehen musste, weil er dein Zeugs, das eh nicht mehr brauchst, einfach still und heimlich mitgenommen hat, steht solange vor der Tür, bis er auch seine restlichen zugesprochenen 10 Mil bekommen hat.

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