Das Umweltsekretariat schreitet ein

Limpio: Die Menschenmenge, die gestern die Riesenseerosen bestaunte und Blätter mitnahm, wird nun dank mehrerer Videos und Bilder ermittelt.

“Wir arbeiten mit Kanuführern und der Marine zusammen, um dem Gebiet auf dem die Riesenseerosen wachsen, Schutz zu gewährleisten“, erklärte Darío Mandelburger, Direktor für Pflanzenvielfalt des Umweltsekretariats (SEAM). Er machte direkt die Personen für den entstandenen Schaden verantwortlich, die gestern nichts Besseres zu tun hatten, als sich Souvenirs der Victoria Regia Pflanze mitzunehmen.

“Obwohl wir gestern Nachmittag vor Ort waren, wurden wir von der Schar der Menschen überrascht. Etwa 3.000 Menschen kamen und bestaunten das Phänomen. Ab jetzt schauen wir, wie wir das Gebiet schützen können“, so Mandelburger.

Jetzt wird eine Analyse durchgeführt um zu schauen ob Schaden entstanden ist und ob Bußgelder verhängt werden müssen. Auch wenn die Seam über die zahlreichen Menschen erfreut war, die sich der Natur näherten, ist das Risiko, dass diese Pflanze damit verschwindet, recht hoch.

Wochenblatt / Abc Color

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15 Kommentare zu “Das Umweltsekretariat schreitet ein

  1. Die Erfinder deren Medien, also Facebook, WhatsApp usw., die sollen den Schaden bezahlen. Die sind schuld, dass sich in einer so kurzen Zeit so viele Menschen sich versammelten.

    1. Was ein Quatsch.
      Man kann ja auch hinfahren, ohne gleich die ganze Natur kaputt zu machen!
      Oder hat jemand im Facebook dazu aufgerufen, die Seerosenblätter mitzunehmen? Ich glaube nicht.

      1. Die haben die Natur nicht kaputt gemacht, die haben die Natur zunutzte gemacht, um die Heilpflanze nachhause zunehmen.
        Im See nützt sie den Menschen nichts,

        1. Sich die Natur zu fest zu nutze zu machen ist kaputt machen. Die Yakare rupe ist geschützt und vom Aussterben bedroht. Wenn sie ausstirbt nützt sie niemandem mehr. Was für ein Hirnverbrannter Kommentar, Rolf.

          1. Annina Kunz, aber nur im See und auf Fotos nützt die Yakare rupe auch nichts. Wenn Sie krank wären, und sie wüssten diese Yakare rupe kann Ihnen helfen, so dass Sie wieder voll gesund würden. Dann würden auch Sie dahin RENNEN, um ein stück der Pflanze zu erwischen. Ich würde alles auf mich nehmen, nur die Gesundheit ist dann wichtiger als alles andere.

  2. Wie genau ist jetzt die Rechtslage? Stehen die unter Schutz, wenn ja, gibt es da Ausnahmeregeln für die Pharmaindustrie, weil Heilkräfte? Dann kann man ja niemanden verantwortlich machen, oder ist es so, dass ein Konzern den See ausräumen dürfte und der kleine aus dem Volk natürlich auch wenn er eine Seerose nur angreift, hart bestraft wird? Ausnahme man arbeitet bei der SEAM, stimmts?
    SEAM war überrascht, weil 3000 Leute da waren. Sie wären auch bei 30 überrascht gewesen, aber wie immer jetzt wird alles gut, weil es ja nicht an den Menschen liegt, sondern an Gesetzen und bei Gesetzen wissen wir, sie muss es geben, alles andere ist nicht wichtig.

  3. Gerade in den Mittagsnachrichten:
    Paraguayos – Tavy y Tercermundista (Paraguayer – ahnungslos/dumm und Dritteweltlaendler)
    Dazu wurden Fotos gezeigt von Menschen, die stolz ihre „Beute“ zeigen, so wie die Dicke auf dem Bild oben – wahrscheinlich alles auf Fratzenbuch geteilt.
    Man kann nur den Kopf schuetteln. Als ich den Bericht gestern im Wochenblatt las, habe ich auch gedacht, dass es bestimmt ein Besuch wert ist. Kann ich mir jetzt wohl schminken, wenn da alles zerstoert oder geklaut wurde.
    Und so denken leider viele Paraguayer – was interessieren mich die anderen, ich nehme mir was ich finde und basta.

    1. Ich nehme mir was ich finde und basta findet man tatsächlich in allen 3. Welt Staaten. Ich glaube es wäre auch in den USA nicht viel anders, wenn es dort nicht Naturparks gäbe, die überwacht und kontrolliert werden. Paraguay wird den selben Weg gehen müssen, was sie aber mangels Disziplin nicht schaffen werden.
      Der Grund ist eben die Lebensweise. Die absolute Masse muss quasi den gesamten tag dafür aufbringen irgendwie die paar Kröten zu verdienen um sich über Wasser halten zu können. Es ist daher klar, dass diese Leute mit Naturwundern nichts anfangen und lediglich das tun, was man gesehen hat. Solche Leute können wirklich neben dem schönsten Fluss, See oder auch nahe am Strand leben, aber sie kennen kein einziges Tier, keine einzige pflanze und schwimmen können sie auch nicht. Grund siehe oben, die Gedanken gehen nur in Richtung kann ich das verkaufen oder essen oder sonst irgendwie für mich nutzen.
      So gesehen ist es ein Wunder, dass nicht eines oder mehrere Boote umgekippte und es nicht auch noch Fälle von Ahogamiento gab.

  4. Ich finde es bedauerlich, dass die Seam so wenig macht und das nicht kommen sehen hat. Schliesslich wurde in sämtlichen Medien das aussergewöhnlich grosse Aufkommen der Pflanze als Ausflugsziel angepriesen. Da müsste man ja eigentlich damit rechnen, dass Leute dann diese ansehen gehen. Ein bisschen vorbeugen mit Schulung der Kanu-besitzers, ein paar Warnschilder vor Ort, dass es verboten ist, die Pflanze mitzunehmen, weil geschützt, und ein Hinweis in den Medien, dass die Pflanze geschützt ist und es verboten ist sie zu „pflücken“ zusammen mit Kontrolle vor Ort hätte diesen Raubbau wohl verhindern können. Diese Leute die sich da Stolz mit ihren Blättern fotografieren lassen haben offensichtlich keine Ahnung, dass sie gegen das Gesetz verstossen.
    Aber je länger je mehr zweifle ich an der Funktion der Seam. Sie tut nichts gegen das austrocknen des Pilco, nichts gegen das Abholzen des Chaco, greift nicht ein, wenn für die Costanera in der Bahia für den Refulado Sand abgebaut wird (dort hatte es früher auch Yacare Rupe)… offensichtlich dient diese Institution eher der Regierung als dem Naturschutz.

  5. Da muss man Rolf nun mal Recht geben. Ohne Facebock wäre das nicht passiert. Man stelle sich vor die Frau auf dem Foto hätte ihr geschätztes 421.384-igste Selfie ohne Deko auf Facebock veröffentlicht. Mit so einem Rosenblatt sieht sie gleich viel besser aus und wertet ihr geschätztes 421.384-igste Selfie erheblich auf. Ein wenig einfallsreicher wäre allerdings gewesen sie hätte es vor ihr Gesicht gehalten, aber die Sonne brennt auch Erbsen. Und genau das haben sich 3.000 andere Facebock-Profilupdater eben auch gedacht.

  6. Hier fehlt es in den Schulen an Aufklärung! Seit Besiedelung von PY leben die Eindringlinge hier in Saus und Braus von der Natur also warum darüber nachdenken das jetzt die Natur Hilfe braucht und das kann nur mit den Schulkindern geschehen die Erwachsenen meinen es geht immer so weiter. Den großen Knall werden sie mit Heulen und Jammern erleben in gar nicht so ferner Zukunft, Laß diesen Fluch des Erdöls vorbei sein (Versiecht)wenn es keinen ausreichden Dünger mehr gibt für die Felder ,wenn die Überbevölkerung deutlich wird ,wenn keine Maschinen mehr laufen . Ja wie sehnt ihr Euch nach der guten Alten Zeit wie das Land seine Menschen bequem ernähren konnte. Aber Soja hat den Boden auf Jahre vergiftet,die Brunnen,ja die Zukunft ist düster ohne Umdenken und das ganz ,ganz schnell und jetzt, Ansonsten ist zu diesen Bericht und der Dummheit der Menschen in den Erwähnten Bericht nichts zu sagen die Zukunft wird Euch dafür bestrafen.

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